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Heute möchten wir euch ein ganz besonderes Gehäuse vorstellen. Nämlich das XSPC H1 Cube Gehäuse. XSPC - ein in England ansässiger Hersteller, zeigte uns erst vor kurzem mit dem RX Radiator, dass die Produkte aus deren Hause besonders hochwertig sind und eher den High-End Kunden ansprechen. So sieht es auch beim H1 aus, der quasi vollmodulare Würfel bietet Platz für viele Radiatoren, intern verbaut versteht sich natürlich. Welche Möglichkeiten das Gehäuse bereit hält, könnt ihr auf den folgenden Seiten lesen.
Leider sind durch ein kleines technisches gebrechen die Fotos der Verpackung im Daten-Nirvana verschwunden. Die Einzelteile kommen jedoch bestens in Plastik verschweißt und von Schaumstoff ummantelt in einem Karton sicher verpackt beim Kunden an.
Wie man schon an den 16 x 120mm Lüfter erkennen kann, handelt es sich hier um kein normales bzw. herkömmliches Gehäuse, sondern vielmehr um ein Case, welches den Enthusiasten, Modder oder Wakü Fan anspricht.
Die gebürsteten matt schwarzen Aluminiumteile wurden dabei bestens eloxiert und zum Teil gewissenhaft entgratet. Zum Teil deshalb, weil der Festplattenrahmen und das Mainboardtray zum Teil scharfkantig sind.
Jedes einzelne Teil lässt sich je nach Kreislauf in Sekundenschnelle demontieren. Der Vorteil, die Bastler unter uns kommen jederzeit schnell an den gewünschten Platz und können jederzeit, aus jeder Position heraus, das Gehäuse öffnen. Die Lösung mit den Thumscrews wird nicht jedem gefallen, dafür ist die Lösung praktisch, angenehm und auf lange Zeit stabil. Die Gewinde sind in Edelstahl gefasst und nicht aus Aluminium.
Normalerweise beginnen wir ja immer mit den Details, dies geht bei diesem Case leider nicht. Es wurde in Einzelteilen geliefert, womit wir diesen Cube erst einmal zusammenbauen müssen, um optische Details zu präsentieren. Leider hat es XSPC nicht geschafft, eine Bauanleitung in die Verpackung zu legen. Diese kann man sich jedoch auf der XSPC Website im PDF Format herunter laden.
Der geübte Bastler wird in dem Fall gar keine Bedienungsanleitung benötigen. Denn der Zusammenbau des Gehäuses ohne Kreislauf bzw. Hardware dauert je nach Fingerfertigkeit 45-90 Minuten. Wir hatten uns schon vor Erhalt des Gehäuses mit der Montage auseinander gesetzt und waren dadurch sehr rasch fertig.
Wir starten mit dem Boden. An diesem werden in sämtlichen Ecken stabile Räder montiert. Das "stabil" ist deswegen wichtig, weil die Lösung wirklich stabil ist und nicht halb durchdacht. Die Räder werden mit Schrauben und Gewindemuttern ordentlich fest gezogen und halten danach auch dementsprechend.
Weiter geht es dann direkt mit dem Festplattenrahmen, den man mit den beigelegten Thumbscrews in Sekundenschnelle befestigt. Hier fällt uns schon einmal das erste positive Feature auf, nämlich alle Gewinde bestehen aus Edelstahl und nicht aus Aluminium. Der Vorteil liegt natürlich klar auf der Hand, die Gewinde werden selbst nach immenser Belastung standhaft bleiben und nicht an Qualität verlieren.
Leider wurde der Festplattenkäfig nicht nach bestem Wissen und Gewissen entgratet, ein Umstand den man durchaus besser lösen hätte können.
Hat man den Käfig montiert nimmt man sich die Front zur Hand und fixiert die Seitenteile für die Frontblenden. Apropos Frontblenden, die findet man nicht im Lieferung des H1 und kauft die benötigte Stückzahl extra dazu. Ebenso ist es möglich, einen zweiten Festplattenrahmen zu installieren, welchen man beim ausgewählten Fachhändler erwerben kann.
Beim Heck montiert man einfach die Abdeckung für die Mainboard Anschlüsse und verschraubt auch diese via Thumscrews. Nach dieser kleinen Mission verschraubt man nur noch die einzelnen Seitenteile mit dem Boden des Gehäuses und ist im Prinzip fertig. Es fehlen ja nur noch die Querstreben für den Deckel.
Wenn man das Gehäuse nun zusammengestellt vor einem sieht stellt man rasch fest, dass man wirklich viel Platz hat. So viel Platz das man um eine vernünftige Planung nicht herum kommt. Freilich kann man in dem Gehäuse theoretisch 5 x 360mm Radiatoren verbauen.Jedoch sollte man auch Umbauarbeiten einplanen. Das heißt man lässt am besten eine Seite frei, um vernünftig an und vor allen Dingen in dem Gehäuse arbeiten zu können. Wir haben uns bei unserem Kreislauf dazu entschlossen, die hintere und rechte Seite frei von Radiatoren zu lassen. Diesen Platz benötigen wir für das ganze Kabelmanagment und natürlich für unsere Heatmaster, welche am Boden montiert wird.
Es gibt sicher noch mehr Möglichkeiten, diese sollten jedoch die sinnvollsten sein. Bei der Version mit 5 x 360mm Radiatoren sollte man auch auf die Dicke der Radiatoren achten und gegebenenfalls noch einmal die Abstände messen.
Bei unserer Version befindet sich in der Front ein Alphacool NexXxos UT60 360mm Full Copper, ein Phobya G-Changer 420 1.2 an der linken Seite stehend und ein NexXxos XT 45 360mm Full Copper Radiator im Deckel. In Summe bietet diese Zusammenstellung mehr Fläche als ein 1080 Nova oder Mora Radiator. Nur mit dem Vorteil dass sämtliche Radiatoren intern im Gehäuse montiert werden können.
Nach einer kurzen Planung geht auch die Endmontage recht schnell von der Hand. Nach dem Netzteil montiert man einfach das Mainboard auf dem Tray und die Harddisks bzw. SSD in deren vorgesehenen Schächten. Für eine SSD wurde extra ein Rahmen mitgeliefert. Hat man diese Kleinigkeiten einmal erledigt geht es mit den Radiatoren weiter. Wir beginnen mit dem Frontradiator und verwenden für dessen Montage nur vier Schrauben. Die Lüfter werden intern saugend montiert. Somit ziehen die Lüfter die frische Luft durch sämtliche Lamellen in den Innenraum des H1 Cubes.
Den Phobya G-Changer 420 1.2 kleben wir einfach mit Klettband an der linken Bodenseite fest. Hier sind die Alphacool Klettbänder sehr gut, wir kennen keine äquivalenten Produkte die auch nur annähernd so gut kleben und flexibel sind. Die Lüfter werden blasend montiert, da der Radiator frei im Gehäuse steht und die frische Luft erst einmal durch die Schlitze ansaugen muss.
Nachdem wir jetzt fast alles montiert haben, kommt noch schnell der CPU- und Grafikkartenkühler dran. Am Schluss wird noch der Alphacool NexXxos XT45 360mm FC Radiator am Deckel montiert. Grundsätzlich sind wir abgesehen von der Verschlauchung mit der Montage fertig. Den Durchflussmesser und unsere Laing DDC- 1T+ richten wir noch passend aus und komplettieren unseren Kreislauf.
Bei der Verschlauchung verwenden wir Masterkleer 13/10 transparent. Die Verschlauchung geht nach unserer Vorbereitung recht schnell von der Hand. In Summe sollte man für die komplette Montage mehrere Stunden einplanen. Je nach Kreislauf kann sich die Montage in deren Komplexität unterscheiden.
Wir haben das Gehäuse mit fernbedienbaren Phobya RGB Flexlights bestückt und viele Bilder in unterschiedlichen Farben gemacht. Es wurden auch unterschiedliche Kühler und AGB´s verwendet. Die Flexibilität, Optik und natürlich auch Haptik suchen Ihresgleichen.
Am Tag kommt diese Farbgebung fast schon zu bunt, aber so wie es dunkel wird, ergeben sich aus dem leuchtenden Gelb in Verbindung mit dem kräfigem Blau interessante Kontraste.
Auch an diesen Bildern sieht man die praktischen Vorteile der beiden perfekt positionierten Sichtfenster. Die verbaute Hardware, in Verbindung mit der Wasserkühlung werden dadurch noch mehr in den Mittelpunkt gerückt.
Wir finden auch die äußerliche Erscheinung sehr angenehm und edel.
Wie man sieht sind bei dieser Art von Gehäuse der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Als Wasserfarben kamen neben dem Primochill Bloodred auch Primochill Steel Blue und das Aquatuning UV-Blau Wasser zum Einsatz.
Natürlich wollten wir auch die Leistungsfähigkeit testen und haben demensprechend die Werte ausgemessen. Hier haben wir uns von unseren Radiatoren Testeinstellungen leiten lassen und mit langsamen, mittleren und schnellen Drehzahlen die Leistung gemessen. Einen direkten Vergleich mit dem Corsair 800d oder Xigmatek Elysium ersparen wir uns aufgrund des komplett unterschiedlichen Testaufbaues.
Bei der Überwachung setzen wir auf die Heatmaster aus dem Hause Alphacool. Wir überwachen damit die Casetemperaturen und natürlich auch die Wassertemperatur um Delta-T Werte zu ermitteln.
Sämtliche Temperatursensoren wurden mit einem Würth Industriethermometer kalibriert um genaue Ergebnisse zu erhalten.
Als Wärmeleitpaste kommt unser Testsieger, die Phobya HeGrease, zum Einsatz. Die Paste wurde mit einer Kreditkarte hauchdünn auf den Heatspreader der CPU aufgetragen.
Als Software zur Belastung der CPU und zur Überwachung der Temperaturen und Drehzahlen verwendeten wir:
Das Sytem wird von der stark übertakteten CPU mit Prime 95 eine Stunde lang belastet. Prime fixieren wir dabei auf 12K damit es zu keinen Schwankungen kommen kann. Als Drehzahlbereich verwenden wir 500/800/1250 Umdrehungen - ein Drehzahlbereich welcher die wichtigste Bandbreite abdeckt und verwertbare Rückschlüsse zulässt. Das ganze wird dreimal wiederholt und der beste Wert herangezogen. Wir verwenden dabei die Wassertemperatur und ziehen diese von der Umgebungstemperatur ab. Um das ganze bis auf die Spitze zu treiben verwenden wir bei der Umgebungstemperatur den Durchschnittswert welcher von unserer Heatmaster genau aufgezeichnet wird.
Wie man an den Messungen sieht, braucht sich das XSPC H1 Gehäuse mit diesem Kreislauf auch vor potenten externen Lösungen nicht verstecken. Die Leistung, die unsere Kombination bringt, ist für einen internen Kreislauf über jeden Zweifel erhaben.
Dies war ein sehr umfangreicher Test, für den wir auch viel Zeit benötigt haben. Sicherlich nicht für die Messungen, sondern vielmehr für die Montage, welche wir aufgrund der unterschiedlichen Wasserfarben und Kühlern mehrmals durchführten. Ein Umstand, der uns dieses Gehäuse sehr gut näher gebracht hat. Aber beginnen wir nun mit unserer Bewertung.
Wie man sieht, ist nicht alles Gold was glänzt. Man darf nicht vergessen das es sich hier um ein Gehäuse handelt welches aktuell um ca. 400 € seinen Besitzer wechselt. Dabei sind jedoch noch keine 8 Laufwerksblenden inkludiert. Auch ist es nicht perfekt entgratet, eine Sache die bei den kommenden Versionen noch optimiert werden muss. Genauso sieht es auch mit der fehlenden Montageanleitung aus, welche man sich zwar ausdrucken kann, aber zu dem Preis schon dabei sein muss.
Nachdem wir mit den negativen Teilen dieses Tests nun fertig sind, geht es mit den positiven weiter. Das XSPC H1 Cube Case bietet immense Möglichkeiten. Uns sind nur Mountain Mods Gehäuse bekannt, welche ähnlich flexibel aber doch empfindlich teurer sind. Man kann in dieses Gehäuse wirklich seinen Traum High-End Rechner installieren, ohne dabei auf eine externe Lösung zu setzen. Wer wirklich das Optimum will kann 3 x 5-360mm Radiatoren montieren. Wer es exklusiv möchte nimmt 2 x 420mm Radiatoren und installiert diese seitlich stehend im Gehäuse. Auch der neue Watercool HTF 4 Radiator geht sich mit den eigenen Stands stehend, intern im Gehäuse aus. Auf den 360mm Front- oder Deckel-Radiator braucht man bei dieser Konstellation nicht verzichten.
Nun stellt sich die Frage für wen wurde das Gehäuse gebaut? Unserer Meinung nach ist das XSPC H1 ein Cube welcher primär für den Enthusiasten oder High User, der weiß was er möchte, gedacht ist. Für diese Art von User ist das XSPC H1 das optimale Raum- und Kühlwunder und verdient sich dadurch unseren Hardwaremax Enthusiast Award. Der Award rechtfertigt sich durch die Flexibilität, die Stabilität und natürlich die Exklusivität, welche alleine durch die matt eloxierte Oberfläche eine gewisse Krönung darstellt. Auch die internen Kühlungsmöglichkeiten suchen in dieser vorbereiteten Form ihresgleichen. Nebenbei wurden noch 2 Acryglasscheiben perfekt in Position gebracht um seine Hardware zu betrachten. Das sind die Kleinigkeiten die das XSPC H1 Cube-Monster liebenswert macht und die kleinen Fehler fast vergessen lässt.

Für Fragen steht euch wie immer unser Forum zur Verfügung.
Ein großes Dankeschön geht in dem Fall an XSPC und Aquatuning die uns bei diesem Test mit Samples unterstützt haben.
guter Artikel!!!!!!
aber mit ein bisschen Gechick kann man hier auch 2 Rechner einbauen. Vorbereitet ist es für ATX.
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