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Ungefähr ein Jahr nach der Vorstellung des vielseitigen ROAR Lautsprechers liefert Creative mit dem ROAR² einen Nachfolger aus. Dieser soll trotz kompakterem Gehäuse dem Vorgänger in nichts nachstehen. Wir haben beide Lautsprecher verglichen. Ob es dem ROAR² gelingt in die Fußstapfen der ersten Generation zu treten, erfahrt Ihr im Test.


Verpackung und Lieferumfang

Der Roar² wird in einer schlichten und zum Großteil weißen Verpackung ausgeliefert. Die Vorderseite zeigt ein Bild des Lautsprechers, während die Rückseite mit vielen Informationen zum Produkt aufwartet.

Der Lieferumfang besteht aus einem Netzteil mit austauschbarem Netzstecker, einem USB Kabel und zwei Klebefüße um den Lautsprecher aufrecht hinzustellen. Natürlich finden sich auch diverse Anleitungen und Quick-Start-Guides im Zubehör.

 

Carry Bag

Passend zum ROAR² bietet Creative mit dem Carry Bag eine umkrempelbare  Tragetasche in dunkelgrau/hellgrau an. Diese aus Neopren bestehende Tasche soll dem mobilen Lautsprecher Schutz vor Kratzern, Stößen und Schrammen bieten. Das Material schmiegt sich dabei fest an das Gerät an. Für den leichteren Transport verfügt die Tragetasche über zwei abnehmbare Trageschlaufen: eine Handgelenksschlaufe und eine längere Schulterschlaufe.

 

Technische Details

Maße
51 x 188 x 109 mm
Gewicht 1 kg
Treiber

1 x 2,5“; 2 x 1,5“, 2 x Passivmembranen

Akkulaufzeit ca. 8h
Unterstütze Codecs AAC, aptX, SBC
Unterstützte Audioformate

MP3, WMA, WAV

Anschlüsse

AUX, Bluetooth3.0, NFC, Micro-SD, (Micro)USB

Besonderheiten
  • aptX
  • integriertes Mikrofon
  • Ladefunktion


Der ROAR² kommt im Vergleich zum ROAR mit einem um 20% reduziertem Gehäusevolumen daher. Infolgedessen konnte auch das Gewicht um ca 10% auf 1 kg reduziert werden. Im Gehäuse des Speakers kommen dabei drei Treibereinheiten und zwei Passivmembrane unter.

Schema roar2

Für die Mittel- und Tieftonabbildung ist ein mittig im Gehäuse platzierte 2,5″-Treiber zuständig. Der Hochtonbereich wird von zwei 1,5“ Treibern abgebildet. Die nach oben horizontale Platzierung der Treiber soll für eine gleichmäßige Klangverteilung im ganzen Raum sorgen. Am Rand des ROAR² finden sich außerdem zwei Passivmembranen, welche für die Bassreproduktion zuständig sind.

Der Lautsprecher lässt sich entweder horizontal oder vertikal aufstellen. Entsprechende Klebefüße finden sich im Lieferumfang. In der horizontalen Position ist das Klangerlebnis raumfüllender, wohingegen die vertikale Aufstellung für einen lauteren und zielgerichteteren Klang sorgt. Außerdem sind dabei die Tasten auf der Rückseite leichter erreichbar.

Wie schon der erste ROAR, kann auch der ROAR² mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität und einer sehr wertigen Haptik aufwarten. Weder bei der Materialwahl noch bei den Spaltmaßen gibt Grund zur Kritik. Die drei Treiber sind unter einem schwarzen fein perforierten Blech verborgen. Die Passivmembranen an den Seiten liegen im Gegensatz dazu frei und wurden lediglich mit einer Blende auf dem Schwingkörper versehen. Hier ist vor allen Dingen beim Transport etwas Vorsicht geboten, damit die Einheiten nicht beschädigt werden.

An der Front des Lautsprechers finden sich die wichtigsten Bedienelemente. Neben einer Möglichkeit den Speaker an- beziehungsweise auszuschalten, finden sich hier natürlich Buttons für Lauter und Leiser sowie die Möglichkeit das Bluetooth Pairing zu starten. Die Taste für letzteres dient gleichzeitig auch dazu auf einem gekoppelten Handy eingehende Anrufe entgegenzunehmen. Zur Kommunikation mit dem Gegenüber bietet der ROAR² ein integriertes Mikrofon. Beim Anschalten des Lautsprechers erstrahlt eine Reihe von drei LEDs, diese gibt nicht nur Auskunft über die Betriebsbereitschaft sondern liefert auch eine grobe Übersicht zum Ladezustand des Akkus.

Wer übrigens über ein NFC kompatibles Gerät verfügt, kann zur schnelleren Konfiguration auf den entsprechend gekennzeichneten NFC Kontaktpunkt an der Front zurückgreifen, anstatt das manuelle Bluetooth Pairing zu nutzen.

Auf der Rückseite des Creative ROAR² befinden sich noch einige weitere Bedienelemente sowie diverse Anschlussmöglichkeiten für Speichermedien beziehungsweise Audiogeräte. Über AUX-In lassen sich Audioquellen direkt via Klinkenkabel verbinden. Der USB-Out Ausgang ist dafür gedacht den ROAR² als mobilen Akku zu nutzen, falls dem Handy unterwegs mal der Strom ausgeht. Ein USB Stick kann hier leider nicht angeschlossen werden. Der Micro-USB Anschluss hat gleich mehrere Funktionen. Abhängig vom gewählten Modus (USB Audio oder Massenspeicher) agiert der Lautsprecher hier entweder als Card-Reader und bietet Zugriff auf eine eingelegte microSD-Karte oder aber man kann via der Creative Software auf den Speaker zugreifen, um ihn zu konfigurieren beziehungsweise als Ausgabegerät am PC zu verwenden.

Zusätzliche Bedienelemente am ROAR² erlauben die Aufnahme und das Abspielen von Sprachfiles oder aber das Abspielen, Pausieren und Überspringen von Musik, welche direkt über eine microSD-Karte eingespielt wird. Bei der Wiedergabe übers Handy sind die Tasten funktionslos. Über einen Schieberegler lässt sich zwischen Endlosschleife und Shuffle Mode mit zufälliger Wiedergabe wechseln. Der Lautsprecher gibt Dabei Musiktitel im WMA-, WAV- sowie MP3-Format wieder.

Die namensgebende ROAR Taste kommt mit einer Doppelfunktion daher. Beim ersten Drücken wird der sogenannte TERA Bass aktiviert, die LED leuchtet dann grün, während beim zweiten Drücken der ROAR Modus aktiviert wird, die LED leuchtet dann weiß. Eine kurze Ansage informiert zusätzlich noch akustisch über den ausgewählten Modus. Wie sich beide Modi klangtechnisch auswirken, betrachten wir im Soundcheck.


Creative bietet zum ROAR² eine passende Software an, um am PC noch einige Klangoptimierungen vorzunehmen. Optisch erinnert das Interface dabei an die herkömmlichen Creative Treiber.

Creative ROAR2Treiber

Die Software bietet insgesamt neun vorgefertigte Klangprofile, welche sich noch nach Belieben anpassen lassen.

So ist es beispielsweise Möglich den von Creative bekannten Crystalizer zuzuschalten beziehungsweise zu deaktivieren oder die Bass-Intensität anzupassen. Außerdem steht noch ein virtueller Surround Sound Modus, Smart Volumen und Dialog Plus bereit. Alle Optionen lassen sich in der Intensität variieren. Darüber hinaus bietet die Software auch Zugriff auf einen umfangreichen Equalizer. Hier kann man entweder auf verschiedene Voreinstellungen zurückgreifen oder aber selbst Hand anlegen.


Inbetriebnahme

Der integrierte 6000 mAh Akku versorgt den ROAR² zwischen 6 und 9 Stunden mit Strom. Je nachdem wie Laut man das Gerät einstellt und ob zusätzliche Modi wie ROAR zum Einsatz kommen. Der Lautsprecher kann entweder über das mitgelieferte Ladegerät oder den microUSB Anschluss geladen werden. Ersteres geht dabei deutlich fixer.

Hält man den Powerbutton kurz gedrückt begrüßt der Lausprecher den User mit einem kurzen Begrüßungssound. Drei grüne LEDs dienen als Indikator für den Batteriestand und signalisieren gleichzeitig auch die Betriebsbereitschaft.Der ROAR² kann nun auf verschiedene Wege mit Audiodaten gefüttert werden. Der einfachste Weg führt sicherlich über NFC. Dazu wird ein kompatibles Gerät einfach an der entsprechend gekennzeichneten Stelle auf den Lautsprecher gehalten. Nach einer kurzen Bestätigung spielt der Lautsprecher bereits Audiomaterial ab. Wer kein Endgerät mit NFC Unterstützung besitzt, kann den herkömmlichen Weg über die Bluetooth Taste gehen. Dazu wird die entsprechende Taste so lange gedrückt bis die daneben befindliche LED blinkt. Nun kann der Speaker über jedes Bluetooth Gerät gefunden und gekoppelt werden. Das funktionierte sowohl mit einem Android Tablet als auch mit einem IOS Handy absolut problemlos. Sobald eine Verbindung aufgebaut wurde, wird dies durch das Erleuchten einer kleinen weißen LED neben der Bluetooth-Taste signalisiert.

Eine weitere Möglichkeit den ROAR² mit Material zu füttern führt über den microSD-Karten Slot oder den AUX-In Eingang.

 

Soundcheck

Beim ersten Anspielen fällt sofort die unglaubliche Raumfülle des ROAR² auf. Auch die Kraft, die teilweise hinter den Bässen steckt, ist in Anbetracht der Größe des Lautsprechers einfach nur überwältigend. Ohne den TERA Bass oder ROAR Modus wirkt das Klangbild relativ linear und warm. Der Hochtonbereich ist angenehm seidig und bildet auch feine Abstufungen gut ab. Der Mitteltonbereich wirkt hin und wieder etwas dünn besetzt. Dennoch ist die Dynamik, die der kleine Lautsprecher liefert, sehr beeindruckend.

Im direkten Vergleich zum ROAR fällt auf das der ROAR² etwas weniger Bassvolumen bietet. Das ist wohl vor allen Dingen auf das etwas geringere Gehäusevolumen zurückzuführen, da die Treiber-Ausstattung ja ansonsten identisch ausfällt. Darüber hinaus ist auch die maximal erreichbare Lautstärke beim ROAR² einen kleinen Tick niedriger. Dafür kristallisiert sich beim ROAR² der Hochtonbereich etwas besser raus und auch die Frequenzseparation im Mittel und Hochtonbereich ist beim neuen ROAR etwas feiner.

Der ROAR² kommt mit zwei Modi zum Anpassen des Klangbildes daher. Im TERA Bass Modus wird der Bass intelligent in der Lautstärke beziehungsweise Intensität angehoben, um auch bei einem niedrigen Lautstärkepegel eine maximale Dynamik zu bieten. Das funktioniert in der Praxis ganz gut und wertet das Klangbild angenehm auf. Der ROAR Modus macht eigentlich nichts anders als auf den TERA Bass Modus noch eine Schippe Lautstärke drauf zu legen. Hier werden einfach alle Frequenzbereiche verstärkt, was je nach Lied doch oft doch zu viel des Guten ist.


Der ROAR² überzeugt neben einer hochwertigen Verarbeitung und einer umfangreichen Anschlussvielfalt auch mit einem, angesichts der Größe des Lautsprechers, überragenden Sound. Das kräftige und detailreiche Klangbild ist geprägt von einer unglaublichen Dynamik und bietet eine beindruckenden Raumfülle. Im mobilen Einsatz hält der ROAR² dank 6000mAh starkem Akku zwischen 6-9 Stunden durch, bevor das Gerät wieder an die Steckdose muss.

Abseits von den klanglichen Qualitäten zeigt sich der ROAR² als echtes Multifunktionstalent. So lässt sich das Gerät beispielsweise als Freisprechanlage oder in Verbindung mit einer microSD-Karte auch als Diktiergerät nutzen. Darüber hinaus kann der integrierte USB Anschluss dazu genutzt werden das unterwegs Handy mit Strom zu versorgen.

Mit einem Preis von 165€ ist der Sound Blaster ROAR² sicherlich alles andere als günstig. Dafür bietet der kompakte Lautsprecher neben einem hervorragenden Klang auch vielfältige Anschlussmöglichkeiten und eine Funktionalität, die noch über das Abspielen von Musik hinausgeht. Der Preis bekommt der Käufer also einiges geboten, sodass wir bedenkenlos unseren Gold Award verleihen.

Wen ein größeres Gehäuse und etwas mehr Gewicht nicht stört, der ist auch mit dem etwa 35€ günstigeren ersten Generation des ROAR Lautsprechers noch sehr gut beraten.

Gold Award 2013

Abschließend wollen wir uns bei Creative für die Bereitstellung des Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken.


Weiterführende Links:
Preisvergleich
Herstellerlink

 

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