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Glas liegt bei Gehäusen momentan absolut im Trend und so traut sich auch BitFenix an das angesagte Material. Der Hersteller macht an dieser Stelle Nägel mit Köpfen und stattet das Aurora gleich mit zwei Glasseitenteilen aus. Da ist es nur naheliegend auch den Beleuchtungsmöglichkeiten vermehrt Aufmerksamkeit zu widmen. Mit LED-Steuerung, SSD-Beleuchtung und "Asus Aura-ready" Zertifizierung wird genau dies in Angriff genommen. In diesem Zusammenhang haben wir nicht nur das Aurora, sondern auch die Alchemy 2.0 RGB-LED Stripes und die neuen Spectre Xtreme LED lüfter unter die Lupe genommen und schauen ob hinter der leuchtenden Fassade auch ein ordentliches Fundament steckt.

 


 

Technische Details

BitFenix Aurora

 Gehäuse-Typ  Midi - Tower
 Maße  215 × 490 x 520 mm (B x H x T)
 Material  Stahl, Kunststoff, Glas
 Farbe  schwarz
 Gewicht  10,2 kg
 Formfaktor  E-ATX, ATX, mATX, mini-ITX
 Einschübe 5,25" (extern)  -
3,5" (extern)  -
3,5" (intern)  4 x
2,5" (intern)  3 x
 Erweiterungs-Slots  7 x
 Maximale CPU-Kühler Einbauhöhe  160 mm
 Maximale Grafikkartenlänge  400 mm
 I/O-Panel
 2 x USB 3.0, 2 x USB 2.0,
 Mikro- und Kopfhöreranschluss
 Fenster  ja
 Dämmung  nein
 Lüfter-Steuerung  nein
 Wasserkühlungskompatibel intern  ja
extern  ja
 Derzeitiger Straßenpreis ab ca. 96€

Das Datenblatt des BitFenix Aurora liest sich recht unaufgeregt und zeigt eine durschnittliche und "normale" Ausstattung. Erfreulicherweise passen auch E-ATX Mainboards in das recht kleine Gehäuse. Auf 5.25" Laufwerke muss verzichtet werden. 160 mm CPU-Kühlerhöhe erfordern den ein oder andren Kompromiss bei der Kühlerwahl, bei der GPU hingegen gibt es keine Einschränkungen.

 

Radiatorkompatibilität

BitFenix Aurora 

Position Größe Dicke Lüfter-Bestückung
Front 120/140/240/280 mm - beidseitig
Heck 120 -  beidseitig
Oberseite 120/140/240/280 mm -  beidseitig
Boden - -  beidseitig
Seitenteil links - -  -
Seitenteil rechts - -  -
Es gelten hier die maximalen Möglichkeiten an der jeweiligen Position. Radiatorkombinationen müssen dahingehend selbst überprüft werden.

Die maximale Raditorgröße liegt bei 280 mm. Davon passen dafür gleich zwei in das Aurora. Einer in der Front und einer im Deckel. Ein weiterer 120 mm Exemplar könnte im Heck untergebracht werden.

 

Belüftungsmöglichkeiten

BitFenix Aurora

Position Anzahl Größe Staubfilter
Front Vorinstalliert  - -  ja
Möglich  2/2  120/140 mm  ja
Heck Vorinstalliert  1  120 mm  -
Möglich  1/0  120/140 mm  -
Oberseite Vorinstalliert  -  -  -
Möglich  2/2  120/140 mm  -
Boden Vorinstalliert  -  -  -
Möglich -  -  -
Seitenteil links Vorinstalliert  -  -  -
Möglich  -  -  -
Seitenteil rechts Vorinstalliert  -  -  -
Möglich  -  -  -
HDD-Käfig Vorinstalliert  -  -  -
Möglich  -  -  -
 

Die Lüfterpositionen entsprechen denen der Radiatoren. Je zwei 120 bzw 240 mm Lüfter in Front und Deckel, sowie ein 120 mm Hecklüfter sind in dem Midi-Tower möglich.

 

Verpackung und Lieferumfang

Das Aurora wird dem Käufer in einer neutralen Verpackung mit schwarzem Aufdruck geliefert. Auf der Vorderseite ist neben dem Herstellerlogo eine Zeichnung des Gehäuses und auf der Rückseite sehen wir erste Highlights des Gehäuses dargestellt. Allem voran der Support für zwei 280er Radiatoren.

Geschützt durch Styropor kam das Gehäuse in einwandfreiem Zustand zu uns, das Zubehör ist einem kleinen Karton innerhalb des Gehäuses untergebracht und besteht aus einer Anleitung, Schrauben, Kabelbindern und Laufwerksschienen. Dazu kommt ein Modul zur optionalen SSD Beleuchtung mit ASUS Aura Schnittstelle.

Highlight des BitFenix Aurora sind natürlich die beiden Seitenteilen aus getempertem und getöntem Glas, welche im Vollformat an beiden Seiten des Auroras angebracht wurden. Da die rechte Seite hinter dem Tray in den meisten Fällen eher unansehnlich ist und vor allem der Unterbringung der unliebsamen Kabeln dient, hat BitFenix die rechte Glasscheibe mit einer schwarzen Blende komplett blickdicht gemacht. So muss nicht auf die sehr edle Glasoptik verzichtet und dennoch kein Kabelgewühl erblickt werden. Einen Durchblick durch das Gehäuse gibt es aber nicht. Damit ist das Aurora natürlich auch prädestiniert für LED Beleuchtung worauf BitFenix besondere Aufmerksamkeit gelegt hat.

Im absolutes Kontrast dazu sind Front und Deckel in einer matten Softtouch-Oberfläche gehalten, wie man sie namentlich unter anderem von Eingabegeräten kennt. Im Gegensatz zu Mäusen und Co ist die Oberfläche des Auroras aber deutlich härter und erinnert mehr an einen harten Kunststoff dessen Oberflächenstruktur in erster Linie optisch an das genannte Softtouch erinnert. Mit dem gummiartigen, samtigen Softtouch, das man von den Eingabegeräten kennt, hat die Oberfläche nur entfernt Gemeinsamkeiten. Innerhalb des Reviews zeigte sich die Oberfläche weitgehend unauffällig, auch beim Reinigen mit einem Lappen. Bei direktem Lichteinfall sichtbare Kratzer lassen sich mit Fingernägeln jedoch, wenn auch mit etwas Kraft, schon provozieren – ob die Oberfläche also auch auf lange Sicht so ebenmäßig bleibt steht in den Sternen. Sowohl auf dem Deckel sowie der Front sind beiderseitig halbrunde, nach außen geschwungene Luftschlitze eingelassen die maßgeblich das Design des Auroras formen. Im Deckel gibt es zudem zusätzliche Belüftungsöffnungen an dessen Seiten.

Das IO Panel ist ebenfalls im Deckel zu finden und stellt 3 Taster (Power, Reset und Beleuchtung) und 6 Inputs/Outputs (je 2 USB 2.0/3.0 und Audio In/out) zur Verfügung.

Boden und Rückseite kommen unspektakulär daher. Der Boden ist bis auf die Netzteilposition geschlossen. Dort kommt ein kleiner, einschiebbarer Staubfilter zum Einsatz. Für sicheren Stand sorgen vier großflächige, flache und gummierte Füße aus silbernem Kunststoff.

Die Rückseite bietet mit 7 Erweiterungslots, einem (leider nur) 120 mm großen Lüfter und der untenliegenden NT Position Standardkost. An User mit externen Wasserkühlungen wurde erfreulicherweise gedacht und so stehen zwei Schlauchdurchführungen mit Gummirahmen zur Verfügung.

Die Verarbeitungsqualität des Auroras ist ordentlich mit einem kleinen Aber. Die eigentliche Verarbeitung der Materialien und einzelnen Teile ist ohne große Kritikpunkte. Die Kanten sind allesamt sauber bearbeitet und entgratet worden und auch die Passform der Teile untereinander ist ohne Tadel. Unregelmäßige Spaltmaße sucht man genauso vergebens wie lockersitzende Anbauten.

Bei der Materialwahl jedoch hätte es für unseren Geschmack etwas mehr sein dürfen. Die Kunststofffront und der Deckel sind wirklich sehr leicht und von geringer Stärke, was nicht unbedingt wertig wirkt. Auch der Stahl des Gehäuses ist sehr dünn und nicht sonderlich verwindungssteif. Besonders deutlich wird dies bei dem, ab Werk etwas schiefen, unteren HDD Käfig.

Im heftigen Kontrast dazu kommen die massiven Glasseitenteile, die sehr schwer sind und wirklich von perfekter Qualität sind und maßgeblich zur Stabilität des Gehäuses beitragen. Sogar die dort verwendeten Schrauben sind massiv und stehen im Kontrast zu dem etwas zu filigranen Korpus. Da das Aurora für ein Glasgehäuse mit knapp 100€ relativ günstig ist, sind das wohl Kompromisse die man eingehen muss.


Im Inneren wagt BitFenix keine offensichtlichen Experimente und setzt auf einen klassischen aber sehr leeren Innenraum, welcher sich offenbar an moderne Systeme richtet. So wurden die 5.25 Schächte komplett eingespart und an dessen Stelle zwei konventionale HDD-Schächte untergebracht. Zwei weitere befinden sich unten am Boden an der bekannten Position. Da diese wie auf der vorherigen Seite erwähnt wirklich sehr dünn und verformbar bzw. ab Werk etwas schief sind, zweifeln wir zumindest bei diesen ob es sinnvoll ist dort vibrierende HDDs einzubauen, Stichwort Entkopplung und Vibrationsübertragung. Der Verzicht auf durchgehende HDD-Käfige und der damit entstandene Leerraum hat nun diverse Vorteile. Zum einen dient er natürlich einem ungehinderten Luftstrom, zum anderen kann dort eine SSD sichtbar präsentiert werden. Als Eyecandy dient dabei das eingangs erwähnte SSD-Modul. Das Modul ist mit der Asus Aura Schnittstelle kompatibel, setzt diese aber nicht zwingend vorraus. Natürlich kann der Leerraum auch anders genutzt werden, entweder für Radiatoren, AGBs oder was dem Anwender sonst in den Sinn kommt. Selbstredend sind die HDD Käfige vollkommen modular und lassen sich zugunsten von noch mehr Platzes auch vollständig entfernen.

Links unten wird wie gehabt das Netzteil montiert, eine Blende gibt es, anders als beim Pandora ATX nicht. Dafür ist das Tray komplett durchgängig und trennt das Gehäuse damit in zwei Teile, sodass sich unansehnlicher Kabelsalat gut verstecken lässt. Recht überraschen an dem Tray ist, dass es trotz der kompakten Ausmaße, sogar E-ATX Mainboard aufnimmt und das ohne die großen Kabeldurchführungen zu blockieren. Unser zuletzt getestetes Dark Base 900 Pro hat dies weniger gut gelöst. Es gibt zwar nicht übermäßig viele Kabeldurchführungen, doch sind die wenigen gut platziert und reichen in der Regel vollkommen aus. Im hinteren Teil werkelt ein 120mm Lüfter aus der Spectre Serie, dieser kommt maximal auf recht zurückhaltende 1000 U/Min und wird per 3 Pin Anschluss versorgt. Ein größeres Exemplar passt, trotz 140mm Platz in Deckel und Front, leider nicht.

Ein Blick hinter Front zeigt sehr große Luftöffnungen mit Staubfilter, ein Lüfter ist ab Werk leider nicht verbaut was sich zweifelsohne negativ auf die Temperaturen auswirken wird. Beim Kauf des Gehäuses sollte also ggf. an einen weiteren Lüfter gedacht werden.

Beim Deckel hat der Hersteller mitgedacht und trotz Aufsatz dem Airflow Rechnung getragen. So wurden neben den geschwungenen Öffnungen im Deckel zusätzlich zahlreiche kleine Schlitze in dessen Seite eingearbeitet, so dass nicht mit einem Aufstauen der Wärme zu rechnen ist. Ein kleines Highlight versteckt sich jedoch innerhalb des Plastikaufsatzes und wird erst sichtbar, wenn dieser mit einem kräftigen Ruck entfernt wird.

Das Radiator-Mounting wurde mit einem Aufsatz nach oben versetzt, so das Lüfter oder Radiator, je nachdem ob Push oder Pull bevorzugt wird) in diesem Aufbau verschwinden. So wirkt BitFenix etwaigen Kompatiblitätsproblemen mit Mainboards entgegen, welche vor allem bei der Verwendung der breiten 140mm Radiatoren zum Thema werden könnten.
Weiterhin befindet sich an der Stelle ein Montagebracket für Ausgleichbehälter mit diversen Bohrungen. Natürlich kann dieses auch entfernt und in die Front des Gehäuses eingesetzt werden. An dieser Stelle scheint der Hersteller sich durchaus Gedanken um die Unterbringung einer Wasserkühlung  gemacht zu haben, was wir sehr begrüßen.

Drehen wir das Gehäuse und werfen einen Blick hinter das Tray finden wir zunächst zwei weitere SSD-Bracket auf der linken Seite in Richtung der Front. Die Position ist clever gewählt, führt doch die danebenliegende Kabelöffnung direkt zu den entsprechen SATA Ports auf dem Mainboard und verhindern Konflikte mit andern Kabeln. Für diese stehen, je nach Position mindestens 20 und maximal 25 mm Platz zu Verfügung, also kein Grund zur Beanstandung.

Weiter oben finden wir noch eine kleine, unauffällige Platine. Diese dient der Ansteuerung für das SSD-Chroma Bracket und benötigt dafür einen 4-Pol Molex Stecker vom Netzteil. Das Bracket wird einfach an den noch freien Anschluss gesteckt, der bereits belegte Anschluss führt zu dem bereits erwähnten Beleuchtungs-Taster am i/O-Panel des Gehäuses.

Betrachten wir noch die restlichen einheitlich schwarzen Gehäusekabel sehen wir, dass bei dem Audiokabel eine Verlängerung integriert ist. Da der entsprechende Anschluss je nach Mainboard schon mal variieren kann ist dies eine sehr intelligente und auch elegante Lösung sowohl weit entferne Ports zu erreichen als das übrige Kabel auf ein Minimum zu reduzieren.

Zuguterletzt wurde auch das rechte Seitenteil mit dem Schaumstoff entkoppelt. 

 


BitFenix Alchemy 2.0 LED Strip

Die LED-Stripes werde in einer klaren Plastikverpackung verkauft, welche zum Glück nicht verschweißt ist. Sowohl die kürzere 30 cm Variante (15 LEDs) wie auch die längere Ausführung mit 60 cm (30 LEDs) kommen mit identischem Zubehör. Zudem gibt es noch eine günstigere Variante ohne die Steuerbox. Steuerung und Stromversorgung werden von der kleinen Box mit BitFenix-Schriftzug übernommen. An dessen Unterseite wird ein 4-Pol Molex zwecks Stromversorgung angeschlossen und auf der anderen Seite wird, mittels des mitgelieferten Kabels, das LED Band versorgt.

An dem übrigen Anschluss kann der kleine Taster aus dem Lieferumfang verbunden und dank des sehr langen Kabels wahlweise im oder auch am Gehäuse platziert werden. Dieser ist zuständig für das manuelle durchschalten der Farben. Mit der kleinen Controller-Box sind leider etwas wenige Farben verfügbar, obwohl die Strips technisch mehr können: Rot, Blau, Grün, Lila, Gelb, Weiß und Nvidia-Grün. Weiterhin ein automatisch wechselnder Modus mit Atmungseffekt.

Im Falle des Aurora können wir auf den Taster und die Kontrollbox verzichten und den LED Strip direkt an die Aurora Platine anschließen, wobei diese vermutlich identisch mit dem Inneren der Steuerboxen ist. Somit lässt sich die Farbe bequem am Gehäusebutton steuern. Steht ein Asus Aura Board zur Verfügung, geht alles natürlich noch leichter und vielseitiger von der Hand! Möchte man die LED-Stripes gemeinsam regeln können diese mit dem kurzen kleinen Adapter Kabel auch einfach zusammengeschlossen werden, die maximal kombinierbare Länge liegt bei 180 cm.

Um die Alchemy 2.0 Stripes anzubringen bieten diese gleich zwei Möglichkeiten. Zum einen kann die Schutzfolie abgezogen und damit die darunterliegende Klebefläche genutzt werden. Gleichzeitig sind die LED-Stripes aber auch stark magnetisch und haften somit an jeder Metalloberfläche im Case oder beispielsweise an Radiatoren. Der Vorteil ist natürlich die flexible Handhabung. Wir finden gut, dass BitFenix hier beide Varianten kombiniert hat.

 

BitFenix Spectre Xtreme 120 mm LED

Die BitFenix Spectre Xtreme LED entsprechen von den technischen Daten her der Anfang des Jahres erschienenen schwarzen Variante. Es handelt sich also um einen 120 mm Lüfter mit ganzen 2000 U/Min in der Spitze, welcher auf minimal 950 U/Min gedrosselt werden kann. Damit wird die Positionierung als Hochleistungslüfter klar. BitFenix will mit dem Spectre Xtreme definitiv keine Silentfreunde ansprechen.

Technische Details

BitFenix Spectre Xtreme

Lüftermaße  120x 120 x 25 (B x H x T)
Bohrung  120 mm
Anschluss  3-Pin
Regelbereich  950 - 2000 U/min
Lautstärke  30 dB(A)
Luftdurchsatz  112 m³/h
statischer Druck
 2,74 mm
Rotorblätter  7
Lager  Enhanced Hyper-Flow
Standardspannung      12V

Im Unterschied zu der schwarzen Variante ist der Rahmen nun vollständig transparent und in den Ecken wurde jeweils eine LED eingesetzt. Die Montageecken bestehen weiterhin komplett aus Gummi und sollen Vibrationen dämpfen. Um dies zu optimieren sind Entkoppler mitgeliefert.

Außerdem im Lieferumfang sind natürlich normale Schrauben, Schrauben für Radiatoren, ein 7V Molex auf 3 Pin Adapter (leider ohne Molex Y-Kabel) und 2 Pin LED Kabel um die LED Funktion auf eine Steuerung umlegen. Dazu wird einfach das 2 Pin Kabel am Lüfter abgenommen (damit können die LEDs auch deaktiviert werden).

 

Die sieben relativ breiten und geschwungenen Lüfterblätter sind zur besseren Ausleuchtung ebenfalls transparent. Form und Größe der Blätter zeigen die Ausrichtung auf höheren statischen Druck, die mitgelieferten Radiatorschrauben bestätigen dies. Die Nabe ist überdurchschnittlich groß, ein etwaiger Totpunkt sollte aber schon allein aufgrund der sehr hohen U/Min kompensiert werden.


Der Einbau ging uns sehr schnell von der Hand und es warteten keine Auffälligkeiten. Die Abstandshalter waren bereits passend für ATX Boards gesetzt und sparen damit Zeit. Das Board passte auf Anhieb und dank der Daumenschrauben war auch die GPU schnell eingebaut. Da das Netzteil nicht unter eine Blende geschoben werden muss, war auch dieses schnell eingebaut. Bei der Verkabelung fiel uns positiv auf, dass die Gummirahmen auch bei stärkem Zug immer an ihren Platz blieben. Dies mag zwar nicht besonders klingen, doch bei zu vielen Gehäusen fallen diese ständig heraus und hängen an den Kabeln, was auf dauer einfach nervt. Neben dieser Kleinigkeit gefällt uns das Kabelmanagement des Aurora ohnehin sehr gut, da neben den gut positionierten Durchführungen vor allem der Platz hinter dem Tray ausreichend groß ist um die Kabel bequem zu verstauen.

 

Die SSD haben wir zu präsentationszwecken auf der Vorderseite verbaut und natürlich das Aura Modul verwendet, welches einfach mit zwei Schrauben direkt an der SSD befestigt wird. Mittels Button am I/O Panel kann eine Reihe von Farben oder ein an- und abschwellender Wechselmodus aktiviert werden.

Unser 158 mm Kühler fand problemlos Platz, die Herstellerangabe von 160 mm ist also nicht untertrieben. Eher im Gegenteil, da wir noch knapp 4 mm Platz haben. Aufgrund der unflexiblen Seitenteile hat BitFenix hier wohl ein kleines Sicherheitspolster veranschlagt.

Obowohl das NT nicht abgedeckt wird, wirkt das Aurora sehr aufgeräumt und bietet Raum für eine ansprechende Präsentation des Systems!

BitFenix Alchemy 2.0 LED Strip und BitFenix Spectre Xtreme 120 mm LED

Zunächst bringen wir die beiden LED Stripes an. Für ein homogenes Bild haben wir diese zuammengeschlossen und direkt an die Aurora Steuerung gekoppelt. Damit werden sie synchron zu dem SSD Bracket geregelt inklusive dem Atmungsmodus mit wechselnden Farben. Die Magnete sind sehr stark und haften sofort im Innenraum des Gehäuses. Sie sind sogar so kräftig, dass sich beim ziehen eher die Steckerverbindungen lösen, als dass die Stripes abgehen.

Jetzt treiben wir es auf die Spitze und statten das Aurora gleich mit allen vier Spectre Xtreme Lüftern aus. Zwei wandern in die Front, die anderen beiden auf die Rückseite und in den Deckel. Zum dem weißen Licht der Lüfter wählen wir für die Alchemy 2.0 eine blaue Beleuchtung.

 

Wie sich sich Lüfter zu dem auf die Lautstärke und auf die Temperatur auswirken haben wir natürlich auch gemessen.


 

Damit unsere Leser bei unseren Tests den größten Mehrwert haben, nutzen wir aktuelle Prozessoren. Die mögen zwar immer weniger Strom verbrauchen, aber unter massiver Übertaktungen ergeben sich auch so große Differenzen.

 

Testsystem:

Mainboard

Asrock X79 Extreme 6

Prozessor

Intel Ivy Bridge E i7-4820K

Arbeitsspeicher

3 x 2GB mushkin essentials

Grafikkarte

Sapphire HD7770 GHz Edition

SSD

Patriot Pyro 240GB SSD

Netzteil

Seasonic X650

Wärmeleitpaste

Prolimatech PK3-30 Gramm Tube

Überwachung

Aquaero5 XT

 

Mainboard:
Das von Asrock stammende X79 Mainboard steht für Zuverlässigkeit und Stabilität, also genau das Richtige um langfristig vernünftige Kühlertests zu schreiben.

Prozessor:
Intels Ivy-Bridge E 4820K stellt einen 4 Kern (8 Threads) Prozessor für Übertakter dar. Mit dem offenen Multiplikator lassen sich problemlos Taktraten weit außerhalb der Spezifikationen erreichen. Im Gegensatz zu unserem Vorgänger, dem i5 3570k, lassen sich dank der höheren Abwärme deutlich größere Differenzen bei Kühlertests erreichen. So gestalten sich unsere Tests noch aussagekräftiger als zuvor.

Arbeitsspeicher:
Hier greifen wir auf Mushkin Essentials im QuadPack zurück. Dieser lässt sich massiv übertakten und kommt mit einer Höhe von nur 3cm daher. Somit greifen wir auf eine sehr niedrige Produktionshöhe um eventuellen Kompatibilitätsproblemen bei Kühlertests aus dem Wege zu gehen.

Prozessorkühler:
Um größtmögliche Vergleichswerte gewährleistet zu können, setzen wir hier auf den Noctua NH-U12S, der mit seinen 158 mm Bauhöhe in so ziehmlich jedes Gehäuse passen sollte.

Wärmeleitpaste:
Es kommt immer öfters vor das es bei Wärmeleitpasten unterschiedliche Chargen gibt. Damit wir auch bei der Wärmeleitpaste keine Schwankungen befürchten müssen, greifen wir auf eine 30 gr. Tube Prolimatech PK3 zurück.

Grafikkarte:
Mit der Sapphire HD7770 GHz Edition setzen wir auf eine aktuelle von Hause aus übertaktete Mainstreamkarte. Diese verbraucht zwar deutlich weniger als aktuelle High-End Pixelbeschleuniger, gibt unter Furmarkbelastung auf Grund des kleinen Stockkühlers auch so genug Wärme ab.

Netzteil:
Mit dem Seasonic x650 greifen wir auf ein Netzteil zurück welches unser Testsystem zuverlässig mit Strom versorgt. Dieses stellt aber auch durch den dickeren Kabelstrang und den leicht störrigen Kabeln eine durchschnittliche Verlegeeigenschaft hinter dem Mainboardtray dar.

 

Ablauf und Messungen:

Temperatur:
Bei den Temperaturmessungen wurde das System gleichzeitig mit Prime95 (12K) und Furmark ausgelastet, um sowohl der CPU als auch der Grafikkarte alles abzuverlangen, sodass sich die Leistungsaufnahme bei 280W einpendelte. Insbesondere bei hohen Verlustleistungen spielt die Belüftung des Gehäuses eine große Herausforderung dar, die Abwärme schnell abzuführen um ein Aufheizen des Gehäuses zu vermeiden. Die Lüfter sowie der CPU-Lüfter wurden mit voller Drehzahl, also 12V, betrieben. Im Falle einer integrierte Lüftersteuerung, führen wir zudem Messungen bei 7V durch. 
Als Ergebnis nehmen wir das maximale Mittel der CPU-Kerne, sowie die maximale GPU-Temperatur abzüglich der Raumtemperatur.

Lautstärke:
Die Lautstärkemessungen werden mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-100 Schallpegelmessgerätes durchgeführt. Die Gehäuselüfter sowie der Lüfter des CPU-Kühlers werden jeweils mit 12V angesteuert. Bei Gehäusen mit Lüftersteuerung werden zusätzlich Messungen bei 7V Ansteuerung vorgenommen. Bei Gehäusen ohne Lüftersteuerung nehmen wir davon Abstand, da diese von Hause aus die Leistung unterstützen. Gehäuse besitzen je nach Seite unterschiedliche Lautstärkeentwicklungseigenschaften, weswegen die Messungen in 30cm Entfernung von der linken Seite mit geschlossenem Seitenteil, 30cm von der Front und 30cm vom Deckel aus getätigt werden. Der Durchschnitt der Messungen entspricht dem Ergebnis.


Standardausstattung

Dass das Aurora keine neuen Temperaturrekorde Aufstellen wird, war angesichts des einzelnen 120 mm Lüfters zu erwarten. Während die CPU mit knapp über 44 Grad zwar sehr hoch, aber nicht kritisch ist, macht sich fehlende Frischluftzufuhr bei der GPU noch stärker bemerkbar. 56,8K sind eine der höchsten GPU Temperaturen die wir seit langem gemessen haben. Unsere Empfehlung lautet daher, dass der Zukauf weiter Lüfter in Erwägung gezogen werden sollte, insbesondere wenn Hardware mit hoher Abwärme zum Einsatz kommt.

Wie sich das Gehäuse mit den vier Spectre Xtreme Lüftern schlägt haben wir in einer gesonderten Messung untersucht.

 

4x Spectre Xtreme LED (2x Front, 1x Top, 1x Heck)

Mit den zahlreichen, schnellen Lüftern sind die Temperaturen des Auroras deutlich konkurrenzfähiger. Wir verzeichnen zwar noch immer etwas höhere Werte, doch 3 respektive fast 5 Grad Verbesserung, konnten erziehlt werden. Die Lautstärke steigt zwar dementsprechend an, doch zeigt der kleine Zusatztest, dass im Aurora durchaus Spielraum für Optimierung vorhanden ist. Ein Temperaturwunder wird das Case aber nicht werden, was die Messung auf 7V nochmal bestätigt. 


Die Messungen werden mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-100 Schallpegelmessgerätes durchgeführt. Die Gehäuselüfter sowie der Lüfter des CPU-Kühlers werden jeweils mit 12V angesteuert. Bei Gehäusen mit Lüftersteuerung werden zusätzlich Messungen bei 7V Ansteuerung vorgenommen. Bei Gehäusen ohne Lüftersteuerung nehmen wir davon Abstand, da diese von Hause aus die Leistung unterstützen. Gehäuse besitzen je nach Seite unterschiedliche Lautstärkeentwicklungseigenschaften, weswegen die Messungen in 30cm Entfernung von der linken Seite mit geschlossenem Seitenteil, 30cm von der Front und 30cm vom Deckel aus getätigt werden. Der Durchschnitt der Messungen entspricht dem Ergebnis.

Die Umgebungslautstärke beträgt 34,7 dB(A) die es bei den Messungen zu berücksichtigen gilt.

Standardausstattung

Da nur ein Lüfter in dem BitFenix Aurora werkelt reicht es für eine Platzierung im soliden Mittelfeld. Gute 40 dB(A) hat das Gehäuse im Schnitt erreicht. Im Test war auffällig, dass unterschiedliche Messpunkte kaum Unterschiede ergaben. Die Kunstofffront und der Deckel haben so gut wie keine schalldämmende Wirkung.

 

4x Spectre Xtreme LED (2x Front, 1x Top, 1x Heck)

 

Die zusätzlichen Lüfter fordern natürlich ihren Tribut und auf maximalen 12V ist die Lautstärke demnach kaum erträglich und mit über 50 dB(A) mit Abstand am höchsten. Im Alltag würden aber vermutlich nur die wenigsten vier Lüfter auf 2000 U/Min laufen lassen. Die ~ 43dB(A) unter 7V sind da schon deutlich erträglicher, wenn auch nicht leise. 


 

Bitfenix Aurora

Das Aurora ist zweifellos ein besonderes und sehr spezielles Gehäuse, das sich in erster Linie einer (bunten) Präsentation des Systems widmet. Das zeigen nicht nur die gleich zwei edel wirkenden Glasseitenteile, sondern auch die integrierte LED-Platine inkl. dem SSD-Bracket. BitFenix geht sogar noch einen Schritt weiter und macht das Aurora "Asus Aura ready" also kompatibel mit der RGB-LED Schnittstelle der Asus Boards mit "Aura Sync". Damit sind dann mit dem entsprechenden Mainboard verschiedene Lichteffekte und Farbenspiele möglich. Gleichzeitig lässt sich die kleine Platine mit den ebenfalls "Aura ready" Alchemy 2.0 LED Stripes erweitern. Heller und bunter findet man wohl eher selten. Auch die praxisrelevanten Eingeschaften des Gehäuses sind solide, es gibt genügend Platz für große Mainboards, Radiatoren und Laufwerke, mit Ausnahme von 5.25" Geräten und bilden eine gute Basis für Gamingsysteme aus dem Mainstreambereich.

Doch wo so viel Licht ist, gibt es auch den ein oder anderen Schatten. Die Front ist im Gegensatz zum Rest des Gehäuses fast schon zu schlicht und könnte etwas aufregender sein. Vor allem aber mit dem Softtouch konnten wir uns nicht vollends anfreunden, besonders mit Augenmerk auf die Robustheit. Außerdem wurden bei der Materialwahl, bzw. viel mehr dessen Stärke, durchaus Kompromisse gemacht, was bei einem Gehäuse mit Glas und dieser Austattung im 100€ Bereich wohl einfach zu erwarten ist. Auch die Temperaturen sind mit der standardmäßigen Lüfterausstattung leider etwas enttäuschend, wenn auch nicht kritisch. Dennoch darf hier keine übermäßig kühle Hardware erwartet werden. Zum Glück gibt es hier natürlich die Möglichkeit zu einer (externen) Wasserkühlung.

Unterm Strich bleibt das BitFenix Aurora aber vor allem eins: sexy. Ein Gehäuse bei dem man mindestens zweimal hinguckt und damit erfüllt es vermutlich genau den geplanten Einsatzzweck, was uns dann den Silber Award wert ist.

 

 

Bitfenix Alchemy 2.0 RGB-LED Stripes

Mit den RGB-LED Streifen macht BitFenix eigentlich alles richtig, allem vorran natürlich das doppelte Montageprinzip. Die Kombination aus starkem Klebstreifen und kräftigen Magnet macht die Bänder sehr vielseitig und unabhängig vom Einsatzort. Die ASUS Aura-Kompatibilität bringt Besitzern entsprechender Hardware sicher auch eine Menge Spaß. Qualitativ gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Die Lichtausbeute und Leuchtkraft ist hervorragend, die Verarbeitung ist gewissenhaft durchgeführt worden und alle festen Kabel wurden sauber gelötet. Kritik müssen wir an der Steuerungseinheit äußern, welche die Stripes unnötig einschränkt. Mit dieser sind leider "nur" sieben Farben und der Wechseleffekt möglich. Zwei bis drei Farben und Modi mehr wären ein "nice to have", denn rein technisch können die LEDs das, was sie in Kombination mit Asus Aura beweisen.

Preislich muss man etwas tiefer in die Tasche greifen. Die 60 cm Variante schlägt mit 29,90€, die Kürzere mit 24,90€ zu Buche. Kann man auf den Controller verzichten, ist ein Ersparnis von jeweils 5€ möglich. Hinsichtlich Leistung und Qualität ist das Geld aber unserer Meinung sehr gut angelegt.

Abschließend wollen wir uns bei BitFenix und Caseking für die Bereitstellung des Samples bedanken.

weiterführende Links:

Preisvergleich (Aurora)
Herstellerlink (Aurora)
 
Preisvergleich (Alchemy 2.0)
Herstellerlink (Alchemy 2.0)
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