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Erst vor kurzem haben wir in unserem Worklog für das XSPC H1 Cube Gehäuse unseren Referenzradiator für die kommenden Kühlertests gezeigt und jetzt ist es so weit. Der Watercool HTF4 stellt sich dem Mitbewerb. Ein Vergleich zu einem anderen 420mm Radiator darf natürlich nicht fehlen. Deswegen lag es unserer Ansicht nach nahe den Phobya G-Changer 420 mit ins Rennen zu schicken. Freilich kommen in den nächsten Wochen noch weitere Hersteller wie Hardwarelabs, Koolance, EKWaterblocks,Thermochill uvm. mehr hinzu. Aber jetzt dreht es sich um die beiden, deswegen wollen wir uns nicht lange mit einer langweiligen Einleitung aufhalten und gleich in die Vollen gehen.
Der Heattransformer 4 black aus dem Hause Watercool kommt in einer Karton-Hülle gepackt und in Luftpolsterfolie gewickelt zum Kunden. Der Radiator sollte so in einem guten Zustand beim Kunden ankommen. Darin enthalten sind neben dem Radiator, noch die Schrauben und eine zweiseitige Bedienungsanleitung.
Wie man schon am Gewicht von knapp 3kg erkennen kann handelt es sich hier nicht um einen Radiator im herkömmlichen Sinn, sondern um einen Radiator der bis ins letzte Detail durchdacht und auf höchstem Niveau verarbeitet wurde. Nach einer genaueren Betrachtung fällt einem natürlich sofort eine Ähnlichkeit zum Mora3 Radiator aus selbigem Hause auf.
Genau so ist es nämlich auch, viele Technologien die dem großen Bruder schon auf die ersten Plätze der Radiatoren Charts gespült haben, finden auch im Heattransformer 4 Einsatz. Das beginnt bei den parallel durchströmten Rohrreihen die den Strömungswiederstand optimieren und den Durchfluss erhöhen. Die angepasste Kühlgeometrie welche das Optimum aus den parallelen Rohhreihen pressen sollte und die Abwärme gleichmäßiger verteilt. Auf unnötige Lackierereien wie das schwärzen der Lamellen lässt Watercool in dem Fall gleich sein. Hier wird einfach Kompromisslos auf maximale Leistung geachtet. Durch die hochwertigen Materialen sieht das Ganze noch dazu wirklich TOP aus.
Es ist einfach das ganze Paket welches Watercool mit dem Wärmetauscher liefert, die erstklassige Verarbeitung, in Verbindung mit dem Willen etwas absolut Kompromissloses zu entwickeln sucht seines gleichen. Die meisten Einzelteile werden im eigenen Hause gefertigt, die restlichen kommen aus anderen Europäischen Ländern. Nachteile hat der neue HT4 jedoch auch. Zum einen sind es das Gewicht von 2.9kg und eine breite von 15,2 cm welche eine Montage in diversen Gehäusen unter Umständen nicht einfach machen.
Abhilfe hilft hier das enorme Angebot an Zubehör welches Watercool anbietet. Neben Standfüßen gibt es noch diverse andere Möglichkeiten den Radiator gut in Szene zu setzen.
Der G-Changer kommt in der von Phobya bekannten Verpackung daher. Darin wird er von einem Luftpolstersack geschützt und sollte somit sicher und einwandfrei beim Kunden ankommen. Die Schrauben liegen im Karton rechts vom Radiator und werden von einem Karton geschützt um den lackierten Radiator nicht zu zerkratzen.
Der G-Changer 420 1.2 ist sehr gut Verarbeitet. Wir konnten weder geknickte Lamellen finden, noch zeigte die Lackierung oder das verwendete Material Schwachstellen. Der Lamellenabstand wurde beim G-Changer eher groß gewählt und deutet auf eine Optimierung für langsam drehende Lüfter hin. Die Lamellen sind um keine zu großen Leistungseinbußen davon zu tragen nur leicht schwarz lackiert.
Als Material verwendet Phobya bei den Vorkammern Messing und den Lamellen aus Kupfer. Der Radiator ist mit einem Gewicht von knapp 2kg auch kein Leichtgewicht. Seine Bauweise ermöglicht jedoch den Einsatz in vielen Gehäusen. Er ist weder zu lange noch zu breit um größere Probleme zu bereiten.In Summe konnten wir auch nach eine näheren Begutachtung keine Mängel fest stellen.
David und Goliath im montierten Zustand. Bei unseren Messungen verzichten wir natürlich auf die Beleuchtung.
Um Tests zu gewährleisten die auch wirklich aktuell sind sollte man sich auch um eine ordentliche Testbasis kümmern. Nach dem Intel Anfang Januar die neuen Sandy Bridge Prozessoren auf den Markt gebracht hat lag es natürlich nahe gleich auf die neueste Intel Generation zu setzen. Unser Auge viel dabei auf den i7-2600k um bei unseren Foto bzw. Video bearbeitungen nicht zuviel an Zeit zu verlieren. Noch dazu hatten wir Glück eine wirklich schlechte CPU zu bekommen. Immerhin brauchen wir für 4.7 GHz stabil 1.475 Volt. Ein Umstand der uns abartige Temperaturen bei den Kühlertests gewährt und somit fundamentale Rückschlüsse zulässt.
Technische Details: Hardware
Technische Details: Wasserkühlung
Ablauf:
Nach dem wir in Zukunft wesentlich mehr Radiatoren testen, können wir bei diesem Test nicht mit 4.7 sondern nur mit 4.5 Ghz arbeiten. Immerhin möchten wir von 120er bis 480er Radiatoren alles bei langsamen Drehzahlen überprüfen.
Kreislauf:
Software:
Auch hier arbeiten wir wieder mit einem fixierten Prime Wert von 12k. Der Radiator wird ebenso wie die Kühler eine Stunde mit Prime belastet. Überwacht wird das ganze mit der Heatmaster Steuerung aus dem Hause Alphacool. Die Open Hardware Monitor Software harmoniert damit wunderbar und errechnet für uns neben dem Maximum und Minimumwert auch den Durschnittswert. Hier arbeiten wir mit den Werten aus dem AGB und der Umgebungstemperatur zum Gehäuse. Im Prinzip kann man dabei nicht einmal viel falsch machen, weil sämtliche Werte fix sind. Das bedeutet man hat eine stabile Umgebungstemperatur die mitunter leicht schwanken kann und einen nach dieser Laufzeit stabilen Wassertemperaturwert im Ausgleichsbehälter.
Als Drehzahlen verwenden wir eine hohe Bandbreite aus Alltagstauglichkeit und Performance (500/800/1150/1250/1500) je nach Radiatorgröße.
Wie man sieht zahlen sich die parallelen und strömungsoptimierten Electrolyt Kupferrohre aus, der Durchflusswert des HTF4 ist leicht höher als der des G-Changers.
An diesen Ergebnissen erkennt man jedoch das der Phobya Radiator von der reinen Leistung her etwas besser geht als der Heattransformer4. Sicherlich sind die Unterschiede sehr gering und beide Radiatoren skalieren vorzüglich mit der Drehzahl. Kommen wir aber nun zu unserem Fazit.
Nach einer kurzen Rücksprache mit Watercool, haben wir unseren Test noch einmal wiederholt und die Anschlüsse vertauscht. In dem Fall haben wir nur in/out vertauscht um die Strömungsoptimierungen des Radiators optimaler zu nutzen. Wie unsere Messungen bestätigen, kann sich der HTF4 noch einmal ein wenig steigern. Die Steigerungen liegen nicht in einer Messungenauigkeit sondern zeigen die Tendenzen klar an. Auch wenn es sich dabei nur um kleine Nuancen handelt ist es doch wichtig dieses Detail in unseren Test zu bringen. Wir haben dafür eine eigene Tabelle erstellt um für keine Irrtümer zu sorgen.
Die blau hinterlegten Werte wiederspiegeln die Werte nach der Änderung an den Anschlüssen. Wie man sieht legt der HTF4 noch einmal ein gutes Stück zu und bleibt nach den Optimierungen ab 800 Umdrehungen vor dem G-Changer 420 1.2. Die Durchflussleistung konnte dadurch jedoch nicht gesteigert werden.
Die Bilder von links nach rechts zeigen auch unseren Testvorgang. Bild Nummer eins ist unser normaler Testvorgang, also das Wasser unten rein und oben wieder hinaus. Beim letzten Bild sieht man dann die kleine Änderung.
Ein passendes Fazit zu schreiben fällt in dem Fall nicht leicht.Beide Radiatoren spielen von der Leistung her in der gleich hohen Liga. Trotzdem unterscheiden sich die beiden aufgrund der unterschiedlichen Bauweisen völlig voneinander. Beide Radiatoren haben Ihre Vor bzw. Nachteile weswegen wir auf beide Mitbewerber noch einmal näher kurz näher eingehen.
Negative Aspekte:
Positive Aspekte:
Der Watercool HTF4 begeistert primär durch sein einzigartiges Design und seine durchgehend hervorragende Verarbeitung. Uns ist im Moment kein weiterer Radiator bekannt, der in dieser Hinsicht auch nur annähernd mithalten könnte. Auch seine Leistung ist mehr als erhaben und sollte für den Einen oder Anderen mehr als ausreichend sein. Den Watercool HTF4 bekommt schon ab ca. 115 € und ist uns neben einer Empfehlung auch den Hardwaremax Gold Award wert.

Negative Aspekte:
Positive Aspekte:
Der Phobya G-Changer 420 1.2 wirkt optisch nicht so stark wie der Watercool HTF 4 Black. Hat es jedoch laut unseren Messungen faustdick hinter den Ohren. Er war in sämtlichen Drehzahlbereichen knapp vor dem HTF4. Nur beim Durchfluss konnte er den Watercool nicht schlagen. Die Verarbeitung ist gut, aber im Vergleich zum Heattransformer 4 nicht so hochwertig.
Nichts desto trotz ist der Preis des G-Changers eine Hausnummer, denn diesen Radiator gibt es schon ab einem Preis von ca. 80 €. Dieser Preis in Verbindung mit dessen Ausstattung und Leistung sind uns neben dem Gold auch noch den Preis/Leistungs Award wert.

Großer Dank geht bei diesem Review an die Firma Watercool und Aquatuning.
Nach dem wir aufgrund der immensen Möglichkeiten des XSPC H1 Cube Gehäuse uner Testsystem neu erstellt haben, mußten wir auch die ganzen Radiator Messungen neu machen. Ein Aufwand der sich unserer Meinung nach gelohnt hat und welchen wir euch in den kommenden Wochen in Form von aktualisierten Tabellen mitteilen werden. Ausserdem haben wir 480er Radiatoren sämtlicher Hersteller unter die Lupe genommen und werden auch damit nach und nach interessante Reviews dessen Werte wir natürlich schon kennen, präsentieren. Es wird auf alle Fälle spannend in den kommenden Wochen.

Solltet Ihr Fragen zu diesem Review, unserem Testsystem, oder Kritik an unserem Webauftritt haben, so nutzt einfach unser Forum.


) Bin eben ein alter...
Ich mache dann noch...