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Xtrfy erweitert mit dem H1 sein Portfolio nun auch um ein Headset. 60 mm Treiber, große Memory Foam Ohrpolster sowie ein breiter Frequenzbereich lesen sich auf dem Papier dabei schon mal großartig. Doch ob das Erstlingswerk auf dem hart umkämpften Markt eine Chance hat, dass haben wir auf den folgenden Seiten geprüft.


Verpackung und Lieferumfang

Die Front der Verpackung ziert ein Abbild des Headsets sowie die schnörkellose Bezeichnung "H1". Auch die für den Hersteller typischen schwarz/gelben Akzente setzt man wieder gekonnt ein. Auf der Rückseite sind wie üblich technische Details zum Headset zu finden.

Im Inneren der Verpackung befinden sich neben dem Headset noch eine kurze Anleitung sowie die obligatorischen Aufkleber. Zudem liegen dem Lieferumfang noch diverse Verlängerungen bzw. Adapter bei, unter anderem eine 2 Meter lange Verlängerung für die Verwendung am PC, ein Adapter für die Verwendung am Smartphone. Außerdem suggeriert die Anleitung, dass das Headset ebenfalls mit aktuellen Konsolen kompatibel ist. Für die Verwendung an der Xbox One wird allerdings ein zusätzlicher Adapter benötigt.

 

Technische Daten

Kopfhörer

Typ
geschlossen
Treiber 60 mm
Frequenzbereich 5 - 30.000 Hz
Impedanz 35 Ohm
Schalldruckpegel 97 +/- 3dB
Klirrfaktor

keine Angaben

Geräuschisolation

keine Angaben

Kopfbügelanpressdruck keine Angaben

 

Mikrofon

Richtcharakteristik
Uni-direktional
Frequenzbereich 40 - 20.000 Hz
Impedanz keine Angaben
Grenzschalldruckpegel keine Angaben
Mikrofonarmlänge ca. 15 cm

 

Allgemein

Gewicht ohne Kabel 330 Gramm (ca. 380 g mit Kabel
Kabellänge 1,2m
Anschluss 2 x 3,5mm Klinke
Sonstiges
  • Kabelfernbedienung
  • Modulares Mikrofon

 
Xtrfy setzt bei seinem Erstlingswerk auf einen hochwertigen Materialmix aus Aluminium und Kunstleder, Kunststoff kommt nur sehr sparsam zum Einsatz. Dies sorgt für einen hervorragenden Ersteindruck, sowohl optisch als auch haptisch. Mit ca. 380 Gramm ist das Xtrfy H1 allerdings kein Leichtgewicht, ob sich dies auf den Tragekomfort auswirkt werden wir an späterer Stelle klären. Optisch erinnert das Headset von Xtrfy auf den ersten Blick an die Cloud Headsets von HyperX, allerdings wirkt das Xtrfy H1 im direkten Vergleich dann doch etwas globiger.

Die ovalen Ohrmuscheln beherbergen jeweils einen dynamischen 60mm Treiber und messen 105 x 85 mm. Bei den Ohrpolstern setzt man auf einen sogenannten Memory Foam, welcher sich perfekt an die Kopfform des Trägers anschmiegen soll. Überzogen sind die ca. 20mm dicken Polster mit Kunstleder.

Die Ohrmuscheln umschließen mit einem Innendurchmesser von 65 x 45 mm locker kleine bis mittelgroße Ohren, ohne Quetschungen zu verursachen. Bei größeren Ohren könnte es durchaus passieren, dass diese leicht eingequetscht werden. Der gepolsterte Aluminium-Kopfbügel lässt sich wie üblich an die Kopfgröße anpassen.

Die geschlossenen Ohrmuscheln besitzen eine Aluminium-Abdeckung mit dem Schriftzug des Herstellers, welche die ansprechende Optik nochmals unterstreichen. Auch den Kopfbügel ziert ein unauffälliges Logo-Detail.

Das Uni-direktionale Mikrofon kann bei Bedarf in die linke Ohrmuschel eingesteckt werden. An der Kabelfernbedienung kann man die Lautstärke der Kopfhörer sowie des Mikrofons regeln. Außerdem lässt sich das Mikrofon bei Bedarf auch komplett muten. Mit ca. 1,2 Metern ist das Kabel am Headset etwas kurz ausgefallen, kann aber mit der 2 Meter langen Verlängerung auf eine ausreichende Länge erweitert werden. Das Kabel wurde mit einem für Xtrfy üblichen schwarz-gelben Textil-Sleeve versehen.

Xtrfy hat sein Headset für Multiplattform-Gaming optimiert. Entsprechende Adapter liegen bei, lediglich für die Xbox One ist ein optionaler Adapter nötig.

 


Im Praxischeck möchten wir zum einen die klangliche Komponente bewerten aber auch auf den Tragekomfort eingehen. Da wir keine professionellen Messgeräte für einen Soundcheck besitzen wird an dieser Stelle ein subjektiver Eindruck der Klangqualität wiedergegeben. Um die Kopfhörer mit entsprechend hochwertigen Signalen zu befeuern verwenden wir für den Hörtest am PC eine dedizierte Soundkarte. Eine Creative Sound Blaster Z dient dabei für die Signalverarbeitung. Für den Test werden im Treiber sämtliche Einstellungen zur Klangverbesserung deaktiviert, um die reine Leistung des Kopfhörers besser beurteilen zu können. Bei Kopfhörern mit eigener Soundlösung wird natürlich der Sound dieser bewertet.

Klangcharakteristik

Auf dem Papier präsentiert sich das Headset von Xtrfy mit sehr guten Werten und kann beim Probehören mit einem ausgeglichenen Soundbild punkten. Im Tieftonbereich präsentiert sich das Xtrfy H1 eher zurückhaltend und liefert einen ausgeglichenen warmen Sound. Eine Eigenschaft welche uns positiv überrascht hat, den gerade bei Gamingheadsets hat man es doch recht häufig mit einem zu aufdringlichen Tieftonbereich zu tun. Wer einen basslastigen Kopfhörer sucht ist hier definitiv an der falschen Adresse. Gerade bei der Wiedergabe männlicher Vocals kann das Headset mit einem naturgetreuen Klang überzeugen. Den Mitteltonbereich gibt das H1 sauber und detailgetreu wieder und überzeugt mit einer guten räumlichen Auflösung. Im Hochtonbereich, welcher für die Sprach- und Gesangswiedergabe zuständig ist, verhält sich das Headset von Xtrfy relativ neutral. Auch dies empfinden wir als durchaus positiv, da dieser Frequenzbereich entscheidend für die Wiedererkennung von Stimmen und Instrumenten ist. Der klangliche Gesamteindruck des Xtrfy H1 ist für unser Empfinden sehr gut.

Auch beim Zocken macht das Xtrfy H1 eine sehr gute Figur und punktet mit einer guten räumlichen Darstellung und einer detaillierten Wiedergabe. Beim Kassenschlager PUBG (Player Unknown Battleground‘s) kann sich der Gegner bzw. dessen Schritte gut erahnen lassen, was in gewissen Situationen einen erheblichen Vorteil bringen kann.

Auch in punkto Abschirmung leistet das Xtrfy H1 hervorragende Dienste. Äußere Einflüsse werden nahezu komplett isoliert.

Sprachqualität

Die Sprachqualität des Mikrofons wurde im mehren Teamspeak- und Skype-Sessions ausführlich analysiert. Das verwendete Mikrofon liefert eine sehr gute Sprachqualität, die Stimme ist rauschfrei und klar erkennbar.

Tragekomfort

Der positive Eindruck setzt sich beim Tragekomfort fort. Die üppig dimensionierten Polster schmiegen sich sehr gut an den Kopf an, ohne dabei unangenehm zu drücken. Der Anpressdruck des Headsets ist relativ hoch, durch die weichen Polster sitzt der Kopfhörer allerdings jederzeit bequem ohne dabei einen unangenehmen Druck aufzubauen. Ruckartige Bewegungen bringen das Xtrfy H1 nicht aus der Ruhe.

Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings, unter den Kunststoffpolstern bekommt man relativ fix warme Ohren.


Xtrfy legt die Messlate mit seinem Erstlingswerk ganz schön hoch. Das Headset mit der unspektakulären Bezeichnung H1 punktet mit einer hervorragenden Verarbeitung und einer sehr guten Materialwahl. Auch die unauffällige Optik weiß zu gefallen. Die zwei Zentimeter dicken Memory Foam Polster sorgen für einen sehr guten Tragekomfort, sodass man dem Headset das relativ hohe Gewicht von knapp 380 Gramm nicht einmal anmerkt.

Die in den Ohrmuscheln beherbergten 60mm Treiber liefern nicht nur auf dem Papier gute Werte. Das Xtrfy H1 punktet mit einer überraschend guten Abstimmung, welches bei Gamingheadsets eine Seltenheit ist, so könnte das H1 glatt als Hifi-Headset durchgehen. Durch die gute räumliche Darstellung und die detailreiche Wiedergabe kann das Headset außerdem im Kompetetive-Bereich punkten.

Das uni-direktionale Mikrofon, welches an das Anschlusskabel gebunden ist, bietet eine gute Übertragungsqualität. Dank Kabelfernbedienung kann man die Übertragung per Knopfdruck muten. Zudem lässt sich die Lautstärke der Sprachübertragung noch einstellen.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings, unter den Kunststoffüberzug der Polster bekommt man recht fix warme Ohren, hier wäre eine Alternative aus Textil wünschenswert gewesen.

Für das Xtrfy H1 muss man aktuell ca. 169€ berappen und damit ist das Headset sicherlich kein Schnäppchen. Betrachtet man allerdings die Verarbeitung sowie die Wiedergabequalität so ist dieser Preis durchaus gerechtfertigt. Wir verleihen an dieser Stelle daher unseren beliebten Enthusiast Award.


An dieser Stelle möchten wir uns noch bei Caseking sowie Xtrfy für die Bereitstellung des Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
 


Weiterführende Links:

Preisvergleich
Herstellerlink

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