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Mit dem Koolance VID AR 797 gesellt der nächste Wasserkühler der neuen AMD Grafikkarten in unsere Testreihen. Der Amerikanische Hersteller welcher auf eine Koreanische Produktion setzt ist bekannt für seine gut verarbeiteten und leistungsfähigen Kühler. Wie sich der Koolance Kühler bei unserem Test geschlagen hat könnt Ihr auf den kommenden Seiten lesen.
Der Kühler kommt in einem schwarzen Karton mit weißer Aufschrift daher. Darin befindet sich der Kühler in einer feinen Plastikschale welche Ihn vor Schäden schützen sollte.
Nach dem wir den Kühler von seiner Verpackung befreit haben, mussten wir feststellen das er in dekadent hochwertiger Qualität daher kommt. Das Acetal wurde sehr gut verarbeitet und frei von Kratzern geliefert. Ebenso kann man die Vernickelung als erstklassig bezeichnen. Besonders gut gefällt uns die Symbiose aus dem eher dunkel gehaltenen Nickel in Verbindung mit dem schwarzen Acetal. Sogar die Farben der Schrauben wurden an das Design bzw. dem Umfeld angepasst. Die polierte Platte mit den Kühlerdaten vollendet noch einmal die gelungene Optik.
Ebenfalls ist die Verarbeitung unter dem Deckel als edel zu bezeichnen. Man sieht dabei zwar dezente Spuren vom fräsen, diese fallen jedoch nicht so deutlich auf wie gewohnt. Sehr auffällig ist die große Kühlfläche welche man dem Kühler dem spendiert hat. Die Fließkanäle liegen sehr nahe zusammen, was noch einmal für eine gute Leistung sprechen sollte. Ebenfalls wird der Durchfluss darunter etwas leiden. Hier ist es als Hersteller sicher nicht einfach die richtige Mischung zu finden.
Wie man an den Bildern erkennen kann, verwendet der Hersteller eine Flüssigkeit um das fixieren der Dichtungen zu erleichtern. Eine Sache die uns ebenfalls gut gefällt. Im gesamten Betrachtet leistet sich der Wasserkühler aus dem Hause Koolance keine Fehler.
Der Lierferumfang beinhaltet alles, was man für die Montage des Kühlers braucht. Hier möchten wir jedoch darauf hinweisen, das die Montageanleitung nicht wirklich gut gestaltet wurde. Es handelt sich dabei eher um eine Skizze wie man die Wärmeleitpads zuschneiden und fixieren muss. Ein Hinweis darauf, das man die original Backplate des Referenzkühlers verwenden muss, sucht man vergeblich. Wir verbrachten eine Ewigkeit mit der Suche nach den nicht vier fehlenden Schrauben.
Am besten bereitet man alles vor und dreht die Grafikkarte auf die Vorderseite. Danach öffnet man einfach die vorhandenen Schrauben und zieht mit einem leichten Ruck den Grafikkarten Kühler ab. Hat man dies erledigt nimmt man am besten einen Pinsel und beseitigt sämtliche Staub und Schmutzpartikel. Um auf Nummer sicher zu gehen, reinigt man die Speicherchips und Spannungswander noch einmal mit einem speziellen Reinigungsmittel.
Hat man diese ersten Schritte erledigt, geht es rasch und zügig weiter. Jedoch muss man davor, ähnlich wie beim EKWB 7970 Kühler die Wärmeleitpads selbst zuschneiden. Mit dem einzigen Unterschied das die Wärmeleitpads hochwertiger sind als die vom slowenischen Mitbewerber. Man braucht die Wärmeleitpads auch mit keiner Wärmeleitpaste an die Speicherchips kleben. Die von Koolance gelieferten Pads sind quasi selbstklebend und werden direkt auf dem Grafikkartenkühler fixiert. Hat man dies erledigt nimmt man noch ein wenig Wärmeleitpaste für die GPU, legt den Kühler auf und verschraubt diesen mit der Grafikkarte. Wichtig, beim Koolance Kühler sind nur 6 Schrauben dabei. Man benötigt für die Endmontage die Originalbackplate des Referenkühlers um den Grafikkartenkühler zu montieren. Ein Umstand den man auf der mangelhaften Montageanleitung nicht deutlich gekennzeichnet hat.
Für die kommenden Tests der aktuellen Wassergrafikkartenkühler der AMD Radeon 7970 verwenden wir unser bekanntes Testsystem.
Mainboard: ASUS MAXIMUS IV Extreme
Prozessor i7-2600K übertaktet auf 4.5 GHz bei 1.385V
Grafikkarte: VTX3D Radeon HD 7970
Soundkarte: Auzenten XFi-Forte 7.1
Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance 2x4GB 1600 MHz 8/8/8/27
Festplatte: Plextor
Netzteil: Xigmatek 1000Watt Go Green Serie
Gehäuse: XSPC H1 "Maexis Castle"
Verkabelung: Bitfenix Alchemy rot bzw. blau
Pumpe: Laing DDC-1T+ mit Alphacool Tank Aufsatz
Durchflussmesser: Aquacomputer DFM HF
Verschlauchung: Masterkleer transparent 13/10
Verschraubungen: EKWaterBlocks und Alphacool
Radiator: 1 x Alphacool NexXxos UT60 360er Radiator (Front) 3 x Phobya G-12 Silent Waterproof
Radiator: 1 x Watercool HTF 4 black Lt (Seite links) 3 x Phobya Nano-G 14 Black
Gehäuselüfter: 6 x Phobya G-Silent (Heck und Deckel)
Überwachung: Alphacool Heatmaster I
Temperaturfühler: 3 x Phobya G1/4
Wasser: EKWB Ek-Ekoolant Rot bzw. Blau (Langzeittest)
Natürlich möchten wir die optischen Vorteile eine Wasserkühlung nutzen und die Hardware gerecht in Szene setzen. Bei den Tests verzichten wir natürlich auf sämtliche Leuchtmittel.
Laing DDC-1T+
Temperatursensor
Watercool HTF4 Black LT
Testkühler (Grafikkarte)
Prozessorkühler (EKWB Supreme HF)
Temperatursensor
Alphacool NexXxos UT 60
Temperatursensor
Alphacool Laing AGB Tankaufsatz
Bei diesem Test belasten wir die GPU 30 Minuten lang mit Furmark in der Version 1.9.1. Die zwei Wärmetauscher werden mit 550 U/min gefüttert. Diese Werte sind durchaus als leise zu bezeichnen und entsprechen dem, was sich die meisten europäischen Anwender von einer Wasserkühlung erwarten. Nämlich eine potente Kühlung, die auch unter enormer Belastung nicht laut wird. Den Test wiederholen wir insgesamt 3-mal und verwenden den besten Wert für unsere Tabelle. Um den Test etwas interessanter zu gestalten übertakten wir die Grafikkarte.
Der Durchsluss ist im direkten Vergleich zum Kühler aus dem Hause EKWaterBlocks um gut 10 Prozent schlechter. Was je nach Kreislauf eine unterschiedliche Bedeutung hat.
Die reine Kühlleistung ist dafür jedoch auch etwas höher. Hier muss man deutlich sagen, dass der Koolance VID-AR797 einfach besser geht als sein Mitbewerber. In Summe waren wir von der reinen Kühlleistung dann doch sehr überrascht.
Wie immer nach so einem Test, möchten wir unsere Erfahrungen noch einmal kurz zusammengefasst Revue passieren lassen.
Der Koolance VID-AR797 konnte in unserem Test auf ganzer Linie überzeugen. Die Rohleistung des Kühlers ist brachial. Die Durchflusswerte bewegen sich auf einem sehr hohem Niveau und sollten für jeden Anwender ausreichend sein. Seine Verarbeitung ist wie seine Leistung über jeden Zweifel erhaben. Der amerikanische Hersteller hat Muskeln gezeigt und verdient sich unseren HardwaremAx Gold Award. Einen höheren Award verhindert der etwas hohe Preis von ca. 125 €. Anwender die über den hohen Preis hinweg sehen, können gerne zugreifen. Der Amerikanische Hersteller hat mit dem VID-AR797 einen eiskalten Kühler im Feuer mit dem man viel Freude haben wird.

Für die großartige Unterstüzung bedanken wir uns recht herzlich bei der Firma Aquatuning.