CPU Kühler
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Details und Impressionen

Der Kühlkörper des Assassin III ist ein Dualtower wie er im Buche steht: Groß, schwer, massiv! Deepcool bleibt bei der Gestaltung recht konservativ und setzt auf zwei, weitestgehend schnörkellose Türme mit je 41 Aluminiumlamellen und 2mm Abstand zwischen diesen. Die beiden Kühltürme sind symmetrisch über der Bodenplatte ausgerichtet, also nicht von den RAM-Bänken oder den PCIe-Slots weggerichtet. Letzteres ist aber erstmal kein Problem, denn der Assassins III ist mit 140mm vorbildlich schmal und tangiert die Slots nicht so stark wie z.B. der 10mm breitere D15.

Die Höhe liegt bei 165mm, könnte rein vom Kühlkörper sogar niedriger ausfallen, aber Deepcool hat dem Assassin III zwei Kunststoffspoiler spendiert, die die Optik aufwerten sollen und auch als Luftleitungselement dienen sollen. Wir konnten jedoch keinerlei Einfluss auf die Temperatur feststellen und verbuchen sie daher als Designelement, dessen sogenannte Obsidian-Optik schlicht Hochglanzkunststoff ist. Hier können auch die mitgelieferten Sticker aufgeklebt werden. Insgesamt gefallen uns die Plastikaufsätze weniger und werden dem Premiumanspruch auch nicht unbedingt gerecht, ein paar schöne Heatpipekappen wären eine Alternative gewesen. Die oberste Lamelle hat zudem ein perfektes Hochglanzfinish und wirkt fast wie ein Spiegel. Kein Grund diese zu verstecken. Hier hat man der blanken Aluoberfläche von Noctua etwas voraus!

Die Lamellen sind an der Unterseite bis 49mm gekürzt um RAM mehr Platz zugeben. Da aber auch der tieferhängende Lüfter alle RAM-Slots überragt, ist hoher RAM, wie bei fast allen Dualtowern, keine gute Idee. Dank der guten Lüfterklammern kann man den Lüfter zwar auch deutlich höher hängen, dann steigt aber die Gesamthöhe und ein Teil des Luftstroms wird nicht mehr genutzt.

Deepcool setzt auf gleich sieben 6mm Heatpipes, wie es z.B. auch der Dark Rock 4 oder der U12A tun. Im Gegensatz zum Assassin II wurde die Anzahl dennoch reduziert, denn bereits der Vorteil einer siebten Heatpipe ist, unserer Erfahrung nach, recht gering. Laut Hersteller setzt man zur Optimierung auf ein Hybrid aus Groove- und Sinter-Heatpipe. Die Wärmeleitrohre sind matt vernickelt und münden in einer großen Bodenplatte, die ebenfalls vernickelt ist. Der Schliff und die Beschichtung sind tadellos.

Auffällig ist, dass Deepcool die Heatpipes mit den Lamellen aufwändig verlötet, wie es auch bei Noctua der Fall ist. Man zieht also offenbar alle Register!

Die zur Montage benötigte Brücke ist inklusive Federschrauben fest mit dem Kühler verbunden.

Auch in Sachen Verarbeitung lässt man sich nicht lumpen. Der Kühler ist stabil und sorgfältig gefertigt, mit einem attraktiven Finish. Auch die Entgratung und der Sitz der Lamellen ist frei von Kritik. Erst wenn man mit der Lupe sucht fällt z.B. auf, dass die Heatpipes optisch nicht ganz so sauber bzw. rückstandlosfrei mit der Bodenplatte verlötet sind wie etwa beim D15.

Die schwarzen, attraktiven 140mm Lüfter mit 120er Bohrungen fallen durch ihre filigranen Spoiler an jedem Lüfterblatt auf. Durch diese soll die Akustik verbessert und die Performance erhöht werden. Tatsächlich ist der Luftstrom gemessen an der Umdrehungsgeschwindigkeit enorm, von der Lautstärke her aber auch etwas auffälliger.

Bei 1400rpm erreichen die großen Lüfter beachtliche 150 m³/h und 1.79mmH2O. Das FDB Lager verspricht eine hohe Lebensspanne und gute Laufruhe. Zumindest für die Laufruhe können wir das bestätigen. Selbst gedrosselt kann man das Lager nicht heraushören und damit sollten auch höchste Ansprüche erfüllt werden.

Gummierte Ecken sorgen zudem für Entkopplung vom CPU-Kühler.


Kommentare
Re: Test: Deepcool Assassin III -- mapim
2019 Nov 11 07:24:19 PM
Ist doch mal erfreulich zu sehen das es einige wenigstens noch versuchen Noctua die Stirn zu bieten. Der Preis ist auch meiner Meinung nach wirklich hoch bei 100 €. Um 70 € könnte man...
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