CPU Kühler
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Verpackung und Lieferumfang 

Der Kühler kommt in einer hochwertigen Verpackung in braun-schwarz-weißer Farbgebung und nennt Highlights wie auch die technischen Daten. Die beiden Lüfter sind bereits am Kühler montiert und das Zubehör liegt sortiert in einer extra Schachtel bereit. Bei einem Preis von stolzen 100€ wird erwartungsgemäß üppiges Zubehör geliefert. Neben dem obligatorischen Montagematerial legen die Österreicher ein Y-Kabel, zwei L.N.A-Adapter zur Drehzahllimitierung, einen wertigen Sticker aus Metall, einen Schraubendreher und eine Spritze der NT-H1 Wärmeleitpaste bei. Letztere performt zwar überdurchschnittlich gut, es ist jedoch etwas Schade, dass bei dem Preis nicht die neue NT-H2 Paste beiliegt.

 

Technische Details

Noctua U12A

 Maße ohne Lüfter (H x B x T)  158 x 125 x 58mm
 Maße mit Lüfter (H x B x T)  158 x 125 x 108 mm
 Material  Kupfer, Aluminium
 Gewicht  1220 g (mit Lüfter)
 Heatpipes  7 x 6 mm
 Kompatibilität  Intel

 1156/1155/1150/1151/2011-3/2066

 AMD

 AM4/AM3+/AM3/AM2+/AM2/FM2+/FM2/FM1

 Derzeitiger Preis  ab ca. 100€

Wir erwähnt sind die Lüfter am U12A bereits vormontiert. Noctua hat den neuen Tower mit gleich seiner A12x25 Flaggschiffe im Push-Pull-Betrieb ausgestattet. Das relativiert auch ein wenig den hohen Preis, denn die Lüfter kosten bereits 30€ pro Stück. Mit etwas Milchmädchenrechnung (Lüfterzubehör der Retailvariante) kann man wohl sagen, dass die Hälfte des Preises bereits für die Lüfter zu veranschlagen ist. Was die Lüfter leisten, haben wir bereits ausführlich getestet. Kurzum, derzeit gibt es unserer Meinung nach keine besseren und wie unsere Ergebnisse zeigen werden, sind diese Maßgeblich an der Leistung des U12A beteiligt.

Schaut man sich den U12A an, erblickt man einen typischen und damit sehr nüchternen Noctua-Kühler. So liefert der Hersteller zwar eine gewohnt hervorragende Verarbeitungsqualität, verzichtet aber auf optische Spielereien, von dem eingeprägten Noctua-Logo auf der Deckellamelle mal abgesehen. Nachteil dieser nackten Alulamellen ist die starke Anfälligkeit bzgl. Fingerabdrücke, die sich anschließend nur mühsam entfernen lassen. Wir raten Perfektionisten zu Handschuhen bei der Montage.

Der U12A ergänzt die bewährte U12-Serie nach oben hin. So bleibt er ein Tower-Kühler im kompakten 120mm-Format, hat aber insbesondere in der Tiefe sichtlich zugelegt. Mit nun 58 mm ist er bereits 13 mm tiefer als der schmale U12S und dabei ist der zusätzliche Lüfter noch nicht einbezogen. Höhe und Breite sind mit 158 mm bzw. 125 aber identisch kompakt geblieben und so zeichnet sich der U12A weiterhin durch eine hervorragende GPU und Mainboardkompatibilität aus. Um Konflikte mit Speicherriegeln ebenfalls zu vermeiden, ist der U12A leicht asynchron und lässt sämtliche RAM-Plätze frei! Zumindest bei Systemen mit rechtsseitigem RAM, denn gemeinsam mit dem zweiten Lüfter werden die linken Plätze auf LGA20XX Systemen ca. zu Hälfte überbaut. Das dürfte mittlerweile aber wohl nur noch wenige User betreffen.

Das Ziel ist also klar: Soviel Leistung wie möglich, ohne Kompatibilitätsprobleme von 140er Tower oder gar Doppeltowern in Kauf nehmen zu müssen.

Anzahl (50) und Abstand (1.8 bis 2mm) der Lamellen entsprechen ebenfalls dem U12S und so ergibt sich durch die größere Tiefe ein Flächengewinn von stolzen 37%. Der geringe Lamellenabstand hat ein hohes Kühlpotential und kommt der Doppelbelüftung sehr entgegen. Die Ecken der Lamellen bilden kleine Hacken, in denen sicher die Lüfterklammern einhängen lassen. Kehrseite der filigranen Arbeit ist, dass sie schnell verbiegen – sich allerdings auch einfach wieder zurückbiegen lassen.

Bei den Heatpipes wurde ebenfalls aufgerüstet. Statt vormals fünf basiert der U12A auf sieben 6mm Heatpipes und schlägt damit sogar die großen Geschwister D15(S) und U14S, überhaupt sind sieben Heatpipes im Kühlergeschäft eher eine Ausnahme. Die Anordnung scheint auf den ersten Blick etwas chaotisch, deckt aber jeden Bereich in den Lamellen ab. Erwähnenswert sei die Heatpipe ganz am Rand bei der deutlich wird wie präzise die Lamellen gefertigt sind. Auch hier muss man sich optisch mit einer Vernicklung zufriedengeben, Endkappen gibt es keine. Dafür werden bei Noctua die Heatpipes noch mit den Lamellen verlötet und nicht nur gesteckt.

Bedingt durch die hohe Anzahl an Heatpipes fällt die sorgfältig polierte Bodenplatte sehr groß aus und überragt die Heatspreader der Intel 115X und AMD Ryzen CPUs. Den Vergleich zu den TR-Kühlern hält sie natürlich nicht Stand und für diese CPUs bietet der U12A auch keine Unterstützung.

 

Lüfter

Technische Details

Noctua A12x25

 Maße  120 x 120 x 25 mm
 Bohrungen  120 mm
 Anschluss  4 Pin (PWM)
 Regelbereich  angegeben

 400 - 2000 U/Min

 gemessen

 220 - 2000 U/Min
 Lautstärke  22,6 dB(A)
 Luftdurchsatz  102 m³/h
 statischer Druck  2,34 mmH2O
 Rotorblätter  9
 Lager  SSO2

Über die A12x25 hatten wir bereits einen umfangreichen Testbericht veröffentlicht. Durch ihre optimierte Flügelform und den geringen Abstand von Flügel zu Rahmen von nur 0.5 mm stellen sie alle bisherigen Lüfter in den Schatten. Kein Lüfter war bei unseren Tests so leise und kühlt dabei so gut. Durch den enormen Drehzahlbereich von unter 400 bis 2000 U/Min eigenen sie sich für jeden denkbaren Anwendungsbereich. Dabei ist ihr Lager absolut frei von Nebengeräuschen, was sie auch für Silentsysteme zu einer absoluten Empfehlung macht.

Das Noctua dem U12A gleich zwei der „Wunderlüfter“ beiliegen ist clever, denn wie sich zeigen wird profitiert er im unteren Drehzahlbereich davon ungemein und macht ihn zu einem der effizientesten Luftkühler überhaupt.


Kommentare
Re: Test: Noctua NH-U12A -- der_Schmutzige
2019 Mai 05 07:09:33 PM
Wieder mal interessant zu lesen. Ich ziehe daraus den Schluss, den NH-U14S dem NH-U12A vorzuziehen, ausser man hat wenig Platz in der Höhe.
Re: Test: Noctua NH-U12A -- Narbennarr
2019 Mai 06 07:39:23 AM
Ja, Größe lässt sich halt durch nichts ersetzen. Hat man den Platz ist der U14S doch sinnvoller :)
Re: Test: Noctua NH-U12A -- mapim
2019 Mai 06 01:47:36 PM
Sehr erstaunlich was man da rausholen kann.... Die Lüfter sind halt unglaublich. Ob sie wohl auch eine 140mm Version machen werden ? Die Nachfrage bei der Größe ist ja bei weitem nicht so hoch wie man glaubt .
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