Kühler
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Verpackung und Lieferumfang

Die Eissturm Komplettpakete gibt es in 8(!) verschiedenen Varianten, unterteilt in die zwei Kategorien „Gaming“ und „Hurricane“. Die Gaming-Produkte sind als Einsteigersets zu sehen, während die Hurricane-Pakete die Topprodukte des Herstellers beeinhalten. Uns liegt die 240er Variante des Eissturm Hurricanes Sets vor, das wir nun ausführlich vorstellen werden.

Obwohl es sich um ein Set aus Retail-Komponenten handelt verzichtet Alphacool nicht auf eine optisch ansprechende, bedruckte Umverpackung. Das vermittelt eine gewisse Einheitlichkeit und wertet den ersten Eindruck auf. Im Paket befinden sich vollwertige Retailvarianten der einzelnen Produkte, jeweils separat verpackt.
Konkret sind dies:

Technische Details

Alphacool Eissturm Hurricane Copper 45

- Eisblock XPX
- Nexxxos XT45 240
- Eisbecher 150mm als DDC-Top
- DDC310
- Eiswind Pure Lüfter
- 8x Eiszapfen 13/10mm gerade
- 1x HF Schnellverschluss G1/4
- 1000 ml Cape Kelvin Catcher
- 3 m Schlauch PVC 13/10mm
- 1x Befüllungshilfe - Trichter
- 1x ATX-Überbrückungsstecker
- 1x Y-Kabel 4-Pin PWM
- 1x Montageanleitung

Bundlepreis Einzelpreis
 257€
ab 335€

Das Einsparpotenital beim kauf des Bundles ist nicht unerheblich. Fast 80€ lassen sich im direkten Vergleich sparen. Da die optionalen Teile wie die zwei zusätzlichen Fittinge, Befüllhilfen etc nur einen geringen Teil ausmachen, bekommt der Kunde nicht das Gefühl hier Geld für nicht benötigte Dinge zu verschwenden. Anders als z.b. beim EK 240A Set bestehen hier alle Komponenten aus Kupfer und lassen sich somit einfach und frei kombinieren, ohne das man sich von dem Hersteller bevormundet fühlt.

Nun schauen wir uns den Inhalt genauer an.

 

Eisblock XPX CPU-Kühler

Beim Hurricane-Set lässt sich Alphacool nicht lumpen und legt das aktuelle Spitzenmodell, den Eisblock XPX, bei. Die Gaming Sets müssen dagegen noch mit dem Vorgänger XP³ light vorliebnehmen.
Wie gut der Eisblock XPX performt haben wir bereits zu dessen Release ausführlich getestet, weshalb wir uns an dieser Stelle auch nicht in Details verlieren wollen. Interessenten können diese in unserem Artikel nachlesen. Kurz gesagt ist der XPX der bis dato leistungsstärkste CPU-Kühler in unserem Ranking.

Die Verarbeitung des Deckels ist gut gelungen und beschert dem XPX ein ordentliches Erscheinungsbild. Die vernickelte Bodenplatte zeigt leichte optische Unregelmäßigkeiten, wie Verfärbung, diese stellen aber keinen praktischen Nachteil da.
Leider gab es bei unseren Exemplar einen Verarbeitungsfehler in der inneren Mittelplatte. Dort war das mittlere Loch hinter der Rampe nicht korrekt durchgebohrt und so kam kein Durchfluss zustande. Der Fehler ließ sich zwar leicht beheben, da man den letzten Kunststoffrest einfach herausdrücken konnte, jedoch sollte die QA an dieser Stelle gründlicher arbeiten.

 

NexXxos XT45 240mm Radiator

Zu den NexXxos Radiatoren muss wohl nicht mehr viel gesagt werden, da sie sich schon seit Jahren bewähren und bei uns schon in zahlreichen Tests entsprechend abgeschnitten haben.
Das hier beiliegende Exemplar kommt auf starke 45mm, bietet mit 10FPI jedoch auch Spielraum für druckschwächere Lüfter. Mit sechs Anschlüssen und einem Entlüftungsport auf der gegenüberliegenden Seite ist der NexXxos XT45 ungemein flexibel. Durch die hohen Verschlussschrauben ist es lediglich etwas schwierig den Radiator direkt an der Gehäusewand zu montieren, also ohne Lüfter als Abstandshalter. Schrauben liegen in 5mm, 30mm und 35mm bei. Schutzbleche verhindern wie immer ein zu tiefes Einschrauben.

Die Verarbeitung ist sehr gelungen. Die Finnen sind gleichmäßig und ebenso die Lackierung des gesamten Radiators ist anstandslos. Auch die Gewinde sind gerade geschnitten worden, so dass es hier nicht zu schiefen Fittingen kommen wird. Produktionsrückstände im Inneren fielen nicht auf.

 

DDC310 und Eisbecher 150

Mit dem Eisbecher und der DDC310 liefert Alphacool ein starkes und sehr flexibles Gesamtpaket. Die Pumpe ist eine angepasste Laing DDC 1T, bei der die Drehzahl reduziert wurde. Damit sinkt die Lautstärke drastisch, während die Leistungsfähigkeit auch für erweiterte Loops mehr als ausreichend bleibt. Zudem wurde sie in ein stabiles Messinggehäuse gesetzt, über das auch die Kühlung der Pumpe realisiert wird. Auch die DDC310 hat sich schon vor einiger Zeit in unserem Test bewährt.
Eine weitere Regelung der Pumpe ist ab Werk leider nicht möglich, wobei das für die meisten Ansprüche auch nicht notwendig sein sollte. Möchte man sie dennoch noch weiter drosseln, ist ein Step-Down-Wandler oder ein Molex auf 3 Pin Adapter das Mittel der Wahl. Jedoch sollte man Aufgrund der Leistungsaufnahme Letzteres nicht über einen normalen Mainboardanschluss realisieren.

 

Der Eisbecher 150 AGB weiß vor allem durch seine zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten zu gefallen. Neben modularen Standfüßen, werden auch Halterungen für die Wandmontage und Blenden mit Bohrungen für 120er und 140er Lüfterplätze mitgeliefert, was den AGB out-of-the-box ungemein flexibel und kompatibel macht.
Auch optisch hat der Eisbecher das ein oder andere Eyecandy zu bieten. Dabei meinen wir natürlich vor allem den Lighttower-Effekt, bei dem das Wasser aus dem Steigrohr sprudelt. Ergänzt durch einen LED-Port im Deckel können damit schöne Effekte erzielt werden. Ein kürzeres Steigröhrchen, um den Deckel als Zulauf zu nutzen, befindet sich ebenfalls im Lieferumfang. Das Gitter am Boden (das sog. Bubble Down) verhindert das einsaugen von Luftbläschen in die Pumpe.

Der Wasserfalleffekt erhöht dabei die Lautstärke naturgemäß ein wenig, denn auch wenn das Wasser von der Scheibe herabrinnt und nicht direkt auf die Oberfläche trifft, hört man ab und an ein leise Wassergeräusche. Möchte man dies nicht, kann der Wasserstand aber auch einfach über das Rohr erhöht und der Wasserfalleffekt damit gestoppt werden.
Auch wenn kein Echtglas verwendet wird, macht der Eisbecher auch qualitativ einen guten Eindruck.

 

Eiswind Pure Lüfter

Die Eiswind Pure Lüfter sind eine echte, positive Überraschung, gerade weil die ursprünglichen Eiswind 12 Lüfter von der Lautstärke her nicht überzeugen konnten.
Wer es auf den ersten Blick nicht erkennt, sieht es spätestens auf der Rückseite: Die Eiswind Pure sind umgelabelte Pure Wings 2 von be quiet! Die Kooperation zwischen Alphacool und be quiet! scheint nach der Silent Loop also auch in die andere Richtung Früchte zu tragen.

 

Die maximale Leistung wurde im Vergleich zum Original etwas erhöht und statt 1500 U/Min beschleunigen die Lüfter jetzt auf 1600 U/Min. Weitere Angaben gibt es nicht, jedoch kann man sich an dem Original ein wenig orientieren. Die Lüfter gehören damit zwar nicht zu den druckstärksten Exemplaren, bringen aber einen respektablen Luftumsatz. In Kombination mit den geringen FPI des NexXxos XT45 eine durchaus sinnvolle Kombination.
Hauptvorteil der Kooperation mit be quiet! liegt aber in dem sehr unauffälligen Laufgeräusch. Klackern und Rattern sind über den gesamten Drehzahlbereich hinweg endlich Geschichte! 

 

Sonstiges

Auch ansonsten liefert Alphacool alles was man zum sofortigen Betrieb benötigt. Mit gleich 8 Eiszapfen 13/10 Fittings bleiben sogar zwei übrig um später einen weiteren Radiator oder eine GPU einzubinden. 3m Schlauch und 1l Kühlflüssigkeit sind ebenfalls sehr großzügig bemessen. Der Schlauch ist transparent und sehr flexibel, sehr engen Radien gefallen ihm allerdings weniger, was er durch ein Abknicken äußert.

 

Zusätzlich gibt es einen Schnellverschluss, der das Set u.a mit den Eisbaer-Produkten kompatibel macht, einen Trichter und eine Netzteilbrücke, die beim Befüllen helfen. Auch an ein Y-Kabel wurde gedacht. Wenn überhaupt wäre ein Schlauchschneider eine nette Beigabe, jedoch klappt dies auch mit einer ordentlichen Haushaltsschere.

Zum Befüllen werden ca 750ml benötigt, wobei das Entlüften dank der starken DDC310 sehr schnell geht. Nach nur wenigen Schwenkern war keine Luft mehr im System. Die Stärke des Wasserfallseffekts kann zudem grob als Durchflussindikator genutzt werden.


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