Gaming Stühle
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Der noblechairs Hero und Epic haben bei uns bereits überzeugt und jeweils den Goldaward abgeräumt. Um die Reihe vollständig zu machen, schauen wir uns dieses Mal den noblechairs Icon an und sind gespannt, ob er das Gold-Triple komplett machen kann.


Verpackung und Lieferumfang

Der große und fast 30 kg schwere Karton ist bis zum Rand gefüllt. Als Zugabe zum eigentlichen Stuhl gibt es zwei Kissen für den Nacken- und Lendenbereich. Das Nackenkissen ist dicker und weicher und kann mit einem Gummiband an der gewünschten Position angebracht werden. Das Lendenkissen ist fester und formstabiler und wird nur aufgelegt.

Das Handbuch fällt sehr hochwertig aus. Dickes Hochglanzpapier sorgt für einen edlen Eindruck, mit dem Hinweis das dieses vor der Montage zu lesen ist. Auch wenn die Montage insgesamt sehr einfach ist, sollte man sich daran halten um sich späteren Ärger zu ersparen.

Die sonstigen Kleinteile, wie Rollen, Blenden und Griffe halten sich im Rahmen. Die benötigten Schrauben sind vorsortiert in einer Blisterverpackung und ersparen somit das zusammensuchen von Unterlegscheiben und Co. Zudem ist von jeder Schraube ein Ersatzexemplar im Lieferumfang enthalten. Jedes Teil ist entweder in Folie verpackt oder mit einem anderen Schutz versehen. So erreichte uns der Icon ohne jede Blessur oder Kratzer.

 

Montage und Details

Im Unterschied zum noblechairs Hero sind bei dem Icon bereits beide Lehnen an dem Sitz vormontiert, so dass dieser Schritt entfällt und direkt die massive Basis mit diesem verschraubt werden kann. Dazu werden vier Schrauben mit Feder und Unterlegscheibe verwendet und diese zur gleichmäßigen Kraftverteilung diagonal angezogen. Basis und Sitz bringen nun schon ein beträchtliches Gewicht mit sich, sicher nicht zuletzt ein Grund warum noblechairs die Montage zu zweit empfiehlt. Wir hatten jedoch keine Probleme diese allein durchzuführen.

Nun werden noch die Griffe auf die nackten Stahlstangen gesteckt, dabei ist auf die Aussparungen für die Flügel zu achten. Jetzt ist die Sitzbasis samt der Mechanik bereits fertig montiert.

Als nächstes muss das solide Fußkreuz vorbereitet werden. Dieses besteht aus Aluminium, ist aber aufgrund seiner hohen Materialstärke kein Leichtgewicht und erfreut uns mit einer sauberen Lackierung. Die fünf Hartgummirollen werden einfach eingesteckt, was eine Sache von Sekunden ist. Anschließend wird die Gasdruckfeder eingesetzt und mit der Abdeckung versehen. Daran sollte man denken, denn ist die Feder erstmal komplett montiert, ist es nicht einfach diese wieder zu lösen. Aus diesem Grund sollte man sich auch am besten vorher überlegen ob man die Standardgasdruckfeder nimmt oder eine kürzere Variante mitbestellt. Leider kann man sich dies beim Kauf nicht vorab aussuchen. Eine derartige Konfigurationsmöglichkeit wäre für die Zukunft schön.



Die Basis wird jetzt auf die Gasdruckfeder aufgesetzt und verbindet sich allein durch das Gewicht des Stuhls schon mit dieser, zur Sicherheit sollte man sie noch mit dem eigenen Gewicht herunterdrücken.

Jetzt gilt es schon die Rückenlehne zu montieren. Dazu müssen zunächst die Scharniere aufrecht gestellt werden und hier ist absolute Vorsicht geboten. Beim Betätigen des Hebels schnellt der Mechanismus mit großer Kraft und Geschwindigkeit nach vorn. Auf die eigene Hand und die eines eventuellen Helfers ist unbedingt zu achten, da es hier zu ernsten Verletzungen kommen kann.

Die für die Rückenlehne benötigten Schrauben sind bereits in dieser eingeschraubt, können aber sogar per Hand entfernt werden. Zu zweit ist das Fixieren der Lehne zwar etwas leichter, aber auch das geht gut im Alleingang. Mit etwas Gefühl zieht man die Schrauben im Wechsel an und die Lehne ist binnen Minuten stabil und sicher montiert.

Die nackten Scharniere werden nun noch mit den Kunststoffblenden abgedeckt, die dem sonstigen Qualitäteindruck nicht ganz gerecht werden. Im Unterschied zum Handbuch, sind die Schrauben jedoch nicht spitz und werden demnach nicht in die Lehne hineingebohrt. Stattdessen gibt es auch hier passendes Gewinde – in jedem Fall die schönere Lösung.

Die Montage ist damit bereits abgeschlossen und der noblechairs Icon einsatzbereit.

 

Technischen Daten

Höhenangaben:

  • Gesamthöhe (mit Basis): ca. 126,5 - 136,5 cm
  • Höhe Sitzfläche (mit Basis): ca. 46,5 - 56,5 cm
  • Höhe Rückenlehne: ca. 86 cm
  • Breite Rückenlehne innen: ca. 29,5 cm
  • Breite Rückenlehne außen (breitester Punkt): ca. 52 cm
  • Breite Sitzfläche innen: ca. 34 cm
  • Breite Sitzfläche außen (breitester Punkt): ca. 51,5 cm
  • Tiefe der Sitzfläche: ca. 49 cm
  • Gesamttiefe (ohne Basis): ca. 57 cm
  • Breite Armlehnen: ca. 10 cm
  • Tiefe Armlehnen: ca. 24,5 cm

Material:

  • Stahl (Rahmen)
  • Kaltschaum (Polsterung)
  • Formgedächtnispolymer (Kopfstütze)
  • PU-Kunstleder (Bezug -> Sitz + Kontaktfläche + Rückseite)
  • Aluminium (Fußkreuz)
  • Nylon / Polyurethan (Rollen)
  • Polyurethan (Armlehnen)

Sonstiges:

  • Gewicht: ca. 28 kg
  • Maximalbelastung: 150 kg
  • Neigungswinkel der Wipp-Mechanik: max. 11°
  • Neigungswinkel der Rückenlehne: 90° bis 135° 

 

Fertig montiert macht der noblechairs Icon einen wuchtigen Eindruck, der mit gut 28kg unterstrichen wird. Zustande kommt das Gewicht durch das Stahlgerüst in Verbindung mit den dicken und dichten Polstern. Auch hier liegt die Dichte der Polsterung bei 55% und sorgen für den noblechairs typischen sehr festen Sitz. Die Gasdruckfeder ist bis 150kg zugelassen, die optionalen kürzeren Exemplare tragen „nur“ 120kg. Zusammen mit der breiten Sitzfläche und den verstellbaren Armstützen ist der Icon auch für größere und schwere Personen geeignet.

Natürlich ist auch der Icon umfassend anpassbar, muss jedoch auf die verstellbare Lendenwirbelstütze verzichten - diese ist bisher Hero exklusiv. Allerdings ist das mitgelieferte Kissen durchaus ein gewisser Ersatz. Die Rückenlehne kann bist 135° verstellt werden und sorgt mit der 11° Wippmechanik für eine Menge Spielraum. Die Wippmechanik kann selbstredend im Widerstand angepasst oder gänzlich gesperrt werden. Mit einer optionalen Fußstütze kann der Icon schon fast die Funktion eines bequemen Fernsehsessels zumindest in Teilen übernehmen.

In der Höhe kann der Icon um 10cm variiert werden, wobei die niedrigste Sitzhöhe bei 46,5cm liegt. Damit empfiehlt sich der Icon standardmäßig für Personen ab ca. 175cm, darunter sollte man einen Blick auf die alternativen Gasdruckfedern werfen. Die ist natürlich nur ein subjektiver Richtwert.

Die Armlehnen sind auch beim Icon wieder 4D, also in Höhe, Breite, Tiefe und Winkel verstellbar. Für jede Richtung gibt es einen Hebel. Auch die Armlehnen als ganzes können mit den Schrauben auf der Unterseite in der Breite verstellt oder sogar gänzlich entfernt werden. Die Oberfläche der Auflagefläche ist fein texturiert und sehr hart gepolstert.

Unser Sample ist mit Kunstleder bezogen, alternativ stehen Echtleder und Nappaleder zur Auswahl, mit entsprechendem Aufpreis. Die Kontaktflächen sind zur besseren Belüftung perforiert, die Seiten hingegen glatt. Wie auch bei den anderen noblechairs gibt es beim Icon wieder das eingenähte Diamantmuster in diversen Farben, die Nähte sind auch hier perfekt verarbeitet. Das Aluemblem und das darüber eingestanzt noblechairs-Logo runden den optischen Eindruck ab. Dem Namen macht der Stuhl alle Ehre, denn statt an einen Racingstuhl erinnert der Icon viel mehr an den Sitz eines Luxuswagens und ist ein großartig verarbeitetet Hingucker. Die Krone ein passend gewähltes Logo!


Wir Vergleichen den Komfort des noblechairs Icon dieses Mal mit dem beliebten IKEA Markus Bürostuhl.

Als erstes fällt die ungleich höhere Stabilität auf. Das Hinsetzen wird nicht mit Klappern oder Wackeln kommentiert, der Icon ist wie aus einem Guss. Auch Bewegungen bleiben geräuscharm.

Die feste Polsterung war zunächst etwas ungewohnt, da aber auch der zuvor verwendete IKEA-Stuhl nicht besonders weich ist, war die Umgewöhnung eine Sache von ein, zwei Tagen, wobei es auch am ersten Tag nicht zu schmerzen oder ähnlichem kam, die Belastung war schlicht anders. Je nachdem wie man zuvor gesessen hat, muss man der straffen Sitzfläche aber etwas Zeit geben. Hat man den Icon dann noch an seine persönliche Vorliebe angepasst sitzt es sich jedoch phantastisch auf ihm. Fest und damit sicher, bequem aber nicht schwammig. Das beiden Kissen sind eine echte Bereicherung, gerade wenn man die Rückenlehne etwas nach hinten stellt. So kann man selbst am Schreibtisch eine relaxte Haltung einnehmen, rutscht aber nicht in eine ungesunde Position. Gerade das Lendenkissen sorgt dafür, dass sich auch kleinere Personen auf dem Icon nicht verloren fühlen.

Im Gegensatz zu dem Ikea Markus saßen wir durchgehend sicher und ruhig im Icon, während wir bei Ersteren immer mal wieder die Haltung änderten, oder von der etwas dominanten Rückenlehne wegrutschten. Hat man die Möglichkeit noch die Füße hochzulegen ist der Icon in Rückenlage auch perfekt um bequem an der Konsole zu zocken. Das noblechairs eine passende Fußstütze im Angebot hat, sei der Vollständigkeit halber erwähnt

Das PU-Kunstleder fühlt sich sehr angenehm an. Es kam zu keiner Zeit zu Schwitzen oder unangenehmer Wärmentwicklung, allerdings ist das Jahr mittlerweile fortgeschritten und die heißen Tage sind vorbei. Wie sich das im Sommer verhält können wir daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewerten.

Die Rollen machen sowohl auf Laminat und Teppich keine Probleme, rollen sanft und recht leise. Sorgen um den Laminatboden machen wir uns an dieser Stelle auch ohne Unterlage nicht. Im Gegensatz zum IKEA Stuhl verfügen die Werksrollen jedoch nicht über eine automatische Feststellung, rollen dafür aber sicherer und ruhiger.


Nach Epic und Hero waren die Erwartungen an den noblechairs Icon unsererseits sehr hoch und umso schöner ist es, dass diese voll und ganz erfüllt wurden. Auch der Icon überzeugt mit seinem hohen Sitzkomfort, den zahllosen Anpassungsmöglichkeiten und der wieder mal hervorragenden Verarbeitung. Letzteres gilt sowohl für die Materialien, dessen Verarbeitung als auch die stabile Mechanik und die beiden Kissen runden das Angebot ab.

So sind es wieder nur die billigen Kunststoffabdeckungen der Scharniere, die nicht so recht ins Bild passen wollen. Vielleicht sollte sich noblechairs hier eine Alternative überlegen. Bedenkt man jedoch wie klein diese Teile sind und dass man sie wohl gar nicht beachtet, ist diese Kritik verschwindend gering.

Der Preis von 369€ ist in Anbetracht von Qualität und Komfort für dieses Sitzmöbel mehr als gerechtfertigt. So holt der Icon das Gold-Triple für noblechairs und bekommt von uns nochmal explizit eine Empfehlung ausgesprochen.

Abschließend wollen wir uns bei noblechairs und Caseking für die Bereitstellung des Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

Weiterführende Links:
Preisvergleich
Herstellerlink

 

Kommentare
Re: Test: noblechairs Icon -- mapim
2018 Okt 24 02:14:33 PM
Schöner Test und der Stuhl ist auch hübsch und schaut nicht wie ein Kinderspielzeug aus. Dennoch werde ich mir bei Gelegenheit einen (echten ) Bürostuhl zulegen mit wenig Leder und Netz...
Re: Test: noblechairs Icon -- Narbennarr
2018 Okt 24 02:42:00 PM
Ich werde den Icon so schnell nicht mehr her geben, eine unglaubliche Verbesserung zu vorher. Ich hab bisher noch nie so gut gesessen:)
Re: Test: noblechairs Icon -- Narbennarr
2018 Nov 08 11:16:44 AM
So, sitze jetzt über einen Monat auf dem Icon. Bin noch immer absolut zufrieden. Lediglich mit dem Nackenkissen werde ich auf Dauer nicht warm, aber das muss man ja nicht benutzen
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