CPU Kühler
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Mit dem Silver Arrow ITX-R präsentiert Thermalright eine kompaktere Version des ursprünglichen Silver Arrow ITX. Besonders die Höhe wurde drastisch reduziert und ermöglicht es nun einen Twin-Tower auch in kleineren Gehäuse unterzubringen. Wir haben geschaut, wie sich der Kühler gegen die größere und kleinere Konkurrenz schlägt.


Verpackung und Lieferumfang 

Das Verpackungsdesign weicht von den üblichen Thermalright-Kartons ab. Statt einem farbigen, bedruckten Karton, wird der Silver Arrow ITX-R in einer schlichten Umverpackung mit aufgedrucktem Produkttitel geliefert. Es gibt weder ein Produktfoto noch Details zu sehen, lediglich die kompatiblen Sockel sind aufgelistet. Im Inneren ist der Kühler und das Zubehör sorgfältig in Schaumstofffächern platziert. Das Montagematerial ist mit einer dunklen Nickelschicht bersehen worden. Zusätzlich gibt es eine Spritze mit Wärmeleitpaste, einen kleinen Schraubenschlüssel, ein sehr gutes Handbuch und dünne Handschuhe. Letzte verhindern Fingerabdrücke bei der Montage und dank der genoppten Unterseite kann man damit recht gut arbeiten. Eine schöne, aber auch fast schon notwendige Zugabe, wie wir sehen werden. Auch ein zweites Paar Lüfterklammern gibt es, um den Kühler weiter aufzurüsten.

Technische Details

Thermalright Silver Arrow ITX-R

 Maße ohne Lüfter (H x B x T)  150 x 153 x 103 mm 
 Maße mit Lüfter (H x B x T)  150 x 153 x 103 mm
 Material  Kupfer, Aluminium, Nickel 
 Gewicht  660 g (mit Lüfter)
 Heatpipes  6 x 6 mm
 Kompatibilität  Intel

 775/1366/1156/1155/1150/1151/2011-3

 AMD

 AM2/AM2+/AM3/AM3+/FM1/FM2/FM2+

 Derzeitiger Preis  ab ca. 75€ (UVP)

Die dunkle Nickelschicht befindet sich auch auf dem eigentlichen Kühlerkörper, was den Silver Arrow ITX-R optisch aufwertet und ungemein ansprechend macht. Im Allgemeinen handelt es sich bei dem ITX-R um einen Twin-Tower Kühler im 120 mm Lüfterformat (ungefähr), der mit den Maßen von 150 x 153 x 103 (H x B x T) sicher zu den kleinsten dieser Gattung gehört, wenn auch nicht der Kleinste ist. Streng genommen ist er sogar im 130 mm Lüfterformat, also 10 mm über dem bekannten Standard. Hier ergibt sich die größte Schwäche des ITX-R. So hat der Lüfter zwar in einer Dimension standardkonforme 120 mm Bohrungen, doch in der anderen stehen sie enger beieinander. Dies hat zur Folge, dass der Lüfter nicht gegen ein beliebiges Exemplar getauscht werden kann und auch bei der Ergänzung um einen weiteren Lüfter ist man auf das herstellereigene Format angewiesen. Steht der benötigte Platz zur Verfügung, könnte aber gerade ein Twin-Tower von einem weiteren Lüfter profitieren.

Gegenüber dem normalen Silver Arrow ITX wurde die Größe deutlich reduziert und so noch weiter auf kompakte Gehäuse/Systeme angepasst. Klar sollte jedoch sein, dass der ITX-R kein kompromissloser Mini-ITX Kühler für Systeme mit maximaler Kompaktheit ist, sondern sich eher an ambitionierte, aber nicht ganz so kleine Systeme richtet. Hier wird eine möglichst große Kühlfläche klar in den Vordergrund gestellt. Aber auch Besitzer kleinerer mATX und ATX Gehäuse profitieren von der geringen Bauhöhe, wie beispielweise das View 27 mit max. 155 mm Kühlerhöhe vor einiger Zeit in unserer Redaktion gezeigt hat.

Die geringe Tiefe erreicht der Silver Arrow ITX-R zum einen durch den mittig platzierten Lüfter, aber auch durch die sehr schmale Bauform der einzelnen Kühltürme an sich, welche zudem sehr dicht beieinander stehen. Dafür kommen sie auf eine Breite von verhältnismäßig üppigen 153 mm und sind damit um Einiges breiter als der verbaute 130 mm Lüfter. Um die Kompatibilität zu erhöhen sind die Lamellen an der Unterseite abgestuft und geben damit vor allem dem Arbeitsspeicher mehr Platz, wenn der Kühler um 90 Grad (Lüfter nach oben gerichtet) gedreht montiert wird. Thermalright hat dabei vor allem auf die Kombination mit den beliebten Asus Maximus Boards geschaut, andere Kombinationen sollten also unbedingt vorher überprüft werden. Bei gedrehter Montage sollte es jedoch nicht zu Problemen kommen, auch wenn der der Kühler gerne noch etwas schmaler sein dürfte.

Auch im oberen Bereich sind die Lamellen abgestuft und zudem mit einem spitzen, zackigen Design versehen, das dem Kühler einen sehr aggressiven Look verleiht, der gut zu Gamer-Systemen passt. Insgesamt bringt es der Silver Arrow ITX-R auf 41 Lamellen mit einem Abstand von ca 2 mm, die im Doppel sicherlich einiges an Luftwiederstand darstellen. Um die Wärmeabfuhr kümmern sich gleich sechs 6 mm Heatpipes, welchen ebenfalls mit dunklem Nickel beschichtet wurden. Das gilt auch für die große, leicht konkave Grundplatte, die sich besonders an die konvexen Intel-CPUs schmiegen soll.

Bei der Verarbeitung hat sich Thermalright nicht lumpen lassen. Die Beschichtung und die Oberfläche allgemein ist fantastisch gelungen, ist aber leider sehr anfällig für hartnäckige Fingerabdrücke. Die Handschuhe sind also unbedingt zu tragen, wenn man Wert auf ein sauberes Erscheinungsbild legt. Auch die Lamellen begeistern uns. Sie sind stabil, frei von Rückständen und scharfen Kanten. Insgesamt merkt man jederzeit, dass man ein hochpreisiges Produkt für hohe Ansprüche in den Händen hält.

 

Lüfter

Technische Details

TY 129

 Maße  130 x 130 x 25 mm
 Bohrungen  120 mm
 Anschluss  4 Pin (PWM)
 Regelbereich

 300 - 1300 U/Min

 Lautstärke  21 - 33 dB(A)
 Luftdurchsatz  94,8 m³/h
 statischer Druck  k.A.
 Rotorblätter  7
 Lager  FDB

Der Lüfter verfügt mit 130 mm Rahmenbreite Maße außerhalb der Norm. Die Bohrungen sind leider nur in einer Dimension zum 120 mm Standard kompatibel und somit kann der Lüfter mit den vorhandenen Klammern nicht gegen ein beliebiges Modell getauscht werden.

Die roten Flügel stehen ganz im Zeichen der Asus RoG-Reihe und unterstreichen die Anpassung auf eben diese Mainboards. Der Drehzahlbereich liegt bei 300-1300 U/Min, was für einen kleinere Lüfter eher zurückhaltend ist. Die Fördermenge liegt bei recht hohen 95 m³/h, was sicherlich auch dem höheren Durchmesser zu verdanken ist. Der Schalldruckpegel soll bei 21 - 33 dB(A) liegen.


Montageablauf auf einem Sockel 2011(-3) System

  • Eindrehen der Abstandshalter in den Sockel
  • Auflegen und fixieren des Rahmen in gewünschter Ausrichtung
  • WLP auftragen
  • Montagebügel über Grundplatte des Kühler legen und diesen positionieren
  • Kühler mittel Kreuzschlitzschrauben befestigen
  • Lüfter anbringen und anschließen

Je nach Sockel werden Abstandhalter auf die Schrauben oder direkt in den Sockel geschraubt. Bei Intel kann dann der Rahmen wie gewünscht ausgerichtet werden und somit die Ausrichtung des Kühler bestimmt werden. Gerade bei mITX/mATX Boards kann man so effektiv Platzproblemen aus dem Weg gehen. Der Rahmen wird mit vier Kreuzschlitzschrauben befestigt. Jetzt könnte bereits der Lüfter und anschließend der Kühler auf dem Rahmen montiert werden. Mittels des Schraubenschlüssels können dabei die vom Lüfter verdeckten Schrauben angezogen werden. Abhängig vom Platz finden wir es allerdings leichter, zunächst den Kühler bequem per Schraubdreher zu montieren und erst dann den Lüfter festzuklemmen.

Die Montage wäre noch einfach, wenn die Lüfterklammern komfortabler wären. Da sie von allein weder am Lüfter noch am Kühler halten, ist das einhaken eine lästige Arbeit, mit den Handschuhen umso mehr. Hier würden wir uns Verbesserung wünschen. Davon ab, ist an dem Montagesystem nichts auszusetzen!


 

Testsystem

 Mainboard

 Asrock X79 Extreme 6

 Prozessor

 Intel Ivy Bridge E i7-4820K

 Arbeitsspeicher

 3 x 2GB mushkin essentials

 Grafikkarte

 Sapphire HD7770 GHz Edition

 SSD

 OCZ Vertex2

 Netzteil

 Seasonic X650

 Gehäuse

 Fractal Design Define R4

 Gehäuselüfter

 3 x Bequiet Silent Wings

 Wärmeleitpaste

 Prolimatech PK3-30 Gramm Tube

 Referenzlüfter

 Phanteks PH-F140TS und Noctua NF-F12

 Überwachung

 Aquaero5 XT

Mainboard:
Das von Asrock stammende X79 Mainboard steht für Zuverlässigkeit und Stabilität, also genau das Richtige um langfristig vernünftige Kühlertests zu schreiben.

Prozessor:
Intels Ivy-Bridge E 4820K stellt einen Quadcore mit 130W TDP für Übertakter dar. Mit dem offenen Multiplikator lassen sich problemlos Taktraten weit außerhalb der Spezifikationen erreichen. Im Gegensatz zu unserem Vorgänger, dem i5 3570k, lassen sich dank der höheren Abwärme deutlich größere Differenzen bei Kühlertests erreichen. So gestalten sich unsere Tests noch aussagekräftiger als zuvor.

Arbeitsspeicher:
Hier greifen wir auf Mushkin Essentials im QuadPack zurück. Dieser lässt sich massiv übertakten und kommt mit einer Höhe von nur 3cm daher. Somit greifen wir auf eine sehr niedrige Produktionshöhe um eventuellen Kompatibilitätsproblemen bei Kühlertests aus dem Wege zu gehen.

Gehäuse:
Mit dem Fractal Design Define R4 nutzen wir eines der wohl beliebtesten Midi-Tower Gehäuse. Es ist außerdem aufgrund seiner Lüftermontagemöglichkeiten und immensen Breite für Lüfter Tests bestens geeignet.

Gehäuselüfter:
Mit den Bequiet Silent Wings 2 in der 140mm Version, greifen wir auf aktuelle Referenzlüfter zurück. Die Lüfter lassen sich nicht nur einwandfrei via. Aquaero 5 regeln, sondern sind auch auf maximaler Drehzahl angenehm ruhig und leise. Wir haben davon einem in der Gehäuse front, sowie im Heck und im Deckel montiert.

Wärmeleitpaste:
Es kommt immer öfters vor das es bei Wärmeleitpasten unterschiedliche Chargen gibt. Damit wir auch bei der Wärmeleitpaste keine Schwankungen befürchten müssen, greifen wir auf eine 30 gr. Tube Prolimatech PK3 zurück.

Überwachung:
Damit es bei unseren Messungen keine bösen Überraschungen gibt, nutzen wir Aquacomputers Aquaero5 zur Überwachung der Temperaturen. Neu an der Aero5 ist die Möglichkeit Softwaresensoren einzubinden. Die ermöglichen es uns, den ganzen Testlauf via. Diagramm zu beobachten und im Anschluss auszuwerten. Selbstverständlich überwachen wir damit auch die Gehäuseumgebungstemperaturen. Kalibriert wurde die Aquaero5 mit einem Würth Infrarotthermometer der auch in der Industrie Anwendung findet.

Wie immer legen wir enormen Wert auf praxisnahe Tests, sprich die Tests werden wieder im Gehäuse und nicht auf einem Benchtable durchgeführt, da der Einsatz im privaten Bereich von Benchtables extrem rar gesät ist. Das bedeutet für uns zwar deutlich mehr Aufwand, spiegelt aber nun mal genau das wieder was der User zuhause nutzt und umgehen somit eine Verzerrung der Testergebnisse.

Ablauf und Messungen

Temperatur
Damit wir den einzelnen Kühlkörper im Auslieferungszustand auf seine Leistungsfähigkeit hin zuordnen können, wird jeder Kühler mit seiner Standardausstattung, wie Lüfter und Wärmeleitpaste mit dem auf 4.3 GHz übertakteten Prozessor gemessen. Dabei arbeiten die Gehäuselüfter sowie die Lüfter der Kühler auf 5,7 und 12 Volt. Wir haben uns deswegen für diese Spannungen entschieden, weil es dafür auch die nötigen Adapter gibt. Haben wir diese Testläufe zu Ende gebracht, werden die Kühler auch mit Referenzlüftern und Referenzwärmeleitpaste gemessen. Dabei nutzen wir Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper, Noctuas NF-F12 120mm für 120mm Kühlkörper und Noctuas NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper. Mit diesen Messungen stellen wir die absolute Rohleistung der Kühler fest, da hier für alle Kühler die gleichen Regeln gelten. Die Referenzmessungen werden mit 4.3 GHz @ 1.26 Volt und 3.9 GHz @ 1.01 Volt durchgeführt.

Wobei wir beim 3.9 GHz Setting nur auf einen Lüfter zurückgreifen. Die Drehzahlen der Lüfter belaufen sich hierbei auf 550, 900 und 1300 U/min.

Einen Semipassiv-Test bei dem lediglich die Gehäuselüfter auf 300 U/min laufen, vollziehen wir ausschließlich bei Kühlern, die für einen Passivbetrieb ausgelegt sind.

Zusammengefasst besteht der Parcours aus 3 Rubriken mit je 3 Tests und eine Rubrik mit 2 Tests:

Rubrik 1)
Messungen bei 4,3Ghz und Standardausstattung

  • 5Volt bzw. 20% PWM + Gehäuselüfter auf 6 V
  • 7Volt bzw. 50% PWM + Gehäuselüfter auf 9 V
  • 12Volt bzw. 100% PWM + Gehäuselüfter auf 12 V

Rubrik 2)
Messungen bei 4,3Ghz und 2x Referenzlüfter

  • 2x Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper @500 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 2x Noctua NF-F12 für 120mm Kühlkörper @650 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 2x Noctua NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper @800 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 2x Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper @900 U/min + Gehäuselüfter auf 9V
  • 2x Noctua NF-F12 für 120mm Kühlkörper @1050 U/min + Gehäuselüfter auf 9V
  • 2x Noctua NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper @1400 U/min + Gehäuselüfter auf 9V
  • 2x Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper @1300 U/min + Gehäuselüfter auf 12V
  • 2x Noctua NF-F12 für 120mm Kühlkörper @1450 U/min + Gehäuselüfter auf 12V
  • 2x Noctua NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper @2000 U/min + Gehäuselüfter auf 12V

Rubrik 3)
Messungen bei 4,3Ghz und 1x Referenzlüfter

  • 1x Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper @500 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 1x Noctua NF-F12 für 120mm Kühlkörper @650 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 1x Noctua NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper @800 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 1x Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper @900 U/min + Gehäuselüfter auf 9V
  • 1x Noctua NF-F12 für 120mm Kühlkörper @1050 U/min + Gehäuselüfter auf 9V
  • 1x Noctua NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper @1400 U/min + Gehäuselüfter auf 9V
  • 1x Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper @1300 U/min + Gehäuselüfter auf 12V
  • 1x Noctua NF-F12 für 120mm Kühlkörper @1450 U/min + Gehäuselüfter auf 12V
  • 1x Noctua NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper @2000 U/min + Gehäuselüfter auf 12V

Rubrik 4)
Messungen bei 3,9Ghz und 1x Referenzlüfter

  • 1x Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper @500 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 1x Noctua NF-F12 für 120mm Kühlkörper @650 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 1x Noctua NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper @800 U/min + Gehäuselüfter auf 6V
  • 1x Phanteks PH-F140TS für 140mm Kühlkörper @900 U/min + Gehäuselüfter auf 9V
  • 1x Noctua NF-F12 für 120mm Kühlkörper @1050 U/min + Gehäuselüfter auf 9V
  • 1x Noctua NF-A9 PWM für 92mm Kühlkörper @1400 U/min + Gehäuselüfter auf 9V

Um die Temperaturen zu berechnen nutzen wir Prime und fixieren den Wert dabei auf 12k. Damit bleibt die Auslastung gleich und es gibt keine Schwankungen. Wenn die Maximalwerte erreicht wurden, ziehen wir die Umgebungstemperaturen ab und erhalten damit den Delta-K Wert, der für unsere Endergebnisse herangezogen wird.
Beim Tests mit Doppelturmradiatoren und nur einem Referenzlüfter, platzieren wir diesen mittig zwischen den Kühltürmen.

Lautstärke
Die Messungen werden mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-100 Schallpegelmessgerätes durchgeführt. Um die Lautstärkeentwicklung durch die Gehäuselüfter nicht zu verfälschen, werden diese angehalten. Da Gehäuse je nach Seite unterschiedliche Lautstärkeentwicklungseigenschaften besitzen, werden die Messungen in 30cm Entfernung von der linken Seite mit geschlossenem Seitenteil, 30cm von der Front und 30cm vom Deckel aus getätigt. Der Durchschnitt der Messungen entspricht dem Ergebnis. Wir nehmen Messungen 100%, 50% und 20% PWM bzw 12V, 7V und bei 5V vor, da dies die gängigsten Nutzeranwendungen sind und es auch entsprechende Adapter dafür gibt.


Bei der Standardausstattung gilt es zu beachten, dass die Drehzahlen der unterschiedlichen Lüfter stark voneinander abweichen können.

Die Kühlleistung ist für einen verkleinerten Twin-Tower mit nur einem Lüfter gut und reicht aus um unsere stark übertaktete 130W CPU zuverlässig zu kühlen. Gerade im niedrigen Drehzahlbereich mach sich, typisch für Twin-Tower, die Lüfterbestückung negativ bemerkbar, bleibt dabei jedoch immer auf einem ausreichenden Level. Die Drehzahlen beliefen sich auf 1320 U/Min, 650 U/Min und 330 U/Min. Selbst auf Letzterer arbeitete die CPU noch innerhalb ihrer Grenzen. Die Kühlleistung bewegt sich auf Augenhöhe mit dem Macho SBM aus gleichem Hause.


Der ITX-R geht äußerst leise ans Werk und zeigt uneingeschränkte Silentqualitäten. Nicht nur die reinen Messwerte (insbesondere auf 50%) überzeugen, sondern auch der subjektiv unauffällige Lüfter der zu keiner Zeit zu Nebengeräuschen neigt. Insgesamt eine hervorragende Leistung.

Die Umgebungslautstärke beträgt 34 dB(A) die es bei den Messungen zu berücksichtigen gilt.


Thermalright liefert mit dem Silver Arrow ITX-R wieder ein gewohnt gutes Produkt, an dem es qualitativ nichts zu rütteln gibt. Im Gegenteil, denn beim dem Silver Arrow ITX-R fällt die allgemeine Verarbeitung und Wertigkeit noch ein Stück höher aus, als ohnehin von dem Hersteller bekannt. Abgerundet wird dies mit einer tollen, edlen Beschichtung, die dank der beigelegten Handschuhe sicherlich lange Freude machen wird.

Die Kühlleistung ist ab Werk gut und bedenkt man die Verlustleistung unserer Test-CPU, ermöglicht der Kühler auch trotz des einzelnen Lüfters auch größere Overclocking-Ambitionen bei unproblematischen Temperaturen. Vor allem aber muss das niedrige Betriebsgeräusch erwähnt werden, das uns über den gesamten Drehzahlbereich hinweg überzeugt hat.

Nicht ganz klar ist hingegen, wo sich der ITX-R genau platzieren möchte und an welche Ansprüche er sich letztlich richtet. Die Abmessung sind zwar gegenüber dem Silver Arrow ITX zum Teil deutlich reduziert worden, dennoch ist er alles andere als platzsparend und auch wenn an der Kompatibilität deutlich gearbeitet wurde, ist es eben kein typischer ITX-Kühler. Auch die Inkompatibilität zu anderen Lüftern gefällt uns nicht. Neben dem generellen Tausch ist auch eine Erweiterung auf einen zweiten Lüfter stark eingeschränkt, der die Kühlleistung ohne Zweifel steigern würde.

Der Preis ist mit einer UVP von 75€ nicht gerade günstig, anhand der Qualität und Exklusivität aber nachvollziehbar. Wir honorieren den Silver Arrow ITX-R mit dem Silber-Award.

Abschließend wollen wir uns noch bei Thermalright für die Bereitstellung des Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

weiterführende Links

Herstellerlink

Kommentare
Re: Test: Thermalright Silver Arrow ITX-R -- Daniel N
2017 Mär 15 04:25:21 PM
Finde es gut, dass noch ein kleiner raus gekommen ist. Der große hat beim Release ja alles gerockt :D
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