Aktuell sind 164 Gäste und 2 Mitglieder online

Gehäuse


Erstellt am 02. Mai 2011

Aerocool Vs-4: Budget-Gehäuse im TestDas taiwanesische Unternehmen Aerocool ist mit zahlreichen vor allem günstigen und auffällig designten Gehäusen am Markt vertreten.

An dieser Stelle werden wir euch das rund 35€ günstige Aerocool VS-4 vorstellen, welches seit gut einem Monat im Preisvergleich sowohl als Version mit als auch als Version ohne Window gelistet ist.

Mit Window

Ohne Window

Zur Herstellerhomepage


Bei unserem getesteten Modell handelt es sich um das Vs-4 mit Sichtfenster.
Auf den folgenden Seiten könnt ihr nachlesen, wie gut sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat.

Aerocool Vs-4: Budget-Gehäuse im TestDas taiwanesische Unternehmen Aerocool ist mit zahlreichen vor allem günstigen und auffällig designten Gehäusen am Markt vertreten.

An dieser Stelle werden wir euch das rund 35€ günstige Aerocool VS-4 vorstellen, welches seit gut einem Monat im Preisvergleich sowohl als Version mit als auch als Version ohne Window gelistet ist.

Mit Window

Ohne Window

Zur Herstellerhomepage


Bei unserem getesteten Modell handelt es sich um das Vs-4 mit Sichtfenster.
Auf den folgenden Seiten könnt ihr nachlesen, wie gut sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat.

Details

Technische Details:

  • Maße: 185 x 433 x 495 mm (BxHxT)
  • Material: Stahl (0,5mm dick)
  • Farbe: schwarz
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX

Standardbelüftung:

  • 1x 120 mm (Heck)

Optionale Lüfter:

  • 1x 120 mm (Front)
  • 2x 120 mm (Sichtfenster)

Laufwerke und Erweiterungsslots:

  • 4x 5,25 Zoll (extern, werkzeuglose Montage)
  • 5x 3,5 Zoll (intern, Werkzeug wird benötigt)
  • Erweiterungsslots: 7 (Werkzeug wird benötigt)

I/O Panel:

  • 2x USB 2.0
  • 1x je Audio In / Out

Features:

  • Staubfilter in der Front und beim Netzteil
  • Mattschwarze Lackierung auch im Innenraum
  • Festplattenkäfig kann ohne Werkzeug um 90° gedreht werden
  • Drei der fünf Festplatten können im Festplattenkäfig montiert werden, wo sie durch weichen Kunststoff geringfügig entkoppelt werden

Optik außen

Aerocool hat das Gehäuse in einem bunten Karton verpackt.
Leider ist die Verpackung der mitgelieferten Schrauben im Inneren des Gehäuses geplatzt, sodass wir gleich nach dem Auspacken rund 30 Schrauben einsammeln mussten - sehr ärgerlich.
Das bei der Schraubenverpackung gesparte Geld wurde in Form von zwei identischen Bedienungsanleitungen investiert, was natürlich sinnlos ist.

 

 

Die auffälligsten Merkmale dieses Gehäuses sind sicherlich die Front und das Sichtfenster.
Manchen Leuten gefällt die Front aus Kunststoff besser als die Front eines schlichten Gehäuses, anderen widerum ist das Design zu verspielt und aufdringlich.
Das Sichtfenster aus Plexiglas ist nicht zuletzt wegen dem schönen Innenraum, auf den wir später noch näher eingehen werden, ein optisches Highlight.
Aufgrund der Optik wird das Gehäuse vor allem bei preiswerten Gaming PCs zum Einsatz kommen, in Büros wird man dieses Gehäuse nicht zuletzt wegen dem Design nur selten antreffen.

 

 

Die V-förmige blaue Frontbeleuchtung weiß besonders bei Dunkelheit zu gefallen.
Vier Standfüße aus Kunststoff, die je nach Geschmack entweder aus- oder eingeklappt werden können, verleihen dem Gehäuse einen sicheren Stand.
Die beiden Seitenteile werden mit Rändelschrauben befestigt und können mit Hilfe eines Griffes wieder leicht entfernt werden.

 

 

Optik innen

Einen derartig hochwertigen uns schön lackierten Innenraum haben wir bei einem Gehäuse dieser Preisklasse noch nie angetroffen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Gehäusen sucht man am Aerocool vergeblich nach scharfen und schlecht entgrateten Kanten.

 

 

Bei der Vorrichtung zur werkzeuglosen Montage der 5,25" Schächte und beim Festplattenkäfig wurde Kunststoff verwendet, der einen soliden Eindruck vermittelt.
Das am Boden montierte Netzteil wird durch eine Polsterung vor Kratzern geschützt.
Insgesamt kann man bis auf die unschönen, nicht gesleevten Kabeln für den Lüfter und für die Front nur positives vom Innenraum berichten.

 

 

Montage und Eindrücke


Wenn man nur wenig Hardware verbaut, ist die Montage ein Kinderspiel, da ausreichend Platz vorhanden ist.
Sofern man sehr viele Laufwerke verbauen möchte, gestaltet sich das Verlegen der Kabel schwierig, da das Gehäuse nicht gerade groß geraten ist.
Besonders hinderlich bei der Montage unserer Hardware war die Breite von nur 185mm, sodass wir den Prolimatech Genesis (Test) nur einbauen konnten, weil wir eine Kollision einer Heatpipe mit dem Seitenfenster, die zu einer leichten Biegung des Plexiglases führte, in Kauf nahmen.

 

 


Die Kabel konnten wir nicht verstecken, da zwischen Mainboardtray und rechtem Seitendeckel zu wenig Raum für ein ordentliches Kabelmanagement vorhanden war.
Außerdem konnten wir auf unserem Mainboard (Asrock P67 Pro3) den CPU Kühler bei eingebauten Mainboard nicht wechseln, da die Öffnung im Mainboardtray nicht mit der Sockelpostition der CPU zusammenpasste, sodass die Backplate des Kühlers nicht entfernt werden konnte.

 

 

Die sieben Slotblenden müssen mit einem Schraubendreher entfernt werden, sodass man beim Montagekomfort im Vergleich zu teureren Gehäusen Abstriche machen muss.
Da die Slotblenden mit Öffnungen versehen sind, kann ein Teil der Abwärme der Grafikkarte aus den Slotblenden entweichen, was den Temperaturen zugute kommt.
Im Aerocool Vs-4 können Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 290 mm verbaut werden.
Da man das FDD (Floppy Disk Drive) Rack entfernen kann, können selbst überlange Karten mit einer Länge von bis zu 430 mm verbaut werden.

 

 

Auf der nächsten Seite werden wir noch auf die gemessenen Temperaturen eingehen.

Temperaturen


Das Testsystem besteht aus folgender Hardware:

  • Intel 2500K @4,7 Ghz bei 1.375V
  • Sapphire HD 6850 (GPU @975 Mhz bei 1.2V, VRam @1150 Mhz)
  • Asrock P67 Pro 3
  • OCZ Vertex 2 Extended 60GB
  • BeQuiet Straight Power E8 400W


Bei den Temperaturmessungen wurde das System gleichzeigig mit Prime95 und Furmark ausgelastet, um sowohl die CPU als auch die Grafikkarte vollständig auszulasten, sodass sich die Leistungsaufnahme bei 315 Watt einpendelte.
Besonders bei hohen Verlustleistungen spielt die Belüftung des Gehäuses eine sehr wichtige Rolle.
Die CPU wurde wie zuvor erwähnt mit einem Prolimatech Genesis gekühlt, welcher durch zwei Prolimatech Blue Vortex Lüfter gekühlt wurde.
Natürlich wurde das Gehäuse mit dem Standardlüfter, welcher bei 12V mit rund 1400rpm dreht, getestet.
Bei dieser Drehzahl ist der Lüfter recht laut, jedoch ist die Geräuschentwicklung auf 7V für die meisten Leute zufriedenstellend.

Es wurde mit zwei verschiedenen Settings getestet, wobei beim ersten Test der Gehäuselüfter und die beiden CPU-Lüfter mit 12V versorgt wurden.
Bei der zweiten Messung wurden die Lüfter nur noch mit 7V versorgt, sodass die Geräuschkulisse durch die mit der Spannungssenkung einhergehende Reduzierung der Drehzahl deutlich gesenkt wurde.

Die Temperaturen sind wie immer als Differenz zur Umgebung angegeben, sodass die Umgebungstemperatur keinen Einfluss auf das Ergebnis hat.

 

 

Erwartungsgemäß stieg beim Betrieb mit 7V die CPU-Temperatur deutlich an, jedoch wirkte sich die geringere Drehzahl der CPU-Lüfter sogar positiv auf die Temperatur der Grafikkarte aus, da dadurch womöglich weniger heiße Luft von der CPU zur Grafikkarte gelangt ist.

Außerdem haben wir noch getestet, ob es sinnvoll ist, zusätzliche Lüfter in das Gehäuse einzubauen:

 

 

Als zusätzliche Lüfter kamen dabei die Noctua NF-P12 zum Einsatz.
Aufgrund des sehr dichten Staubfilters in der Front ist ein Frontlüfter nicht sehr sinnvoll, jedoch profitieren die Temperaturen sehr deutlich von einem Seitenlüfter auf der Höhe der Grafikkarte.
Als beste Lösung hat es sich herausgestellt, den Seitenlüfter nicht rein- sondern rausblasend zu montieren.

Fazit

Kommen wir nun zum Fazit über das Aerocool Vs-4:

 

Postive Aspekte:

  • Verarbeitung geht für die Preisklasse schwer in Orndung
  • Gut lackierter Innenraum
  • Keine Grate und scharfen Kanten
  • Drehbarer Festplattenkäfig
  • Solider Standardlüfter


Negative Aspekte:

  • Staubfilter in der Front behindert Airflow recht stark
  • Zu schmal für sehr hohe CPU-Kühler
  • Nur wenig Platz um die Kabel zu verstecken
  • Weiße und bunte Kabel für die Front stören die Optik
  • Schraubenverpackung ungenügend verpackt

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns das Gehäuse angesichts des sehr niedrigen Preises von unter 40€ überzeugen konnte und es den Preis-Leistungs Award verdient hat.
Allerdings muss auch gesagt werden, dass dieses Gehäuse wie jedes andere günstige Gehäuse zahlreiche Schwächen hat, über die man nur aufgrund des niedrigen Preises hinwegsehen kann.

alt

 

Unser Dank geht an Aerocool für die Bereitstellung des Gehäuses:

alt

Kommentare
Re: Aerocool Vs-4: Budget-Gehäuse im Test -- Hardwaremax
Monday, 02 May 2011 21:41
Sieht interessant auch, der Test ist Dir auch gut gelungen. Bei 37 € kann man ned wirklich was falsch machen
Re: Test: Aerocool Vs-4: Budget-Gehäuse -- Scar
Thursday, 09 June 2011 10:07
Das Gehäuse finde ich doch ganz interressant so als einstieg. Kostengünstig und man kann da ein paar Lüfter unterbringen auf jeden fall besser als ein...
Du bist hier:   HomeReviewsGehäuseTest: Aerocool Vs-4: Budget-Gehäuse