Radiatoren
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Watercool, ein deutscher Hersteller edler Wasserkühlungskomponenten präsentiert mit der HTSF2 (Heattransformer) Serie nun die zweite Auflage der begehrten Röhrenradiatoren. Wie sich die Modelle in der 360er bzw. 480er Klasse im Vergleich zu den Netzradiatoren bzw. dem 480er AMS von Aquacomputer schlagen, werden wir auf den folgenden Seiten klären.



Der Watercool Heattransformer2 aus der 360mm Baureihe kommt bei uns ohne Karton, nur in einem Luftpolsterschlauch gehüllt an. Die Schrauben-12 an der Zahl- sind auf den Luftpolsterschlauch geklebt und haben eine Länge von 30mm. Bisher gibt es zwei Varianten pro Baugröße. Die LT und LTX Variante. Die LT Variante hat schwarze Seitenteile und Hochglanz polierte Vor- und Endkammern. Die LTX Version ist komplett aus poliertem Edelstahl.


Technische Daten:

  • Material: Rohre Kupfer, Lamellen Aluminium
  • Material Gehäuse: Stahlblech pulverbeschichtet, Edelstahl poliert
  • Maße außen (L x B x H): 410x130x50 mm
  • Gewicht: ca. 1550g
  • Druckgetestet: 5 Bar
  • Oberfläche: schwarz beschichtet
  • Anschluss: 2x Gewinde G 1/4 Zoll


Lieferumfang:

  • 1x Radiator
  • 12x Schrauben mit 30mm Länge
  • 1x Anleitung


Die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Niveau. Der Radiator hat ein zweifarbiges Äußeres, nämlich schwarz und silber. Der Edelstahl ist auf Hochglanz poliert worden, während der schwarze pulverbeschichtete Lack nur ein wenig glänzend ist. Die Lamellen sind alle in einem gleichmäßigen Abstand auf die drei parallel geschalteten Rohre aufgelötet. Aufgrund des Abstandes und der Anordnung eignet sich die HTSF2 Radiatorserie sehr gut für langsam drehende Lüfter.



Die Anschlussgewinde sind bei dem Radiator auf die Rohre gelötet und befinden sich an den äußeren Kanten. Das auf der Endkammer befindliche Logo wurde von Watercool in den Edelstahl mit einem Laser sehr sauber eingraviert.

Ebenfallso lobenswert ist die geringe Einbaubreite von nur 130mm. Somit passt der Radiator in sämtliche 5 1/4" Slots. Dieser Umstand dürfte viele positiv stimmen.


Der Watercool HTSF2 480 LTX kommt, wie auch der 360 LT, ohne Karton, sondern in einem Luftpolsterschlauch verpackt bei uns an. Im Vergleich zu unserem auf der vorherigen Seite vorgestellten LT, hat der LTX keine pulverbeschichtete Seitenteile, sondern ist komplett aus Hochglanz poliertem Edelstahl.


Technische Daten:

  • Material: Rohre Kupfer, Lamellen Aluminium
  • Material Gehäuse: Edelstahl poliert
  • Maße außen (L x B x H): 530x130x50 mm
  • Gewicht: ca. 1850g
  • Druckgetestet: 5 Bar
  • Anschluss: 2x Gewinde G 1/4 Zoll

Lieferumfang:

  • 1x Radiator
  • 16x Schrauben mit 30mm Länge
  • 1x Anleitung


Auch bei unserem Testmodell vom LTX in der 480mm Version haben wir einen sehr hohen Verarbeitungsstandard, auch wenn wir ein paar winzige Kratzer auf den Seitenteilen verifizieren konnten. Die Lamellen stehen alle gerade und die Hochglanzpolierung sieht nicht nur sehr gut aus, sondern ist auch sehr gut gemacht. Einziger Nachteil der „Veredelung“ ist die Kratzempfindlichkeit und Fingerabdruckempfindlichkeit der Polierung. Hier empfehlen wir bei der Montage auf Baumwollhandschuhe zu setzen. 



Die Schrauben auf dem Radiator, dienen unserer Vermutung nach, dazu, den Radiator zusammen zuhalten. Wir gehen davon aus, dass man die Seitenteile wechseln und durch evtl. zukünftig  anders farbige austauschen kann. Aufgrund von nicht passendem Werkzeug, konnten wir den Radiator leider nicht auseinandernehmen. 

Beim LTX gilt das gleiche wie beim LT Modell, eine breite von nur 130mm erlaubt die Montage in sämtliche 5 1/4" Schächten.


Um bei den Wasserkühlungskomponenten die Spreu vom Weizen trennen zu können, nutzen wir ein übertaktetes Sockel 1366 Testsystem, welches unter CPU- Volllast ca. 350 Watt Abwärme produziert. Für externe Radiatoren erhöhen wir die Abwärme des Systems auf ca. 550W indem wir die Grafikkarte mit FurMark belasten.

Technische Details Hardware:

  • Prozessor: Intel i7-980X @ 4,3 GHz bei 1,35V
  • Mainboard: Gigabyte X58A-OC
  • Grafikkarte: XFX 7950 (Standardtakt)
  • Arbeitsspeicher: 6GB Kingston HyperX 1333 CL9
  • Festplatte: Seagate & Hitachi
  • SSD: Crucial M4 128GB
  • Netzteil: CoolerMaster SilentPro 600W
  • Gehäuse: Phobya WaCoolT UltraBig
  • Betriebssystem: Windows 7 64 Bit


Technische Details der Wasserkühlung:

  • Pumpe: Laing DDC-1T+ mit Phobya Silver Nickel Deckel
  • CPU-Kühler: EK-Waterblocks Supreme HF
  • GPU-Kühler: Alphacool ATXP ATI 7970/50 Serie V2
  • Radiator: Testradiator
  • Radiatorlüfter: Noiseblocker PL2 [120mm, ausblasend]
                        Phobya G-Silent 14 [140mm, ausblasend]
                        Phobya G-Silent 18 [180mm, ausblasend]
  • Durchflussmesser: Aquacomputer DFM HF
  • Schlauch: Masterkleer Rot in 16/10
  • Verschraubungen 16/10er Schraubanschlüsse
  • Gehäuselüfter: 3x Enermax T.B. Silence (2x Front [einblasend]; 1x Heck [einblasend])
  • Steuergerät: Alphacool Heatmaster I
  • Temperatursensoren: 2x Phobya Temperatursensor Innen-/Außengewinde G1/4“
  • Wasser: Innovatek Protect
  • Schnelltrennkupplungen: 1 Pärchen Koolance VL3N
  • Filter: Aquacomputer Filter mit Edelstahlgewebe

Der Kreislauf ist folgendermaßen aufgebaut:

1. Laing DDC-1T+
2. Temperatursensor
3. GPU-Kühler 
4. CPU-Kühler
5. Schnelltrennkupplung
6. Testradiator
7. Schnelltrennkupplung
8. Filter
9. Temperatursensor
10. Ausgleichsbehälter
11. Durchflusssensor

Damit in allen Tests gleiche Bedingungen herrschen verwenden wir für jeden Test die gleichen Programme mit den gleichen Settings, zusätzlich befindet sich das Gehäuse in einem klimatisierten Raum, um gröbere Temperaturschwankungen zu vermeiden.

Testsoftware:

  • Prime 95 auf 12k fixiert
  • Open Hardware Monitor
  • Alphacool Heatmaster Software
  • Und für externe Monsterradiatoren: Furmark auf 1680x1050 im Vollbild mit 4x MSAA


Testablauf:

Bei diesem Test belasten wir den Prozessor eine Stunde lang mit einem fixierten Prime Wert. Das fixieren des Wertes ist deshalb so wichtig weil sonst unter Umständen Schwankungen auftreten die man bei so einem Test nicht gebrauchen kann. 12k deshalb weil dieser Wert immense Temperaturen in sehr kurzer Zeit erreicht. Die Gehäuselüfter arbeiten bei diesem Test mit 650 Umdrehungen. Der Radiator wird pro Testlauf 60 Minuten mit Prime belastet. Anschließend ziehen wir die max. Wassertemperatur von der Umgebungstemperatur ab und kennen die Leistung. 

Damit die Tests für den Anwender auch verwertbar sind, werden die neuen Tests im Gehäusedeckel durchgeführt. Für verwertbare Ergebnisse haben wir alte Tests wiederholt. 




Wir verwenden bei den Testläufen natürlich keine Leuchtmittel.





Bei den Durchflusswerten liegt der HTSF2 LT mit 131 Litern pro Stunde am letzten Platz.



Bei der Kühlleistung bei 600 U/Min geht der Watercool Radiator mit 0,7K deutlich in Führung. Hier sieht man, dass das Konzept von Watercool aufgeht und man die Leistung im unteren Drehzahlbereich sehr gut Ausspielen kann.



Erhöht man die Drehzahl muss der HTSF2 LT die Platzierungen abgeben und sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Hier dominieren die 60mm starken Netzradiatoren das Feld.



Kommen wir nun zur höchsten Drehzahl, nämlich 1200 U/Min. Hier müssen nochmals mehrere Platzierungen abgegeben werden und somit, muss sich der HTSF2 mit einem Platz im oberen Mittelfeld zufrieden geben. Das ganze ist jedoch kein Beinbruch, da der Radiator im unteren Drehzahlbereich mit Abstand die beste Leistung in unserem Testfeld bietet. Auch hier sieht man wieder, das man mit einem hohen Durchflusswert keine Bestwerte erzielen muss und der Durchflusswert generell auf vielen Portalen überbewertet wird. 


Kommen wir nun zu den Durchfluss- bzw. Kühlleistungswerten des Heattransformers2 LTX.



Auch hier sieht man, das der Durchflusswert nicht ganz so hoch ist wie bei den restlichen Mitbewerbern. 



Bei 600 U/Min zeigt sich auch das gleiche Bild wie schon bei dem HTSF2 LT in 360mm. Bei dieser Drehzahl kann er sich deutlich von den anderen Radiatoren absetzen und lässt sogar den AMS von Aquacomputer mit 0,9K hinter sich.





Mit steigender Drehzahl haben wir dann aber wieder ein sehr ähnliches Bild zu dem 360mm Pendant. Dort muss auch er die Konkurrenz vorbei lassen und sich mit einem Platz im oberen Mittelfeld zufrieden geben. Hier gilt ähnliches wie schon beim 360mm Modell. Der Durchflusswert hat bei den Leistungsmessungen wenig bis gar keinen Einfluss. 


Kommen wir nun zum Fazit der Heattransformer Radiatorserie von Watercool und fangen mit dem HTSF2 LT 360mm an.


Die pulverbeschichteten Seitenteile, zusammen mit den Hochglanzpolierten Edelstahl Seitenteilen hinterlassen bei uns einen sehr guten Verarbeitungseindruck. Gepaart mit der Leistung im niedrigen Drehzahlbereich verbessert sich der Gesamteindruck noch weiter. Lediglich der Durchflusswert schmälert diesen minimal. Nachdem wir dem Durchfluss nur eine sehr geringe Beachtung bei unseren Tests zuteilen, ist das ganze auch nur halb so schlimm. Immerhin schreiben wir da von ein paar Prozent abweichung im Vergleich zum Mitbewerb. 




 

Die Leistung, gepaart mit der hervorragenden Verarbeitung- trotz der feinen Kratzerchen an den Seitenteilen- gefallen uns nachhaltig sehr gut. Auch wenn wir von den Durchflusswerten, wie auch schon beim LT, ein wenig mehr erwartet haben. Nachdem der Durchflusswert generell überbewertet wird ist das auch nur halb so schlimm. Immerhin zeigt Watercool im wichtigen und unteren Drehzahlbereich wo im Augenblick die Leistungskkrone winkt. Generell gilt, das beide Radiatoren von der Verarbeitung her in der selbigen Liga wie Aquacomputers AMS Radiatoren spielen und ein Netzradiator im direkten Vergleich schnell übersehen wird. 




Ein großer Dank geht an Watercool für das entgegengebrachte Vertrauen.


Herstellerlink: Watercool

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