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Dieses mal werden wir drei Silent-Lüfter mit einer Rahmenbreite von 140 mm unter die Lupe nehmen.
Wir testen zwei Modelle von Enermax aus der T.B.-Serie sowie einen SilenX Effizio.
Auf den folgenden Seiten werdet ihr sehen, wie sich die Testprobanden in unserem Testparcours geschlagen haben.
Nachdem wir zuletzt fünf 120-mm-Ventilatoren der T.B. Lüfterserie getestet haben (Hardwaremax-Test), werden wir uns dieses mal zwei 140-mm-Modelle anschauen. Es handelt sich dabei um den Enermax T.B.Silence und den T.B.Apollish mit roter Beleuchtung. Darüber hinaus ist der Apollish auch noch mit blauer Beleuchtung erhältlich und der zweifarbig leuchtende T.B.Vegas Duo dreht mit 1500 U/min doppelt so schnell wie die restlichen Modelle der Serie. Der T.B.Silence kostet derzeit rund 8€ und der Apollish ist rund 2€ teurer, doch im Handel sind nur noch Restbestände erhältlich, da die Lüfter nicht mehr produziert werden. Deshalb sollte man sich mit dem Kauf beeilen oder auf den Vegas Duo ausweichen, welcher weiterhin gut verfügbar ist.
Anhand der Drehzahl von niedrigen 750 U/min kann man erkennen, dass sich Enermax mit diesen Lüftern an Silent-Liebhaber richtet. Der Lieferumfang fällt eher mager aus und die Rahmenbreite ist tatsächlich einen Millimeter kürzer als bei anderen 140-mm-Lüftern. Mit 5V liefen die Lüfter nicht an doch bei 7V traten keine Probleme auf. Mit unserer Lüftersteuerung ermittelten wir bei beiden Lüftern eine Anlaufdrehzahl von 500 U/min und eine Maximaldrehzahl von exakt 750 U/min. Die 15 LEDs des T.B.Apollish fallen recht hell aus und aufgrund des transparenten Rotors ergibt sich beim Betrieb eine schöne Beleuchtung.
Auf der nächsten Seite wird der SilenX Effizio vorgestellt.
Mit den Effizio Modellen schickt SilenX eine neue Lüftergeneration in das Rennen um die Gunst der Kunden und löst somit die Ixtrema Lüfterserie ab. Der einzige 140-mm-Lüfter dieser Serie ist derzeit ab rund 11€ zu haben und diese Reihe beinhaltet auch noch kleinere Modelle. So sind die 120 mm großen Ventilatoren mit verschiedenen Drehzahlen und Farben sowie mit unterschiedlichen Beleuchtungen erhältlich. Darüber hinaus sind auch noch kleine Windmacher mit einer Rahmenbreite von 80, 92 und 100 mm verfügbar.
Aufgrund des außergewöhnlichen Farbgebung des Rotors mit sieben Blättern fällt die Optik alles andere als unauffällig aus. Der Lieferumfang ist zufriedenstellend und beinhaltet neben den obligatorischen Schrauben auch fünf schwarze Entkoppler um nervige Vibrationen zu vermeiden. Natürlich benötigt man nur vier der fünf Gummistifte, doch der Fünfte kann sich als nützlich erweisen, denn gelegentlich können diese Schwingungsdämpfer bei der Montage reißen.
Positiv möchten wir die recht geringe Leistungsaufnahme von nur einem Watt hervorheben und der Lüfter läuft zuverlässig mit einem 5V Adapter an. Mit unserer Lüftersteuerung ermittelten wir eine Anlaufdrehzahl von niedrigen 425 U/Min und auf 12V lief unser Testproband mit 850 U/min. Der Hersteller wirbt mit "The world´s best airflow-to-noise-ratio", doch inwieweit das der Wahrheit entspricht, muss der Lüfter auf den nächsten Seiten erst noch beweisen.
Auf der nächsten Seite wird das Testsystem vorgestellt.
Bei diesem Test setzen wir auf unser Luftkühlungs Testsystem, bei dem als CPU-Kühler ein Prolimatech Armageddon (Hardwaremax-Test) verwendet wird. Als Wärmeleitpaste kommt unsere Referenzpaste Thermalright Chillfactor 3 zum Einsatz, die sich in unserem Wärmeleitpasten-Test von ihrer besten Seite zeigte.
Auf der nächsten Seite wird auf die Kühlleistung eingegangen.
Die Kühlleistung eines Lüfters stellt neben der Lautstärke ein sehr wichtiges Kaufargument dar. Auf dem Prolimatech Armageddon können Lüfter mit einer Rahmenbreite von 120 mm und 140 mm montiert werden, weshalb sich dieser Kühler sehr gut für die Lüftertests eignet. Wie üblich erzeugen wir mit Prime95 mit einer fixierten FFT-Size eine konstante Auslastung über einen beliebig langen Zeitraum.
Prime95 läuft solange, bis die Temperaturen über einen Zeitraum von 10 Minuten nicht mehr ansteigen. Es wird wie immer eine Delta-Temperatur berechnet, das heißt, dass von der gemessenen CPU-Temperatur (arithmetisches Mittel der vier höchsten Kerntemperaturen während der Messdauer) die Umgebungstemperatur subtrahiert wird.
Außerdem haben wir getestet, welche Drehzahl für eine bestimmte Kühlleistung notwendig ist um somit zu erkennen, welche Lüftergeometrie besonders leistungsstark ist. Dabei stellten wir die Drehzahl so ein, dass eine Delta-Temperatur von 45 Kelvin (entspricht 45°C) erreicht wurde. Somit wird deutlich, ob merkliche Leistungsunterschiede zwischen den diversen Lüftern vorhanden sind oder ob alle Lüfter nahezu die gleiche Drehzahl für eine bestimmte Kühlleistung benötigen. Diese ermittelte Drehzahl wird auch bei der Messung der Lautstärke verwendet, um vergleichen zu können, wie stark sich die Geräuschentwicklung bei identischer Kühlleistung unterscheidet.
Die Kühlleistung unserer Testprobanden fällt eher mager aus, was aufgrund der langsamen Drehzahlen nicht verwunderlich ist. Der Effizio kühlt nicht zuletzt wegen der rund 100 U/min höheren Drehzahl um knapp 1K besser als die beiden Enermax Modelle. Diese Lüfter fühlen sich daher eher als Gehäuselüfter und auf Prozessorkühler mit weitem Lamellenabstand wohl.
Auf der nächsten Seite wird auf die Geräuschentwicklung eingegangen.
Inzwischen nehmen wir seit einigen Monaten bei diversen Reviews die Geräuschkulisse mit einem Studiomikrofon auf, sodass wir Audiofiles zur Verfügung stellen können. Somit seid ihr nicht mehr auf unseren subjektiven Höreindruck angewiesen, sondern könnt euch selber eine eigene Meinung über die Lautstärke bilden - eine optimale Basis für objektive Tests.
Bei unseren Lüftertests halten wir mit den Messgeräten einen Abstand von 10 Zentimeter zum Lüftermotor ein. Dabei steht der Lüfter auf einem Untergrund, bei dem es zu keinen Vibrationen kommt.
Hier sind die Audiofiles der Lüfter bei 12V (ist jeweils das erste Audiofile) und der Drehzahl, bei der die Kühlleistung identisch ist (jeweils zweites Audiofile):
Der T.B.Apollish weiß durch ein sehr gleichmäßiges und nahezu nebengeräuschfreies Laufverhalten zu beigeistern. Leider konnte der T.B.Silence diesbezüglich nicht ganz mithalten und verursachte zeitweise Nebengeräusche die wir als "kratzen" beschreiben würden. Der SilenX Effizio klackerte in jedem Drehzahlbereich hörbar aber keineswegs besonders laut. Wir hatten schon einige Lüfter im Test, deren Nebengeräusche unangenehmer auffielen.
Unser Schallpegelmessgerät sieht die beiden Enermax T.B. auf nahezu ein und demselben Niveau, was aufgrund der identischen Drehzahl und Lüftergeometrie nicht verwundert. Der SilenX Effizio ist auf 12V lauter aber auch leistungsstärker als die Enermax Modelle. Bei identischer Kühlleistung kann sich der Effizio einen vorderen Platz sichern und die T.B. Ventilatoren liegen einige Plätze dahinter.
Das Fazit ziehen wir auf der letzten Seite.
Hier fassen wir die negativen und postiven Aspekte nochmals kurz zusammen:
Der Enermax T.B.Silence 140mm ist ein guter Silent-Lüfter mit geringer Lautstärke und schwacher Kühlleistung. Besonders interessant ist er, falls man keine Lüftersteuerung zur Drehzahlreduzierung einsetzen möchte. Die Lagergeräusche, welche sicherlich nicht bei jedem T.B.Silence 140 auftreten, verwehren ihm den Silent-Award. Wie beim T.B.Apollish weiß der abnehmbare Rotor und das lange Lüfterkabel zu überzeugen. Wir verleihen ihm den Silver-Award.

Für den Enermax T.B.Apollish 140mm gilt fast das gleiche wie für den T.B.Silence. Als Pluspunkt ist das Lager zu nennen, welches bei uns frei von Auffälligkeiten war. Darüber hinaus kann der Apollish mit einer gelungenen Beleuchtung aufwarten, sodass er eine gute Option für leise Systeme mit Beleuchtung darstellt. Für einen Gold-Award müsste der Lüfter bei Bedarf mit einer höheren Kühlleistung aufwarten können. Seine guten Leistungen zeichnen wir mit einem Silver-Award und einem Silent-Award aus:

Der SilenX Effizio 140 weiß durch ein sehr gutes Anlaufverhalten und einen angemessenen Lieferumfang zu gefallen. Lediglich das verwendete Lager verrichtet seinen Dienst leider nicht nebengeräuschfrei. Darüber hinaus ist die Leistungsaufnahme recht gering, sodass man problemlos mehrere Effizio-Lüfter an einen Lüfteranschluss anschließen kann. Er erhält den Silver-Award:

Abschließend möchten wir uns noch bei Aquatuning für die Bereitstellung der Enermax Lüfter bedanken.
Darüber hinaus geht unser Dank an PC-Cooling für den SilenX Effizio.
Weiterführende Links: