Gehäuse
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Brachial, martialisch, mächtig sind nur einige Adjektive, die man dem Cougar Panzer Max zuschreiben könnte. Der Hersteller bringt einen imposanten Full-Tower, der auf den ersten Blick die Zielgruppe der Gamer erkennen lässt und sich gegen den Trend der schlichten Gehäuse stellt. Wir haben geschaut, was der "Panzer“ zu leisten vermag, der sich immerhin selbstbewusst als das „ultimative“ Case betitelt.


 

Technische Details

Cougar Panzer Max

 Gehäuse-Typ  Full - Tower
 Maße  266 × 612 x 556 mm (B x H x T)
 Material  Stahl, Kunststoff
 Farbe  schwarz
 Gewicht  - kg
 Formfaktor  E-ATX, ATX, mATX, mini-ITX
 Einschübe 5,25" (extern)  2 x
3,5" (extern)  -
3,5" (intern)  2 x (als 2.5"/3.5" Kombo)
2,5" (intern)  6 x (2x 2.5"/3.5" Kombo)
 Erweiterungs-Slots  8 x
 Maximale CPU-Kühler Einbauhöhe  170 mm
 Maximale Grafikkartenlänge  390 mm
 I/O-Panel
 2 x USB 3.0, 2 x USB 2,
 Mikro- und Kopfhöreranschluss
 Reset, Power, Lüftersteuerung
 Fenster  ja
 Dämmung  nein
 Lüfter-Steuerung  ja
 Wasserkühlungskompatibel intern  ja
extern  ja
 Derzeitiger Straßenpreis  ab ca. 118€

Das Panzer Max fällt sehr groß aus, ist durch den vielen Kunststoff aber noch recht leicht. Dabei irritiert etwas die geringe maximale Kühlerhöhe und GPU-Länge, da beide bei den Gehäusemaßen eher niedrig ausfallen. Das liegt daran, dass der eigentliche Korpus eher durschnittlich groß ist und viel Platz durch den Kettenrahmen beansprucht wird. Die Ausstattung ist gut, es gibt zwar keine Dämmung, dafür aber eine Lüftersteuerung. Der Preis hält sich für Größe und Ausstattung absolut im Rahmen!

 

Radiatorkompatibilität

Cougar Panzer Max

 Position  Größe  Dicke  Lüfter-Bestückung
 Front  120/140/240/280/360* mm  -  einseitig
 Heck  120 mm  -  einseitig
 Oberseite  120/140/240/280/360* mm  -  -
 Boden  120/140 mm (je nach Netzteil)  -  -
 Seitenteil links  -  -  -
 Seitenteil rechts  -  -  -

Es gelten hier die maximalen Möglichkeiten an der jeweiligen Position. Radiatorkombinationen müssen dahingehend selbst überprüft werden.

* Es ist nur die Verwendung von einem 360 mm Radiator gleichzeitig möglich

Der Platz für Radiatoren kann sich sehen lassen. Jedoch muss bedacht werden, dass sich zwei 360 mm Radiatoren gegenseitig ausschließen. Das Maximum liegt also bei einem 280 + 360 mm, wahlweise im Deckel oder der Front. Auch hier kommt dann der etwas kleinere Innenraum zum Vorschein. Dafür kann auch ein 120/140mm Radiaot am Boden installiert werden, abhängig davon wie lang das verwendete Netzteil ist.

 

Belüftungsmöglichkeiten

Cougar Panzer Max

Position Anzahl Größe Staubfilter
Front Vorinstalliert  2  120 mm  ja
Möglich  3/3  120/140 mm
Heck Vorinstalliert  1  120 mm  -
Möglich  1  120 mm  -
Oberseite Vorinstalliert  -  -  -
Möglich  3/2  120/140 mm  -
Boden Vorinstalliert  -  -  ja
Möglich  1/1  120/140 mm  -
Seitenteil links Vorinstalliert  -  -  -
Möglich  -  -  -
Seitenteil rechts Vorinstalliert  -  -  -
Möglich  -  -  -
HDD-Käfig Vorinstalliert  -  -  -
Möglich  -  -  -

Trotz der Gehäusebreite ist im Heck lediglich ein 120mm möglich. In der Front können bis zu drei 140mm Lüfter montiert werden, wobei im Lieferumfang dort lediglich 120er Exemplare verbaut wurden. Der Deckel bietet weiteren Platz für drei 120mm bzw zwei 140mm Lüfter und der Bodenplatz von maximal 140 mm rundet die umfangreiche Belüftung ab.


Verpackung und Lieferumfang

Auf der braunen Umverpackung wirbt Cougar mit nichts Geringerem als dem „ultimativen Computergehäuse“, das sich an echte Gamer richtet. Rückseitig gibt es technische Daten mit einigen hervorgehobenen Eigenschaften, wie z.b. dem GPU Platz etc. Der Lieferumfang fällt gelungen aus. Um den zahlreichen Lüfterplätze Herr zu werden, legt Cougar zwei 3-fach Lüfterkabel bei, zudem gibt es einen Headsethalter, Manschetten für die Schlauchdurchführungen, eine Ersatzslotblende, sowie die benötigen Schrauben und Kabelbinder. Auch ein Handbuch hat den Platz in den Karton gefunden, wobei dieses nur auf Englisch, dafür aber gut bebildert ist.

 

Impressionen

Das Panzer Max macht seinem Namen alle Ehre, knackt mit 612 x 556 x 266 mm locker die Schallmauer von 60cm in der Höhe und lässt den Betrachter, durch die Bügel, die es vollständig umranden an Panzerketten denken. Problem daran ist, dass das Case damit deutlich größer ausfällt, als der Innenraum Platz bietet. Während die Maße also Richtung Big-Tower gehen, ist der Innenraum eher der eines (großen) Midi-Towers. Entgegen der Optik handelt es sich bei den Panzerketten lediglich um Kunststoff. Durch die robuste Konstruktion wird jedoch trotz der verspielten Optik nicht gänzlich der Eindruck eines typischen Plastikbombers erweckt, bei der Haptik hingegen spürt man den großzügigen Kunststoffeinsatz allerdings schon.

Die Front kommt, auch mit hervorstehender Kettenumrandung, noch vergleichsweise schlicht daher und besteht komplett aus einem durchgehend Mesh, das nur von den beiden Slotblenden und dem goldenen Cougar-Logo unterbrochen wird - Platz für optische Laufwerke ist also vorhanden, was bei einem Big- oder Full-Tower nach wie vor zu erwarten ist. Der Airflow dürfte durch das großflächige, offene Mesh recht hoch ausfallen, anders als bei vielen im Trend liegenden Gehäusen mit geschlossenen Fronten. Rückseitig ist das Mesh mit einem feineren Staubfilter bestückt worden und fest mit diesem verbunden. Heißt zur Reinigung muss das komplette Mesh mit gereinigt werden.

Das I/O-Panel sticht im Gegensatz zum schlichten Mesh schon deutlicher ins Auge, was nicht zuletzt an dem goldenen Cougar Schriftzug liegt. Links davon sind der Reset- und Powerbutton platziert worden, während sich auf der rechten Seite eine 3-Stufen Lüftersteuerung in Form eines Schiebreglers befindet. Darüber sind die I/O Ports angeordnet. Es gibt je zwei USB2/3.0 Buchsen und Audio I/Os. Flankiert wird das IO-Panel von dem Kettenrahmen, der an dieser Stelle mit einer Oberfläche im Carbon-Look ausgestattet ist, wie man es beispielsweise von den Zotac Extreme Karten kennt.

Auf dem Deckel gibt es ebenfalls einiges zu entdecken und so gibt es beispielsweise zwei stabile Griffe, an denen das Case bequem transportiert werden kann. Die maximale Traglast liegt bei 35 kg, also mehr als ausreichend. Unter dem herausnehmbaren Gitter lassen sich bis zu drei 120mm bzw. zwei 140 mm Lüfter unterbringen, wobei der vordere Platz von einer geschlossenen Blende ungünstig verdeckt wird!

Die Rückseite bietet bis auf die drei Schlauchdurchführung für externe Wasserkühlungen nicht viel Außergewöhnliches. Auch sie wird durch den Kettenrahmen seitlich verdeckt, was den Kabelsalat an den I/O-Ports etwas kaschiert. Außerdem gibt es einen ersten Blick auf den 120mm Hecklüfter, der gleichzeitig die maximale Lüftergröße an der dortigen Position darstellt. Das zeigt wieder, dass das Panzer Max nur äußerlich wirklich groß ist.

Die Seitenteile verfügen über einen komfortablen Öffnungsmechanismus per Hebel, der hervorragend funktioniert und den Zugriff auf die Hardware jederzeit ohne Schrauben oder ähnliches ermöglicht. Allerdings könnten die Seiten etwas fester am Korpus sitzen. Für die Optik gibt es zudem ein großflächiges Fenster aus Acryl mit Cougarschriftzug.

Qualitativ ist am Material und dessen Verarbeitung nichts auszusetzen, jedoch hat das Cougar Panzer Max Probleme mit klapperden Teilen. Denn sowohl das Meshgitter der Vorderseite hat Spiel, vor allem aber die beiden Seitenteile. Bei diesen liegt dies an dem Schließmechanismus, der logischerweise nicht die Stärke von Schrauben erreicht. Allerdings hätte mit Gummi- oder Schaumstoffpuffern die Problematik stark eingedämmt werden können. So wird der haptische Eindruck leider geschmälert und auch Vibrationen der Hardware könnten problematisch werden.

Auf der anderen Seite hingegen sind die Oberflächen frei von Fehlern und die restliche Konstruktion wirkt robust!


Der schnell erreichbare Innenraum ist zwar etwas kleiner als vielleicht erwartet, weckt aber den Entdeckertrieb, denn es gibt durchaus was zu sehen. Zunächst einmal ist er durch die große, durchgehende Netzteilabdeckung zweigeteilt. Diese besteht leider nur aus Plastik und nicht aus Metall, ist dafür aber modular. Der etwas unschöne Aufkleber verrät wie man sie entfernen kann, weißt jedoch nicht auf die Schraube auf der Rückseite hin, die zunächst gelöst werden muss. Statt des Aufklebers hätte auch ein Hinweis in der Anleitung gereicht.

Unter Abdeckung verbirgt sich zunächst erstmal nichts, also auch keine Laufwerkskäfige, die in dem Gehäuse gänzlich fehlen. Stattdessen sehen wir die Netzteilposition und die Montagepunkte für den Bodenlüfter. Leider fehlt dem Netzteil jegliche Entkopplung vom Gehäuse, was eigentlich als Standard zu sehen ist!

Zwei Dinge fallen zudem auf: Zunächst ist die Abdeckung komplett geschlossen, es können also weder Kabel durch sie hindurchgeführt werden, noch macht so der Bodenlüfter Sinn. Weiterhin ist das Tray ebenfalls komplett durchgängig, es gibt also keinerlei Möglichkeiten an das Netzteil und dessen Kabel zu kommen, solange die Abdeckung montiert ist. Diese lässt sich aber nur entfernen, wenn in den unteren Slots keine Karten stecken, da sie nach oben hin rausgehebelt werden muss und mit Karten in den unteren drei Slots kollidiert. An die Rückseite muss man Zwecks der Schraube zudem sowieso, weshalb ein Zugang von der Rückseite unter die Abdeckung logischer gewesen wäre. Weiterhin muss sie für Frontradiatoren entfernt werden, da sie keine ausreichende Aussparung besitzt. So erhält das modulare System durch einige Designfehler viele Minuspunkte.

 

Über der Blende sitzt der sogenannte AirGuide. Dabei handelt es sich um eine kleine Plastikblende, die einen Teil der von den Frontlüftern kommenden Luft auf die Rückseite des Gehäuses umlenkt um dort die Laufwerke zu kühlen. Besonders bei hochtourigen HDDs ist die sicherlich der Lebenszeit zuträglich. Wer dieses Feature nicht benötigt kann den AirGuide auch entfernen und die gesamte Frischluft in die Hauptkammer befördern.

Mainboards finden bis zu E-ATX Format Platz mit bis zu acht Slotblenden, wobei die obere entfernt wurde und dem Lieferumfang beiliegt. Rund um das Tray sind zahlreiche gut platzierte Kabeldurchführungen eingelassen worden. Lediglich oben rechts hätte eine weitere sein dürfen.

Die ODD-Schlitten sind mit zuverlässig funktionierenden Schnellspannvorrichtungen ausgestattet die eine schnelle (De)Montage der Laufwerke ermöglichen.

 

Auf der Rückseite werden sämtliche HDD/SSDs installiert und zwar flach hinter dem Tray. Dazu sind auch für die großen 3.5“ Laufwerke zwei Schlitten direkt hinter dem Mainboard vorhanden, die über eine Entkopplung verfügen. Noch komfortabler gestalten sich die SSD Schlitten, die wie kleine Rampen leicht abgewinkelt im vorderen Bereich untergebracht wurden. Hier kann komplett ohne Werkzeug einfach eine 2.5“ SSD eingeschoben werden, was wirklich bequem ist.

Dadurch dass auch 3.5“ Laufwerke hinter das Tray müssen fällt der Abstand zum Seitenteil im übrigen Bereich natürlich sehr groß aus, was in sehr üppigen 33 mm für Kabel resultiert.


Die Montage des Testsystems fiel zum großen Teil komfortabel aus und bestätigt die guten Ideen des Herstellers. Beim Mainboard sind durch die Erhebungen am Tray keine normalen Abstandshalter nötig. Lediglich in er Mitte befindet sich ein kleiner Bolzen, der das Board bereits ohne Schraube in Position hält und die Arbeit erleichtert. Besonders gelungen ist zudem der Einbau der SSDs, was schnell und ohne Werkzeug geht, dafür ein großes Lob.

Die Netzteilmontage und dessen Abdeckung hat jedoch vor und Nachteile. Unsere gewählte Positon der GPU blockiert den Ein- und Ausbau der Abdeckung, da dieses leicht nach oben gehebelt wird und dann mit der GPU kollidiert. Das ist vor allem Störend, wenn schnelle Änderungen am Systems gewünscht sind.

Da über die Abdeckung der einzige Zugriff auf die Kabel möglich ist, muss diese immer entfernt werden, wobei dazu auch Zugriff die Rückseite des Gehäuses nötig ist. Die Kabel können an der Stelle auch nur verstaut werden, wenn dort kein Radiator verbaut ist. Durch den großzügigen Platz auf der Rückseite ist das aber auch nicht unbedingt notwendig. Die Kabeldurchführungen hingegen sind gut platziert und wir konnten ohne Verlängerungen unser System zusammenbauen.


Damit unsere Leser bei unseren Tests den größten Mehrwert haben, nutzen wir aktuelle Prozessoren. Die mögen zwar immer weniger Strom verbrauchen, aber unter massiver Übertaktungen ergeben sich auch so große Differenzen.

 

Testsystem:

 Mainboard  Asrock X79 Extreme 6
 Prozessor  Intel Ivy Bridge E i7-4820K
 Arbeitsspeicher  3 x 2GB mushkin essentials
 Grafikkarte  Sapphire HD7770 GHz Edition
 SSD  Patriot Pyro 240GB SSD
 Netzteil  Seasonic X650
 Wärmeleitpaste  Prolimatech PK3-30 Gramm Tube

 

Mainboard:
Das von Asrock stammende X79 Mainboard steht für Zuverlässigkeit und Stabilität, also genau das Richtige um langfristig vernünftige Kühlertests zu schreiben.

Prozessor:
Intels Ivy-Bridge E 4820K stellt einen 4 Kern (8 Threads) Prozessor für Übertakter dar. Mit dem offenen Multiplikator lassen sich problemlos Taktraten weit außerhalb der Spezifikationen erreichen. Im Gegensatz zu unserem Vorgänger, dem i5 3570k, lassen sich dank der höheren Abwärme deutlich größere Differenzen bei Kühlertests erreichen. So gestalten sich unsere Tests noch aussagekräftiger als zuvor.

Arbeitsspeicher:
Hier greifen wir auf Mushkin Essentials im QuadPack zurück. Dieser lässt sich massiv übertakten und kommt mit einer Höhe von nur 3cm daher. Somit greifen wir auf eine sehr niedrige Produktionshöhe um eventuellen Kompatibilitätsproblemen bei Kühlertests aus dem Wege zu gehen.

Prozessorkühler:
Um größtmögliche Vergleichswerte gewährleistet zu können, setzen wir hier auf den Noctua NH-U12S, der mit seinen 158 mm Bauhöhe in so ziehmlich jedes Gehäuse passen sollte.

Wärmeleitpaste:
Es kommt immer öfters vor das es bei Wärmeleitpasten unterschiedliche Chargen gibt. Damit wir auch bei der Wärmeleitpaste keine Schwankungen befürchten müssen, greifen wir auf eine 30 gr. Tube Prolimatech PK3 zurück.

Grafikkarte:
Mit der Sapphire HD7770 GHz Edition setzen wir auf eine aktuelle von Hause aus übertaktete Mainstreamkarte. Diese verbraucht zwar deutlich weniger als aktuelle High-End Pixelbeschleuniger, gibt unter Furmarkbelastung auf Grund des kleinen Stockkühlers auch so genug Wärme ab.

Netzteil:
Mit dem Seasonic X650 greifen wir auf ein Netzteil zurück, welches unser Testsystem zuverlässig mit Strom versorgt. Dieses stellt aber auch durch den dickeren Kabelstrang und den leicht störrigen Kabeln eine durchschnittliche Verlegeeigenschaft hinter dem Mainboardtray dar.

 

Ablauf und Messungen:

Temperatur:
Bei den Temperaturmessungen wurde das System gleichzeitig mit Prime95 (12K) und Furmark ausgelastet, um sowohl der CPU als auch der Grafikkarte alles abzuverlangen, sodass sich die Leistungsaufnahme bei 280W einpendelte. Insbesondere bei hohen Verlustleistungen spielt die Belüftung des Gehäuses eine große Herausforderung dar, die Abwärme schnell abzuführen um ein Aufheizen des Gehäuses zu vermeiden. Die Lüfter sowie der CPU-Lüfter wurden mit voller Drehzahl, also 12V, betrieben. Im Falle einer integrierte Lüftersteuerung, führen wir zudem Messungen bei 7V durch. 
Als Ergebnis nehmen wir das maximale Mittel der CPU-Kerne, sowie die maximale GPU-Temperatur abzüglich der Raumtemperatur.

Lautstärke:
Die Lautstärkemessungen werden mit Hilfe eines VOLTCRAFT SL-100 Schallpegelmessgerätes durchgeführt. Die Gehäuselüfter sowie der Lüfter des CPU-Kühlers werden jeweils mit 12V angesteuert. Bei Gehäusen mit Lüftersteuerung werden zusätzlich Messungen bei 7V Ansteuerung vorgenommen. Bei Gehäusen ohne Lüftersteuerung nehmen wir davon Abstand, da diese von Hause aus die Leistung unterstützen. Gehäuse besitzen je nach Seite unterschiedliche Lautstärkeentwicklungseigenschaften, weswegen die Messungen in 30cm Entfernung von der linken Seite mit geschlossenem Seitenteil, 30cm von der Front und 30cm vom Deckel aus getätigt werden. Der Durchschnitt der Messungen entspricht dem Ergebnis.


Bedingt durch das offene Meshdesign haben wir gute Temperaturen erwartet, wurden aber dennoch positiv überrascht. Sowohl die GPU und CPU Temperaturen sind hervorragend und so niedrig wie lange nicht. Zwar sind die Lüfter auf maximaler Stufe sehr laut, aber auch auf der mittleren Ansteuerungen steigenen die Temperaturen so gut wie nicht an, während die Lautstärke deutlich gesenkt wird. Das Cougar Panzer Max hat keinerlei Probleme die Verlustleistung des Testsystems abzuführen.


Auf der höchsten Stufe ist das Panzer Max sehr laut, was vor allem an dem turbinenartigen Geräusch der Lüfter liegt. Dieses Heulen wird bereits auf der zweiten Stufe deutlich geringer und ist noch akzeptabel. Erst auf der langsamsten Stufe verschwindet es vollkommen. Die Messwerte betragen 44,7 bzw 42,8 dB(A).

Die Umgebungslautstärke betrug 33,9 dB(A) die es bei den Messungen zu berücksichtigen gilt.


Das Cougar Panzer Max hinterlässt ohne Zweifel einen bleibenden Eindruck. Also vermutlich genau das, was ein auffällig designtes Gehäuse erreichen möchte. Das martialische Äußere ist dabei absolute Geschmackssache und damit nicht Bestandteil unserer Wertung. Wertungsrelevant dagegen ist das Zustandekommens des Designs und hier muss man sagen, dass die zahlreichen Kunststoffanbauten von sehr guter und robuster Qualität sind und bombenfest am Gehäusekorpus sitzen – im Gegensatz zu den klappernden Seitenteilen, die zu viel Spiel haben und die Wertigkeit massiv reduzieren.

Beim Innenleben gibt es neben Innovativen und guten Ideen auch Versäumnisse. Während die Laufwerksmontage wirklich gelungen ist, ist die Netzteilabdeckung teilweise hinderlich und die fehlende Netzteilentkopplung nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Bei übrigen der Ausstattung gibt es hingegen kaum Grund zur Klage. Dafür überzeugt das Panzer Max mit einem exzellentem Airflow und hervorragenden Temperaturen, was Gamerhardware freuen wird. Die Lüfter sind auf der höchsten Stufe zwar sehr laut, lassen sich aber annehmbar drosseln.

Alles in Allem weiß das Panzer Max zu gefallen und überzeugt bei der Leistung. Um in der obersten Liga mitzuspielen sind aber ein paar Punkte noch zu verbessern. Der Preis liegt bei derzeit sehr fairen 118€.

 Abschließend wollen wir uns bei Cougar für die Bereitstellung des Samples und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

weiterführende Links:

Preisvergleich
Herstellerlink

Kommentare
Re: Test: Cougar Panzer Max -- mapim
2017 Okt 02 01:20:18 PM
Danke für den schönen Test. Ich muss zugeben das mir das Design gut gefällt. Ich hab wohl eine schwäche für Cases mit Tragegriffen.
Re: Test: Cougar Panzer Max -- Daniel N
2017 Okt 02 01:51:33 PM
Auch von mir danke für den Test.
Der Name passt zum Case, ich finds allerdings nicht so schön, sieht aus wie ein Atomkoffer O_o
Re: Test: Cougar Panzer Max -- Narbennarr
2017 Okt 02 02:37:36 PM
Meine Freundin meinte sofort, es sieht aus wie eine Munitionskiste, besonders mit den Türen. Von daher hat Cougar wohl gute Arbeit geleistet^^
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