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Wir haben die Xtrfy XG-M3 HeatoN für euch auf Herz und Nieren getestet. Der neuste Nager des schwedischen Herstellers wurde wieder in enger Kooperation mit dem CS:GO Pro Team „Ninjas in Pyjamas“ entworfen. Kein geringerer als Emil „HeatoN“ Christensen leiht der neusten Maus dabei seinen Namen. HeatoN galt in seiner aktiven Zeit als einer der besten Counter Strike Spieler weltweit und ist aktuell der Team-Manager von NiP. Die Daten auf dem Papier klingen zumindest schon mal vielversprechend, Switches von Omron und Kailh sowie ein optischer Sensor von Pixart sind mit an Board. Wie sich die Maus im Test schlägt erfahrt ihr auf den nachfolgenden Seiten.


Verpackung und Lieferumfang

Die Xtrfy XG-M3 erreicht den Kunden in einem handelsüblichen Karton im schwarz/gelben Farbschema. Neben einer Abbildung der Maus ziert das Bild des ex Pro-Players und aktuelle Team-Chef Emil „HeatoN“ Christensen von NiP die aufklappbare Front. Rückseitig sind wie üblich einige Spezifikationen zum Nager abgedruckt.

Das Zubehör fällt mit lediglich einer kleinen Schnellstartanleitung sowie einem Aufkleber recht spartanisch aus.
 

Technische Details

Größe (L x B x H)

120 mm x 65 mm x 42 mm
Gewicht 109 g
Sensor 4000 DPI Pixart PMW 3310 Optischer Sensor
Kabellänge 2 Meter
Layout Rechtshänder
Tasten 5
Besonderheiten
  • on-the-fly DPI Anpassung
  • ergonomische Form

 

Wie auch schon der Vorgänger setzt die XG-M3 auf ein komplett schwarzes Chassis, welches mit einem Soft-Touch-Coating überzogen wurde. Eine dezente gelbe Beleuchtung am Mausrad, Rücken sowie der Front setzen einen gekonnten Akzent und signalisieren zudem die Einsatzbereitschaft der Maus. Die Unterschrift von Emil Christensen aka „HeatoN“ ziert neben einem Logo des Herstellers den Rücken der Maus. Leider kann man die Beleuchtung nicht deaktivieren.

Xtrfy spendiert seinem neusten Nager ein asymmetrisches Gehäuse, dadurch eignet sich die Maus nur für den rechthändigen Betrieb. Das ergonomisch geformte Chassis fällt zur rechten Seite hin leicht ab um bietet zudem eine Auflage für den Ring- bzw. kleinen Finger. Die Tailierung der Maus sowie die griffige Beschichtung sorgen für einen guten Gripp in allen Situationen.

Durch den asymmetrischen Korpus ist die Xtrfy XG-M3 geradezu für den Palm-Gripp prädestiniert. Die nach rechts hin abfallende Geometrie sorgt zudem für eine ergonomische Positionierung der Hand, was sich gerade bei längeren Gaming-Sessions positiv bemerkbar machen sollte. Aufgrund der Länge ist die Maus mit kleinen Händen etwas schwer zu fassen.

Die beiden Haupttasten gehen nahtlos in den Mausrücken über und vermitteln dadurch eine ruhige und saubere Optik. Zudem verlaufen die Tasten zur Front hin leicht konkav, wodurch eine optimale Position für die Finger vorgegeben wird. Bestückt wurden die beiden Haupttasten mit Switches vom Omron, welche einen klar definierten Druckpunkt bieten. Bei den Daumentasten setzt Xtrfy auf Switches von Kailh, diese besitzen einen etwas weicheren Anschlag als die Pendants von Omron. Auch haptisch lassen sich die Daumentasten gut identifizieren, da diese deutlich aus dem Gehäuse vorstehen.

Das gummierte Mausrad besitzt eine relativ feine Rasterung sowie einen angenehmen Rollwiderstand. Wie üblich dient das Mausrad auch als Taste.

Die in Wabenoptik gestaltete Unterseite beherbergt im vorderen einen und im hinteren Bereich zwei großflächige Teflon-Gleitfüße. Für unseren Geschmack sind die Füße etwas zu dünn geraten, sodass die Verschleißgrenze der Glides, abhängig von der verwendeten Unterlage, recht schnell erreicht werden könnte. Relativ mittig im Corpus untergebracht findet sich die Linse des optischen Pixart PMW 3310 Sensors (400, 800, 1600, 3200 und 4000dpi). Der mit „DPI“ beschriftete Knopf, rechts neben dem Sensor, dient zum Durchschalten der fünf vordefinierten DPI-Stufen. Eine kleine LED signalisiert dabei die gerade gewählte Stufe und leuchtet abhängig von der aktuell anliegenden Auflösung in grün, rot, blau, lila oder gelb. Der kleine Schalter unter dem Sensor dient zum Umschalten der Polling Rate.

Das 2 Meter lange Anschlusskabel wurde mit einer farblich zur Beleuchtung der Maus passenden Textilummantelung versehen. Diese schränkt die Flexibilität des Kabels ein wenig ein. Zum Anschluss ist, wie gewohnt, ein freier USB Port vonnöten.

Verarbeitungstechnisch bewegt sich die Xtrfy XG-M3 auf einem hervorragenden Niveau. Weder die Materialwahl, noch die Spaltmaße oder Robustheit des Gehäuses geben Anlass zur Kritik.


Die Maus funktioniert gänzlich ohne Software, das heißt USB Stecker einstecken und loslegen. DPI und Polling Rate lassen sich direkt an der Maus einstellen. Überflüssige Extras wie Angle Snapping oder eine Mausbeschleunigung sind sensorseitig nicht aktiv, sodass die Maus eine Zeigerbewegung in reiner Form bietet.

Wie in unserem Praxischeck üblich haben wir die Xtrfy XG-M3 HeatoN mit diversen Alltagssituationen sowie Spielen konfrontiert. Bedingt durch die Form der Maus haben wir dabei den Palm-Gripp angewandt. Durch das asymmetrische, ergonomische Design gibt die Xtrfy XG-M3 die optimale Handposition vor. Bedingt durch die großen Gleitfüße und das geringe Gewicht von 109 Gramm lässt sich der Nager sehr agil über das Mauspad scheuchen.

Für die Tastenmechanik kommen Switches aus dem Haus Omron zum Einsatz. Diese definieren sich durch einen angenehmen, nicht zu festen Druckpunkt und ein unaufdringliches Klickgeräusch. Bei dem sehr gut erreichbaren Daumentasten verwendet Xtrfy Schalter von Kailh, welche einen weicheren Druckpunkt als die beiden Haupttasten bestitzen. Sowohl die Daumentasten als auch das Scrollrad sitzen präzise an ihrem vorgesehenen Platz, ohne zu wackeln oder zu kippeln. Das beleuchtete Mausrad besitzt eine vergleichsweise sanfte aber präzise Rasterung.

Der verbaute Pixart PMW 3310 Sensor liefert in nahezu allen Situationen eine ungeschlagene Präzision. Bewegungen der Maus werden direkt umgesetzt. Dies liegt daran, dass auf eine Zeigerbeschleunigung (sowohl positiv als auch negativ) sowie bewegungsoptimierende Mechanismen verzichtet wurde. Die Zeigerbewegung wirkt dadurch jederzeit sehr direkt und unverfälscht.

Insgesamt besitzt der verbaute optische Sensor fünf vordefinierte DPI-Stufen, welche sich per Tastendruck durchschalten lassen. Die Abstufung erfolgt dabei in unregelmäßigen Schritten (400, 800, 1600, 3200 und 4000dpi). In unserem Praxischeck haben sich diese fünf Stufen als ausreichend erwiesen, wobei eine weitere Abstufung zwischen 800 und 1600 dpi wünschenswert gewesen wäre. Die maximale Auflösung von 4000 DPI fanden wir in allen Situationen mehr als ausreichend. Die Lift-off Distanz liegt bei ca. 2mm, was für einen optischen Sensor recht ordentlich ist.

Besonders gefallen hat uns das Coating der XG-M3 HeatoN, dieses wird umso griffiger je schwitziger die Hände werden. Dies kann gerade bei langen Kompetitive-Matches einen enormen Vorteil darstellen.


Mit der XG-M3 HeatoN weiß Xtrfy zu überzeugen und kann sowohl bei der Materialwahl als auch der Verarbeitungsqualität punkten. Dabei muss sich der schwedische Hersteller keinesfalls hinter der Konkurrenz verstecken. Xtrfy erfindet das Rad nicht neu, bringt aber sinnvolle und vor allem nützliche Eigenschaften in seinem Produkt unter. Damit erhält der ambitionierte Spieler ein präzises Werkzeug in die Hand.

Das ergonomisch geformte Chassis lässt auch nach Stunden keinerlei Ermüdungserscheinungen aufkommen, da es der natürlichen Handposition nachempfunden wurde. Die Tailierung im Seitenbereich sowie das spezielle Coating sorgen für einen sehr guten Gripp, auch mit schwitzigen Händen.

Auch unter der Haube kann sich die Xtrfy XG-M3 Heaton sehen lassen. Langlebige Switches und ein präziser optischer Sensor sorgen für ein direktes Mausgefühl. Der verbaute optische Pixart PMW 3310 Sensor gehört nicht ohne Grund zu einem der aktuell besten Sensoren am Markt und zeigt sich entsprechend mit einer ausgezeichneten Präzision und einem unverfälschten, direkten Umsetzen der Zeigerbwegung.

Beim Treiber lässt es Xtfy minimalistisch angehen, dieser wird nämlich für die Konfiguration des Nagers nicht benötigt. Einstellungen werden über zwei Schalter direkt an der Maus vorgenommen.

Minimalistisch geht es leider auch beim Zubehör zu, hierzu zählen lediglich ein Aufkleber sowie eine kurze Anleitung. In Anbetracht der doch recht dünnen Gleitfüße hätten wir uns hier wenigstens ein Paar Ersatzfüße gewünscht.

Die Xtrfy XG-M3 HeatoN wechselt aktuell ab ca. 75€ den Besitzer. In Anbetracht der gebotenen Leistung können und der sehr guten Verarbeitungsqualität verleihen wir unseren Enthusiast-Award.

 

 

 Abschließend möchten wir uns noch bei Xtrfy sowie Caseking für die Bereitstellung des Samples und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken.


Weiterführende Links:

Preisvergleich
Herstellerlink
Kommentare
Re: Test: Xtrfy XG-M3 HeatoN -- der_Schmutzige
2017 Jan 19 09:16:00 PM
Spätes Danke für den Test der Maus. Im übrigen die besten Bilder von dem Teil, die man im Netz findet.
Ist die auch an der rechten Seite schön tailliert, also gut für Leute, die sie immer mal anheben? Die gefällt mir eher wegen der Form als wegen des ganzen "ProGamer"...
Re: Test: Xtrfy XG-M3 HeatoN -- Badt
2017 Jan 20 06:36:53 PM
Die rechte Seite ist nicht ganz so stark tailiert wie die linke Seite, dennnoch sollte das Hochheben kein Problem darstellen. Zumal die Maus wirklich ein Leichtgewicht ist.
Meine letzte Deathadder liegt leider schon einige Jahre zurück, daher kann ich keinen direkten Vergleich ziehen. Aber ich finde die Deathadder, Zowie EC1 und die Xtrfy M3 spielen in der selben...
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