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Gehäuse


Erstellt am 09. November 2011

altUnter der Marke Cooltek vertreibt der bekannte Onlineshop PC-Cooling neben Lüftern, CPU-Kühlern und diversem Luftkühlungs-Zubehör auch Gehäuse.In diesem Test werden wir euch das Cooltek Timaios vorstellen, welches besonders durch die beiden USB 3.0 Anschlüsse, den vier Lüftern samt Steuerung sowie dem Kampfpreis von rund 55€ auf sich aufmerksam macht. Auf den nächsten Seiten werden wir klären, ob das Timaios im heiß umkämpften Gehäusemarkt der unteren Mitteklasse vorne mitmischen kann.

altUnter der Marke Cooltek vertreibt der bekannte Onlineshop PC-Cooling neben Lüftern, CPU-Kühlern und diversem Luftkühlungs-Zubehör auch Gehäuse.In diesem Test werden wir euch das Cooltek Timaios vorstellen, welches besonders durch die beiden USB 3.0 Anschlüsse, den vier Lüftern samt Steuerung sowie dem Kampfpreis von rund 55€ auf sich aufmerksam macht. Auf den nächsten Seiten werden wir klären, ob das Timaios im heiß umkämpften Gehäusemarkt der unteren Mitteklasse vorne mitmischen kann.

Details

Technische Daten:

  • Maße: 190 x 476 x 488 mm (B x H x T)
  • Material: 0.6 mm Stahl, Kunststoff
  • Farbe: schwarz mit weißem LED Lüfter
  • Masse: 6.7 kg
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX
  • 1x 140 mm (Front, 900 U/min vorinstalliert, mit weißen LEDs)
  • 1x 120 mm (Rückseite, 900 U/min, vorinstalliert)
  • 2x 120 mm (Deckel, 900 U/min, vorinstalliert)
  • 2x 120 mm (Seite, optional)
  • 1x 120 mm (Boden, optional)


Die vier vorinstallierten Lüfter stammen aus eigenem Hause und besitzen eine Rahmenbreite von 120 mm auf der Rückseite und auf der Oberseite bzw. 140 mm in der Front. Die Maximaldrehzahl der Lüfter beträgt jeweils 900 U/min, was unserer Meinung nach einen guten Kompromiss aus solider Kühlleistung und relativ geringer Lautstärke darstellt. Die Standardbelüftung ist für ein Gehäuse dieser Preisklasse hervorragend dimensioniert und in der Praxis konnten die Lüfter durch einen nahezu nebengeräuschfreien Lauf überzeugen.

 

Laufwerke und Erweiterungsslots:

  • 4x 5.25" (extern)
  • 1x 3.5" (extern im 5.25" Schacht)
  • 4x 3.5" oder 2.5" (intern)
  • 7 Erweiterungsslots

 

Features und Frontanschlüsse:

  • Staubfilter in der Front, beim Netzteil sowie dem Bodenlüfter und auf der Oberseite
  • Entkoppeltes Netzteil
  • Frontaudio (Audioausgang, Mikrofoneingang)
  • Zwei USB 2.0 Anschlüsse
  • Zwei USB 3.0 Anschlüsse (werden an das I/O Panel des Mainboards angeschlossen)
  • 2-Kanal Lüftersteuerung mit stufenloser Einstellung (Stillstand bis 12V)


In das Gehäuse ist eine Lüftersteuerung für vier Lüfter mit zwei Kanälen integriert. Pro Kanal können zwei Lüfter angeschlossen werden, sodass alle vier Gehäuselüfter geregelt werden können. Die beiden Potentiometer auf der Oberseite erlauben erfreulicherweise eine stufenlose Einstellung. Besonders positiv muss man an dieser Stelle hervorheben, dass man die Lüfter bis zum Stillstand regeln kann, was sehr praktisch ist, wenn man bei geringer Auslastung des PCs (z.B. Internet oder Office) auf die Gehäusebelüftung verzichten kann und absolute Ruhe haben möchte.
 

Mit dem äußeren Erscheinungsbild geht es auf der nächsten Seite weiter.

Optik außen

Das äußere Erscheinungsbild des schwarzen Gehäuses ist durch viel Mesh und den weiß leuchtenden Frontlüfter geprägt.
Die Oberseite des Gehäuses ist durch die eigenständige Formgebung des Deckels sowie den großen Drehknöpfen zur Regelung der Lüfterdrehzahl gekennzeichnet.
Im linken Seitenteil sind zwei Öffnungen für 120 mm Lüfter vorgesehen. Natürlich schließen beide Seitenteile perfekt ab, wobei auf einigen Fotos das linke Seitenteil versehentlich leicht geöffnet war, da wir das Gehäuse direkt nach dem Auspacken abgelichtet und die Thumbscrews der Seitenteile nicht fest gezogen haben. 



Sowohl der Power- als auch der Reset-Button leuchten weiß und sind in der Front angebracht. Beide Knöpfe sind beleuchtet, wobei die Power-Button-LED als Power-LED und die Reset-Button-LED als HDD-LED fungiert.
 

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Um die Lüfter auf der Oberseite wechseln zu können, muss der mit Mesh versehene Deckel aus Kunststoff entfernt werden. Dazu müssen lediglich sechs Kunststoffhaken ausgehängt und der Deckel abgenommen werden - ein Werkzeug ist dazu also nicht nötig.



Im Lieferumfang befindet sich neben der Anleitung, drei weißen Kabelbindern und silbernen Schrauben auch ein Speaker sowie eine Vorrichtung, mit der unter der Zuhilfenahme eines Verhängeschlosses das Gehäuse zugesperrt werden kann.
 

Mit dem Innenraum geht es direkt weiter.

Optik innen

Das Gehäuse ist sowohl innen als auch außen schwarz lackiert, wobei die Oberfläche nicht spiegelglatt sondern etwas rau ist, wodurch man nicht sofort jeden einzelnen Fingerabdruck sieht.
 


Leider werden die Festplatten nicht entkoppelt, dafür können sämtliche 3.5" und 5.25" Laufwerke werkzeuglos montiert werden, was in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist.
Die weißen Akzente verleihen dem Innenraum eine edle Note, wobei die nicht gesleevten Kabel für das Mainboard und die Lüftersteuerung nicht so recht ins Bild passen, jedoch sind diese Kabel selbst bei vielen über 100€ teuren Gehäusen nicht ummantelt.

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Hinter dem Mainboardtray ist sehr wenig Platz, sodass es schwierig ist, viele Kabel dort zu verstecken. Das dicke 24-polige Kabel für die Stromversorgung des Mainboards konnte nicht hinter dem Mainboard verlegt werden, alle dünneren Kabel haben hingegen Platz, wobei man stets darauf aufpassen muss, dass sich die dicken Kabel nicht allzu oft kreuzen, da sich sonst das Seitenteil nicht mehr schließen lässt.



Auf den Bildern ist gut zu erkennen, dass die Ingenieure von Cooltek an viele große Kabelöffnungen gedacht haben. Der Staubfilter im Boden besteht aus einem feinen Kunststoffgewebe lässt sich im Gegensatz zu den im Deckel sowie in der Front angebrachten Filtern aus Schaumstoff problemlos wechseln. 

Unserer Ansicht nach sind Staubfilter bei ausblasenden Lüftern auf der Oberseite nicht sinnvoll, da die Filter den Airflow reduzieren und deshalb nur dort angebracht werden sollten, wo sie sinnvoll ist - bei einsaugenden Lüftern.


Wie gut sich die Hardware in den unter 7 kg leichten Midi-Tower einbauen lässt, klären wir auf der nächsten Seite.

Montage und Eindrücke

Im Auslieferungszustand waren bereits sechs der neun notwendigen Abstandhalter für ATX Mainboards vorinstalliert, was die Montagedauer etwas verkürzt.
Wer nun erwartet, dass sich drei weitere herkömmliche Abstandhalter im Lieferumfang befinden irrt, denn es sind nur zwei an der Zahl.
Der letzte Abstandhalter ist aus Kunststoff und hat den Sinn, dass man das Mainboard lediglich auf den Mainboardtray legen muss und es nicht mehr verrutschen kann, da der Abstandhalter aus weißem Plastik die Hauptplatine im liegenden Zustand an Ort und Stelle hält, da die Spitze des Abstandhalter durch das Befestigungsloch des Boards dringt.
 


Die 3.5" Festplatten können wie bereits erwähnt ohne Werkzeug im Festplattenschlitten aus dünnem Metall befestigt werden, wohingegen 2.5" Laufwerke wie zum Beispiel SSDs mit dem Schlitten verschraubt werden.
Wir haben bei der Installation der Hardware den unteren Festplattenschlitten aus dem Gehäuse entfernt, um zumindest etwas Platz zum Verstauen der Kabel zu gewinnen.
 

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Eine Kabeldurchführung im Bereich der linken unteren Mainboardecke sucht man ebenso wie eine Durchführung für das 8-polige Kabel zur Stromversorgung der CPU vergeblich.
Im Vergleich zu anderen ähnlich teuren Gehäusen ist die Stabilität sehr gut und die Verarbeitung ist auch als solide zu bezeichnen - scharfe Kanten sucht man vergeblich.



Erfreulicherweise wurden Schnellspanner aus weißem Kunstoff für die Slotblenden umgesetzt, die ihre Funktion einwandfrei erfüllen, was einen schnellen Wechsel der Erweiterungskarten ermöglicht. Um in der Front in den Genuss von zwei USB 3.0 Schnittstellen zu kommen, müssen die beiden Kabel von vorne nach hinten zum I/O Panel des Mainboards geführt werden. Dazu wurden zwei Slotblenden mit einer Öffnung für die Kabel in den Lieferumfang gepackt, wobei nur eine derartige Slotblende notwendig wäre, da durch eine Slotblende beide USB 3.0 Kabel passen, wie auf unseren Fotos zu erkennen ist. Außerdem befindet sich auch eine herkömmliche Ersatz-Slotblende im Lieferumfang, die man in der Regel aber nicht benötigen wird.

Das Testsystem sowie die gemessenen Temperaturen werden auf der nächsten Seite vorgestellt.

Temperaturen

Das Testsystem besteht aus folgender Hardware:

  • Intel 2500K @4.6 Ghz @1.35V
  • Sapphire HD 6850 @Gelid Icy Vision (übertaktet, GPU auf 950 Mhz bei Standardspannung, VRam auf 1150 Mhz)
  • Kingston Value Ram 2x4GB 1333Mhz CL9
  • OCZ Agility 3 60GB
  • Western Digital Green 750 GB
  • Seasonic X-Series 650W
  • Windows 7 64 Bit Service Pack 1


Bei den Temperaturmessungen wurde das System gleichzeitig mit Prime95 und Furmark ausgelastet, um sowohl die CPU als auch die Grafikkarte zu 100% auszulasten, sodass sich die Leistungsaufnahme bei 295 Watt einpendelte.



Besonders bei hohen Verlustleistungen spielt die Belüftung des Gehäuses eine sehr wichtige Rolle und es stellt für die Gehäuse eine große Herausforderung dar, die Abwärme schnell abzuführen um ein Aufheizen des Gehäuses zu vermeiden.
Die CPU wurde bei diesem Test von einem Prolimatech Armageddon gekühlt, für den Luftstrom durch die Lamellen sorgte ein Prolimatech Vortex 140mm Lüfter.Die Gehäuselüfter sowie der CPU-Lüfter wurden dabei stets mit voller Drehzahl betrieben, die 92mm Lüfter des Gelid Icy Vision (Hardwaremax-Test) liefen dabei mit 1600rpm.

Die Kühlleistung ist für ein Gehäuse dieser Preisklasse erstaunlich gut. Sowohl der Prozessor als auch die Grafikkarte werden besser als bei den anderen bisher getesteten Gehäusen in dieser Preisklasse gekühlt und auch die teureren gedämmten Gehäuse können nicht ganz mithalten.


Auf der nächsten Seite werden wir näher auf die Akustik des Gehäuses eingehen.

Lautstärke

Inzwischen haben wir schon viele Gehäuse dem neuen Testparcours unterzogen, sodass sehr gute Vergleichsmöglichkeiten gegeben sind.


 Bei 12V drehen die Lüfter folgendermaßen:

  • Gehäuselüfter auf 12V
  • CPU-Lüfter auf 12V
  • Gelid Icy Vision @1400rpm
 

Bei 7V drehen die Lüfter folgendermaßen:

  • Gehäuselüfter auf 7V
  • CPU-Lüfter auf 7V
  • Gelid Icy Vision @800rpm
     

Hier sind Audio-Files bei 12V (ist jeweils das erste Audiofile) und bei 7V (jeweils zweites Audiofile):

 

anidées AI-6:


Bitfenix Raider:

Bitfenix Shinobi XL:

Cooltek Timaios:

Fractal Design Define R3
:

Fractal Design Define XL:

Hanjung TR 310
:

Lancool PC-K9X:

NZXT H2:

NZXT Phantom 410
:

SilverStone Fortress FT02
:

Xigmatek Midgard II
:


 

Das Mikrofon hatte bei der Aufzeichnung der Audio-Files einen Abstand von 20 Zentimeter zur linken, oberen Gehäusespitze auf der Vorderseite.
Den Schalldruckpegel in db(A) messen wir mit dem beliebten Voltcraft SL-100 Schallpegel-Messgerät.
Pro Tabellenwert werden drei Messungen gemacht, einmal von der linken Seite, einmal von vorne und einmal von oben.
Der Messabstand beträgt dabei jeweils 20 Zentimeter und es wird der Mittelwert der drei Messungen in die Tabelle eingetragen.



Der gemessene Schalldruck bei 7V stellt einen neuen Bestwert dar und auf 12V muss sich das Cooltek Timaios lediglich dem gedämmten Fractal Design Define R3 geschlagen geben.
Die vier Standardlüfter konnten in der Praxis durch ihre silenttauglichkeit durchweg überzeugen, doch wir wollen euch bei diesem subjektiven Thema nicht beeinflussen und würden euch dazu raten, euch die Audiofiles selber anzuhören.


Nun kommen wir zum abschließenden Fazit.

Fazit

Abschließend fassen wir die Vor- und Nachteile des Cooltek Timaios nochmals kurz zusammen:
 

Negative Aspekte des Cooltek Timaios:

  • Schmale Bauweise bei sehr hohen Towerkühlern problematisch
  • Kabel können nicht gut versteckt werden
  • Hinter dem Mainboardtray ist wenig Platz vorhanden
 

Positive Aspekte des Cooltek Timaios:

  • Vorhandener Staubschutz
  • 2-Kanal Lüftersteuerung mit der die Lüfter bis zum Stillstand gedrosselt werden können
  • Zwei Front USB 3.0 Anschlüsse
  • Solide Verarbeitung
  • Gute Verwindungssteifigkeit
  • Erstaunliche Kühlleistung
  • Silenttaugliche Standardlüfter
  • Weitgehend werkzeuglose Montage
  • Hervorragendes Preis-Leistungs Verhältnis

 
Die drei im Fazit erwähnten Kritikpunkte des Cooltek Timaios sind allesamt der geringen Breite von 19 cm geschuldet - hier würden zwei Zentimeter mehr Platz viel bringen. Auf der postiven Seite ist besonders die Belüftung mit den vier silenttauglichen Standardlüftern samt sehr guter Lüftersteuerung sowie kühlen Temperaturen zu nennen. Außerdem weiß es durch die solide Verarbeitung und den beiden Front USB 3.0 Anschlüssen zu gefallen. Zusammenfassend lässt sich über das Cooltek Timaios festhalten, dass es ein attraktives Gesamtpaket mit sehr guter Kühllösung und reichhaltiger Ausstattung zu einem überraschend niedrigen Verkaufspreis von nur 55€ darstellt.

Deshalb zeichnen wir das Cooltek Timaios mit dem Silver-, Preis-Leistungs- und Silent-Award aus:


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Abschließend möchten wir uns noch bei PC-Cooling, wo es für 54.90€ lagernd ist, für die Bereitstellung des Gehäuses bedanken.


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Weiterführende Links:

Cooltek Timaios bei PC-Cooling
Cooltek Timaios im Preisvergleich
Cooltek Timaios Herstellerlink
Cooltek Homepage


Ähnliche Tests:

 

XSPC H1
Bitfenix Colossus
Fractal Design Arc Midi
Fractal Design Define R3
Hanjung TR 310
NZXT H2
Unsere Gehäusereviews

Kommentare
Re: Test: Cooltek Timaios -- mapim
Wednesday, 09 November 2011 12:21
Für den Preis geht das Case noch in Ordnung finde ich, aber meinen Geschmack trifft es optisch nicht so recht. Die Lueftersteuerung find ich aber ganz nett gemacht, die Potis auf dem...
Re: Test: Cooltek Timaios -- evomod
Wednesday, 09 November 2011 19:31
Wie schon geschrieben ist das Case für den Preis ganz ok.Mir persönlich gefällt das Design nicht (vorallem die unschönen...
Re: Test: Cooltek Timaios -- dorndi
Friday, 11 November 2011 00:34
Das Design ist natürlich Geschmackssache - ich persönlich bevorzuge ein schlichtes Design wie zum Beispiel bei den Lian Li Gehäusen. Anderen hingegen...
Re: Test: Cooltek Timaios -- CoXxOnE
Friday, 11 November 2011 06:37
Naja das Gehäuse ist ganz nett, mal was anderes im p/l Segment.
Trotzdem würde ich ein schlichteres Design vorziehen.
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